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Betreuungsgeld vom Tisch? – was sind die Alternativen? Hilfe zur Selbsthilfe?

Wäre de Investition in Eltern-Initiativen oder Rentenvorsorge eine gute Idee? Im April diesen Jahres sendete ich das unten aufgeführte Konzept an unser Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Gestern hörte ich einen Teil davon in den Nachrichten …Gut ist, dass die FDP für das Betreuungsgeld in seiner bisher geplanten Form die Notbremse gezogen hat. Neu in dem Medien genannt wurde (m)ein Vorschlag, einen Teil des Betreuungsgeldes in die Rentenvorsorge zu investieren (weil sonst viele, viele Mütter keine Rente bekommen).

Das Folgende enthält 2 meine rVorschläge zu dem Thema Betreuungsgeld:

Betreuungsgeld als Selbsthilfe / Nachhaltige Lösung des Kinderbetreuungsproblems

Präambel: Ich will die allgemeinen, öffentlichen Debatten darüber nicht wiederholen. Erwähnt sei nur: Das Betreuungsgeld würde nur allzu oft in die falschen Hände geraten:
· Gutsituierte würden es bekommen; solche, die es sich leisten können, dass nur ein Elternteil arbeitet
· sowie (Groß-)Familien mit Migrationshintergrund und besonders vielen Kindern – sie würden davon enorm profitieren.
· Der großen Mittelschicht und Alleinerziehenden wird das Programm nicht helfen. Denn wenn die Alleinerziehende oder BEIDE Elternteile arbeiten müssen, können sie es sich so oder so nicht leisten, der Berufstätigkeit NICHT nachzugehen und wg der Kinder – für nur 100/150 EUR / Monat zuhause zu bleiben.

-> Also fördert das Betreuungsgeld weder die große Mittelschicht noch die Alleinerziehenden

Anspruch auf Krippenplätze haben doch bislang nur solche Eltern, die berufstätig sind. Wenn das so bleibt, müssen weniger neue Plätze geschaffen werden.

Das geplante Betreuungsgeld könnte zum Beispiel in der folgenden Form eingesetzt werden (und das auch über das Alter von 3j. der Kinder hinaus):


1. Idee: Investition in Elterninitiativen: Das Betreuungsgeld wird nur an Eltern gezahlt, die gemeinsam mit anderen Eltern private Kinderbetreuungseinrichtungen gründen. Das Geld dient damit kurz- und langfristig dem Aufbau und Erhalt von solchen Einrichtungen. Die Idee liefert also eine nachhaltige Lösung des Kinderbetreuungsproblems.

Es gibt landauf landab bereits viele Elterninitiativen, die selbständig Vereine gegründet haben, um ihre Kinder betreuen zu lassen. Meistens ist dies ein Hort, in dem Schulkinder betreut werden. Dies kann auch für Kita- und Krippenkinder durchgeführt werden.

Diese Eltern-/Bürger-Initiativen sind oft qualitativ besser, als staatliche oder kirchliche Einrichtungen. Zum Programm müsste natürlich die Weiterbildung inkl. Zertifizierung von „Erziehungshelfern“ gehören (1x Leistung bei Gründung solch einer Betreuungseinrichtung).

Bestehende „Muster-Einrichtungen“ könnte Pate stehen, bzw. deren funktionierendes Konzept könnte als Franchise-System zur Verfügung stehen. Die jeweilige Gemeinde stellt die Räume (mit Garten), um den großen Rest, mit finanzieller Unterstützung durch das Betreuungsgeld, kümmern sich die Eltern.

Vorteile der Betreuungsgeldes zur Selbsthilfe, damit unterstützen Sie

· die, die es brauchen und sinnvoll nutzen
· indirekt, so dass das Betreuungsgeld nicht missbraucht werden kann
· die Mittelschicht; sie wird in ihrem Bestreben nach Leistung unterstützt
· Kinder mit Migrationshintergrund, weil ihre Chance so besser ist, extern in einem förderlichen Umfeld betreut zu werden (Kiga, Krippe).
· Schlussendlich stützen Sie das Rentensystem
· und belohnen Erziehung – ein Kinderleben lang
· der Wirtschaft stehen mehr weibliche Mitarbeiter zu Verfügung
· Leistung wird gefördert, nicht Nichtstun
· Bürgerinitiativen unterstützt und gefördert

2. Alternative Idee: Investition in die Rentenversicherung: Anstatt das Betreuungsgeld bar an Gutsituierte und Groß-)Familien mit Migrationsunterhalt zu zahlen, wäre es fair, damit endlich Mütter für „das Leben danach“ (Rentenalter) abzusichern. Das heißt, das Betreuungsgeld wird nicht ausgezahlt, sondern in die Rentenversicherung bezahlt.

Dadurch wird das Kinderbekommen und -betreuen endlich als „Arbeit“ verstanden. Und wer meint, Erziehung wäre keine Arbeit, dem sei gesagt, dass es viele, viele Mütter gibt, die ihren Beruf als weniger stressig empfinden, als die Kinderbetreuung (bei aller Liebe…).

Das Betreuungsgeld sollten z.B. alle Eltern/Alleinerziehende bekommen, die mindestens 10 max. 30 Stunden/Woche arbeiten. Dies als Rentenversicherungsbeitrag, der die Zukunft der Eltern/Alleinerz. absichert und sie unabhängiger von Ehepartnern macht.
Alleinerziehende sollten zudem nennenswerte Zuschüsse für Haushaltshilfen bekommen (dies ab einer Berufstätigkeit von 25 Std/Woche). Das bedeutet:

Teilzeittätige (10 – 30 Std/Woche) erhalten pro Kind 100/150,- EUR für die Rentenversicherung

Alleinerziehende dürfen wählen:
1. Kind: Einzahlung in die Rentenversicherung
2. Ab dem 2. Kind können sie wählen: Barauszahlung oder auch Rentenversicherung

Ab einer Berufstätigkeit von mind. 25 Std/Woche erhalten Alleinerziehende zusätzlich 120,- EUR / Monat für eine Haushaltshilfe. D.h. Alleinerziehende, die genauso viel leisten müssen wie sonst Ehe-/Elternpaare profitieren 2fach, sofern Sie mind. 25 aber nicht mehr als 30 Std/Woche arbeiten. Eine große Randgruppe der Gesellschaft bekommt besondere Unterstützung …

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