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“Bei mir stehen Kisten mit Food-Sharing Lebensmitteln im Carport – wer kommt und holt sich etwas ab?” Was machst du, wenn eine Freundin das per Whatsapp schreibt? Nun: Ich fahre los – aber nicht als Einzige! Das Carport meiner Freundin wurde schnell zum Treffpunkt von Bekannten. Es gab direkt Gedränge – und richtig viel Auswahl!

Vor einigen Wochen recherchierte ich für einen Artikel zum Thema “Digitalisierung in der Landwirtschaft”. Deshalb hatte ich eine Zahl im Kopf: rund 30% der genießbaren Nahrungsmittel werden in Deutschland vernichtet; weltweit werden ca. 50% der produzierten Nahrungsmittel verschwendet – das Schritt für Schritt entlang der Wertschöpfungskette.

Mehr als 18 Millionen Tonnen an Lebensmitteln landen hier pro Jahr in der Tonne!

Anteilig gehen davon bei der Ernte (mit Nachernte) bereits 14% der Lebensmittel verloren; beim Verarbeitungsprozess und Verteilung im Groß- und Einzelhandel zusammen 30%; beim Großverbraucher 19% und bei den Endverbrauchern … ganze 39%! D.h. wir werfen zuhause rund 1/3 unserer gekauften Lebensmittel weg (Quelle: wwf-Studie).

Das Drama neben der Verschwendung ist: die Umwelt wird durch die Landwirtschaft  anteilig umsonst belastet; es könnte ohne Ende Wasser gespart und weniger CO2-Gase produziert werden, etc. In der Summe könnte viel für den Klimaschutz getan werden, wenn weniger Ressoucren verschwendet werden würden. Digitalisierungs-Maßnahmen in der Landwirtschaft sorgen mittlerweile dafür, dass “auf dem Feld” und bei der Nachernte weniger “Abfall” entsteht und die Ressourcen besser genutzt werden. Lies dazu gerne meinen Artikel auf der Analyse-Deutschland.de

Food-Sharing sorgt für weniger Verschwendung!

Verluste bei Großhandel und Einzelhandel: 2,575 Mio.t, Vermeidungspotenzial bis zu 90 % – und gegen diese Verschwendung kann jeder Bürger etwas tun: Beim Food-Sharing holen gemeinnützig Tätige noch genießbare Lebensmittel in Restaurants, bei Einzel- und Großhändlern oder Herstellern ab und verteilen sie. Oft sind die Empfänger “Die Tafeln”, wenn die aber geschlossen haben, müssen die Lebensmittel anderweitig unter die Leute gebracht werden. Zur Not auch im Carport … Manchmal gibt es Notfälle – z.B. technische Ausfälle von Kühlhäusern, weshalb manchmal schnell gehandelt werden muss. In solchen Situationen ist meine oben genannte Freundin mit vielen anderen Helfern schnell zur Stelle.

Nun: heute gehörte ich zu den Abholern solcher Produkte. Auf dem Heimweg dachte ich mir: Darüber musst du schreiben; herausfinden, wie das so läuft. Als meine Tochter zuhause sah, was ich alles mitgebracht hatte, und ich ihr die Zusammenhänge erzählte, sagte sie:

“Es gibt soviele hungernde Menschen – wieso kriegen die das Essen nicht? Und wieso wird soviel weggeworfen und auf der anderen Seite überlegt, wie für diese hungernden Menschen alternative Nahrungsmittel gefunden werden?” Sie ist 14j und hatte zu einem Schulprojekt gerade gelesen, dass sogar Qualen aus dem Meer gegen all den Hunger helfen sollen.

Nun machen wir ein #FoodSharingExperiment zuhause.

Wir wollen sehen, woher die Lebensmittel über die lokalen Food-Sharing-Gruppen kommen, wie die Verteilung abläuft und ob man sich davon komplett ernähren könnte – diese letzte Erkenntnis ist wichtig, für all die, die nicht genug Geld haben, um sich alleine ernähren zu können.

Unsere Beute für dieses WE ist nur soviel, wie ich meinte, auch verbrauchen zu können. Mehr habe ich nicht eingepackt. Heute dabei: Brot, Brötchen, Kekse, Joghurt (MHD gestern), Gemüse, u.a. Kartoffeln, und Hühnchen MHD 02.1. – das hat unser Hund verschlungen. Nur 1L Milch habe ich auf dem Nachhauseweg gekauft.  Mehr dazu werde ich hier wohl schreiben (wenn meine Zeit das zulässt). Jetzt gehe ich Gemüseeintopf kochen – aus Resten #FoodSharingExperiment. Unter den Fotos findet ihr noch Links-Tipps.

Link-Tipps:

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Endlich wurden die ersten richtigen Schritte zur Entlastung von selbständigen Krankenversicherten, insbesondere von Teilzeit-Selbständigen eingeleitet: Mit dem GKV Entlastungsgesetz, dass am 18.10.18 beschlossen wurde, wird die monatliche Mindestbemessungs-Grundlage für Selbstständige auf monatlich 1.015 Euro herabgesetzt. Der KV- und Pflegebeitrag liegt damit bei rund 188 Euro/Monat. Egal, ob eine Teilzeit- oder Fulltime-Selbständig vorliegt – und das ist elementar wichtig! Denn: Bisher mussten auch Teilzeit-Selbständige den vollen Mindestbeitrag für die Krankenversicherung bezahlen …

“Ich selbst habe erlebt, was das bedeutet: Nach meinem Burnout vor einigen Jahren, lebte ich eine Weile – als alleinerziehende Mutter – nur von Rücklagen aus erfolgreichen Jahren. Nebenbei verdiente ich – als Aushilfe bei meiner eigenen GmbH / irgendwer musste ja die Geschäftsleitung inne haben – noch 386 Euro im Monat. Im Folgejahr sendete mir die gesetzliche Krankenkasse eine Nachforderung in Höhe von 342 Euro – PRO Monat. Für 1,5 Jahre in der Summe mehrere tausend Euro. Angeblich wäre ich hauptberuflich Selbständig gewesen …”

Die Versicherung wusste aber, dass das Einkommen laut Einkommenssteuererklärung unter der Mindestbemessungsgrenze lag. Warum legte sie dann die Bemessungsgrundlage für “richtige” hauptberufliche Selbständige an, anstatt die Bemessungsgrundlage für nebenberuflich Selbständige? Nach der gesetzlichen Beitragsbemessungsgrundlage hätte doch ein monatlicher Beitrag von 152,27 EUR für nebenberuflich Selbständige bezahlt werden müssen – oder nicht? Nein: Nebenberuflich ist aus Krankenkassensicht die selbständige Tätigkeit laut bisheriger Gesetzgebung nur dann, wenn die versicherte Person ein weiteres, höheres Einkommen als Angestellte hat. Ansonsten gelten Selbständige immer als Fulltime-Selbständig. Ab 2019 wird das nun anders sein.

“Nach langer postalischer Auseinandersetzung zeigte sich die Krankenversicherung kulant und behandelte mich, als wäre ich eine Angestellte mit nebenberuflicher Selbständigkeit. Damit blieb es bei dem Versicherungsbeitrag, den ich bereits bezahlt hatte und die horrende Nachzahlung entfiel. Übrigens: Vorher schon entwickelte ich das unten aufgeführte Grob-Konzept, wovon jetzt (im Oktober 2018) einiges durch das GKV Entlastungsgesetz realisiert wurde”, erzählt Susanne Braun-Speck, die sich darüber freut, dass es vielen Gleichgesinnten in Zukunft deutlich leichter gemacht wird, z.B. als Mutter nebenberuflich selbständig zu sein – auch ohne Familienversicherung über einen Ehemann.

Aktuell arbeitet sie übrigens erneut an einem Artikel über Selbständige, deren sozialen Risiken und Vereinbarkeit mit der Familie. Dazu läuft eine Umfrage auf: https://tiefenschaerfe.de/umfrage-selbstaendige-vereinbarkeit/

Blogbeitrag  aus Oktober 2012 (geändert im Januar 2014 + 2016, Autor: Susanne Braun-Speck):

Autor: Susanne Braun-Speck (tiefenschaerfe.de) ist seit 1996 überwiegend selbständig und seit 2005 alleinerziehend, aber erst seit 2017/01 endlich in der Künstlersozialkasse (KSK) versichert. Das, nachdem sie sich neu positioniert hat und jetzt Kreative ist (Webdesignerin und Online-Redakteurin). Ähnlich sozialversichert zu sein – mit der SAK – wünscht sie allen Gleichgesinnten.

Kinderarmut? Rentenvorsorgelücke? Hohe Krankenkassenbeiträge? Nachwuchsmangel? Alleinerziehende und Kleinstunternehmer leben ohne Netz und doppelten Boden – ständig und bis zum Lebensende mit hohem Risiko. In Deutschland. Ganz ohne Krieg oder Hungersnöte. Einfach nur, weil die Gesellschaft deren Situation nicht erkennt, und die im Sozialsystem über Bord gehen lässt, die am Dringensten benötigt werden: Frauen, die Kinder in die Welt setzen & Kleinstunternehmer, die die Wirtschaft tragen. Helfen würden eine …

Sozialkasse für Alleinerziehende & Kleinstunternehmer (SAK) ähnlich der Künstlersozialkasse

Ziele: Soziale Absicherung & Rentenvorsorge für die Mitglieder der Gesellschaft, die die Beiträge alleine nicht leisten können.

Die zu gründende Sozialkasse für Alleinerziehende & Kleinstunternehmer (SAK) würde ihre Mitglieder, ähnlich wie die Künstlersozialkasse, in den vollumfänglichen Schutz der gesetzlichen Sozialversicherung stellen. Alleinerziehenden wird das Einkommen und die Rentenvorsorge so aufgestockt, als wären sie Vollzeit berufstätig. Sollten sie und auch andere als Kleinstunternehmer selbstständig sein, zahlen sie wie Angestellte nur prozentual Sozial-Versicherungsbeiträge anstatt hohe Pauschalen. Denn: Eine freiberufliche bzw. selbständige Tätigkeit macht es ihnen möglich, flexibel zu arbeiten – wann und wo sie wollen und wegen ihrer Kinder können!

Die bisherige aktuell soziale Ungerechtigkeit: Kleinstunternehmer können sich freiwillige Beiträge in sämtliche Sozialversicherungen meistens NICHT leisten – vor allem nicht die für gesetzliche Krankenkasse und die Rentenversicherung. Sie sind massiv von Altersarmut bedroht – es ist ein gesellschaftlicher Irrtum, dass es Selbständigkeiten grundsätzlich finanziell besser geht. Besonders unfair zur Zeit: Eine verheiratete nebenberufliche Selbständige (max 18 Std/Woche) ist kostenfrei in der Familienversicherung mit krankenversichert. Alleinerziehende haben diese Möglichkeit NICHT und müssen sich ggf voll als Selbständige krankenversichern – von Rentenvorsorge, etc. reden wir hier noch gar nicht!

Der Mindestbeitrag betrug z.B. in 2016 (auch bei TZ-selbständigen Müttern) mit Krankengeld-Anspruch 382,- EUR / Monat (link zur Quelle). –> Sinngemäß wird mit dem GKV-Versichertenentlastungsgesetz (GKV-VEG) auf die bürokratische Unterscheidung zwischen haupt- und nebenberuflicher Selbstständigkeit ab 2019 verzichten.

Die zwei Hauptaufgaben der SAK:

  1. Sozialversicherungs-Zuschuss: Die SAK übernimmt den Arbeitgeberanteil von 50% an Versicherungsbeiträgen von freiberuflichen/selbständigen Müttern und Vätern (nur Einzel-/Kleinstunternehmer ohne Mitarbeiter) für die Krankenkasse, Rentenvorsorge, Pflege-, Unfall- und Arbeitslosenversicherung – so, wie es auch die Künstlersozialkasse für ihre Mitglieder macht.
  2. Einkommens-Aufstockung: Außerdem sollen die Einkommen von Alleinerziehenden (egal ob festangestellt oder selbständig), prozentual auf einen fiktiven (berufs- und altersabhängigen) Ganztagslohn aufgestockt werden, inkl. anteiliger Rentenversicherungsleistung, sodass sie später genauso viel Rente bekommen, als wären sie Vollzeit-Arbeitnehmer gewesen.

Ziele für die Betreffenden

  • bezahlbar sozialversichert sein, vergleichbar mit einem Vollzeit-Arbeitnehmer
  • Arbeiten und Kinder versorgen ohne Nachteile oder sozialem Abstieg
  • Unabhängig schaffen, berufliche Möglichkeiten als Klein-UnternehmerInnen wahrnehmen können, um nicht arbeitslos zu sein.
  • durch die Einkommens-Aufstockung heute Lebenswert mit Kindern leben
  • und später gut versorgt im Rentenalter sein.

Ziele für Gesellschaft & Wirtschaft

  • Start-Up´s und Kleinunternehmen fördern!
  • Fachkräftemangel senken: In vielen Berufen ist Teilzeitarbeit auf selbständiger Basis sehr gut möglich (vom Rechtsanwalt bis zur Pflegefachkraft). Gäbe es ein deutlich kleineres Risiko als Unternehmer UND soziale Sicherheit, würden deutlich mehr Mütter, die eine Fachausbildung oder Studienabschluss haben, neben den Kindern selbständig dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.
  • Geburtenrate erhöhen – für mehr Nachwuchs sorgen. Eine derartige soziale Absicherung böte Frauen den Anreiz, der Wirtschaft ihre Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen UND Kinder zu bekommen.
  • Alternative zu Hartz IV; eine berufliche Chance auf selbstständiger Basis geben
  • Hilfe zur Selbsthilfe leisten (Selbständigkeit ist eine gute Alternative für Alleinerziehende -> eigene Zeiteinteilung = flexible Arbeit)
  • Kinder aus der Armutsfalle holen und eine förderliche Entwicklungsumgebung ermöglichen. Denn: Diese Kinder sind die Ingenieure UND Rentenzahler von morgen! Aber nur, wenn sie “abliefern” (gute Schullaufband und später Berufstätigkeit), was sie nicht können, wenn ihre Grundbedürfnisse nicht gestillt werden.

Finanzierung

  • Bund und Länder zahlen die Zuschüsse der SAK anstatt ALG oder Hartz IV aus selbigen Kassen. ALG I und II – Empfänger sind ja auch sozialversichert. D.h. die Mehrkosten für Bund/Länder für SAK wären gering. Langfristig erheblich geringer.
  • Wie Angestellte und Mitglieder der Künstlersozialkasse bezahlen SAK-Versicherte prozentual am Einkommen gemessene Beiträge mit dem selben Höchstbetrag. Neugründer und Teilzeitselbständige zahlen niedrigere Beiträge.
  • Spenden durch Stiftungen, etc.

Mitglieds-Voraussetzungen könnten sein:

Alleinerziehend mit mindestens einem minderjährigen Kind bei Gesetzeinführung (Übergangsfrist?) oder Gründung (wie freiwillige AL-Versicherung);  der Status erlischt, wenn alle Kinder Schulbildung und den ersten Berufsweg (Ausbildung o. Studium) abgelegt haben, spätestens jedoch im Alter von 24J.

Bei Kleinunternehmern: Nicht mehr als 2 Teilzeitmitarbeiter und max. 20% mehr Netto-Einkommen als eine vergleichbare angestellte Führungskraft in selben Beruf (entsprechend Alter und Region). Es wird das höhere Gehalt von Männern angesetzt.

Die wichtigste begleitenden Maßnahmen:

  • Gesetzesänderungen im SGB z.B. im 5. Buch gesetztl. Krankenversicherung. Hier insbesondere eine Neu-Definition von “nebenberuflicher Selbständigkeit” – diese hängt jetzt von einer “hauptberuflichen Angestelltentätigkeit” ab. Dieser könnte eine “hauptberufliche Elterntätigkeit” gleichgesetzt werden. –> sinngemäß wird mit dem GKV-Versichertenentlastungsgesetz (GKV-VEG) auf die bürokratische Unterscheidung zwischen haupt- und nebenberuflicher Selbstständigkeit ab 2019 verzichten.
  • Ausbau der Bürgschafts-Übernahme durch Bund und Länder ggü Banken und Kreditinstituten (ganz wichtig!) für Neugründer
  • Aufbau von Netzwerk-Zentren (kurz: NWZ) speziell für berufstätige Alleinerziehende und ihre Kinder zwecks Betreuung und Organisation des Alltags.
  • etc.

Gerade arbeitet Braun-Speck erneut an einem Artikel über Selbständige, deren sozialen Risiken und Vereinbarkeit mit der Familie. Dazu läuft eine Umfrage auf: tiefenschaerfe.de

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Das BDSG fordert von deutschen Klein- und Mittelständlern das Gleiche wie von Staaten. Europaweit gilt ab 25. Mai 2018 die Datenschutz-Grundverordnung  (DSGVO als pdf laden) sowie in Deutschland das neue Bundesdatenschutzgesetz (BDSG -> Link). Beide sind für öffentliche Stellen entwickelt worden, gelten aber auch für Unternehmen, Vereine, etc. Während die DSGVO Erleichterungen für Kleinstbetriebe sowie Klein- und Mittelständler vorsieht, ignoriert das BDSG diese. 


Teil 1: persönliche Story

Viele Unternehmer sind sehr besorgt, wissen nicht, wie sie die Vorgaben umsetzen sollen, und sehen schon die Abmahnungen ins Haus flattern. Das ULD (das unabhängige Datenschutzzentrum in Schleswig-Holstein) handelt derzeit danach, dass eine 1-Personen-GmbH das Datenschutzgesetz bzw. die -verordnung durchaus vollumfänglich zu erfüllen hat – genauso wie ein Staat und die öffentlichen Behörden.

WebDesign by tiefenschaerfe.de

Susanne Braun-Speck aus Reinfeld, mit ihrer Agentur „tiefenschaerfe.de“ tätig als Web-Designerin und Marketing-Beraterin hat zum Beispiel eine 1-Personen-GmbH und muss sich seit Monaten mit dem ULD auseinandersetzen. Dies wegen ihres zweiten Geschäftsinhalt, der IT-Personalvermittlung und weil ein ebenfalls selbstständiger Berater beim ULD Beschwerde eingelegt hat.

„B-to-B gilt nicht? Dieser Berater ist genauso selbständiger Untenehmer wie ich, sprich: Er ist in diesem Zusammenhang keine Privatperson und stand seit vielen Jahren mit mir im geschäftlichen Kontakt. Ich verstehe nicht, wieso er hier nicht als Selbständiger behandelt wird! Anfangs forderte er die Löschung seiner Daten und infolge davon, die Vorlage eines Löschkonzeptes.”

Das Löschkonzept (Teil eines „Öffentliches Verfahrensverzeichnisses“) genügte dem ULD nicht! Dabei entspricht dieses Löschkonzept dem des OTTO-Versands (Link) und dem von XING (Link).

Ich als kleine Einzelunternehmerin habe zwar so ein „Papier“ wie die Großen – trotzdem reicht es nicht? Unfassbar!“ Seit Monaten wird Braun-Speck immer wieder vom ULD aufgefordert, irgendwas aufzuzeigen oder vorzulegen (das Löschkonzept an sich, Informationen darüber welche und wie Daten erhoben werden; Nachweise der Einwilligung durch den Berater, etc).

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Es hat sie bisher rund 40 Stunden unbezahlte Zeit gekostet – ihr der Einzelunternehmerin UND alleinerziehenden Mutter, die es schon schwer genug hat, überhaupt über die Runden zu kommen. Andererseits hat das ULD nunmehr seit vielen Wochen, die Fragen von Braun-Speck nicht beantwortet. Die seit mehr als 20 Jahren selbständige Unternehmerin informierte sich entsprechend über die Neuerungen durch die DSGVO im Internet – daraus entstand dieser Artikel. Sie sieht keine Chance, dieser Verordnung aufgrund der fehlenden Erleichterungen für KMU im BDSG nachzukommen.

Muss die Unternehmerin einen Teilbereich ihrer Selbständigkeit wegen der Datenschutzvorgaben aufgeben?

Die, mit der Personalvermittlung, die unter jobhopper geführt? Einerseits wird der oben genannte Berater vom ULD so behandelt, als wäre er kein Unternehmer, sondern eine Privatperson (sprich: er ist in diesem Fall kein “Verbraucher”). Das ULD meint aber, seine Daten als selbständiger Berater wären Personendaten und nicht die eines Unternehmers. Dabei hat Braun-Speck seit Jahr und Tag ausschließlich Verträge im Business-to-Business-Umfeld (B2B). Sie bietet Privatpersonen überhaupt gar keine Dienstleistungen an!

Während der oben genannte Berater wie ein unmündiges Kind behandelt wird, dessen Daten geschützt werden müssen, wird Braun-Speck mit ihrer 1-Personen-GmbH einem Staat gleichgestellt. “Ich weiß nicht, wie ich DAS schaffen soll. Es ist unmöglich, all den Arbeitsaufwand und die Kosten zu erbringen. Denn Fakt ist:

“Die Anzahl der Formalien in Schriftform und die Prozesse sind unabhängig von der Anzahl der Datensätze – ob nun eine automatische Löschung zum Zeitpunkt x von Daten in einem EDV-gestützten System mit 1.000 Adressen oder 2 Millionen Adressen geschehen soll, ist völlig egal!”

Die IT-technischen Lösungen und die Rechtsberatung sind gleichermaßen aufwendig – und teuer.

Eine Excel-Tabelle, die vermutlich in den kleinsten Firmen für Adressen verwendet wird, gibt so eine Funktionalität beispielsweise überhaupt nicht her. Auch die meisten CRM-Systeme dürften so eine zeitgesteuerte Lösch-Funktion nicht haben. Deshalb hat Braun-Speck jetzt ihre alte Anwendung komplett sperren müssen. Als Alternative kommt nur eine automatisierte Online-Lösung infrage – denn hierfür gibt es bezahlbare Plugins zu kaufen. Nunmehr kommt sie nicht mehr an ihre alten Personendaten selbständiger IT-Fachkräfte – was einen enormen Schaden verursachen wird, da sie ihre zweite Dienstleistung, die Vermittlung von selbständigen IT-Fachkräften kaum noch nachkommen kann.

Zudem wird der Prozess der Datenerfassung auf der neuen Online-Lösung mit inkludierten Personal-Recruiting-Tools umständlich. Ein Double-Opt-in Verfahren ist bei Registrierung notwendig (wie auf Online-Shops), zum anderen kann die zeitgesteuerte, automatisierte Datenlöschung nur durch ein weiteres Plugin (mit zusätzlichem Arbeitsaufwand für Administrator und Nutzer) ermöglicht werden. Für Nutzer z.B. einer Jobbörse, Hotel- oder Flugbuchungs-Plattform, sowie Kunden von Online-Shops, etc ein umständlicher Prozess, der nervt. Benutzer-Freundlichkeit findet dabei keine Beachtung …

Wieviele deutsche Klein- und Mittelständler werden Pleite gehen, bis höchstrichterliche Entscheidungen dafür sorgen, dass auch in Deutschland die DSGVO-Erleichterungen für KMU gelten?“ fragt sich die Betroffene.

Denn die Fakten-Recherche und ihre eigenen Erlebnisse zeigten ihr auf, dass das Bundesdatenschutzgesetz die EU-Datenschutz-Verordnung (DSGVO) nicht richtig umsetzt.

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Teil 2: Fakten-Check

Eigentlich wurde die EU-Datenschutz-Verordnung (DSGVO) für die Nutzung von Personendaten durch öffentliche Träger, sprich Behörden und Staaten (und mit ihnen verbundene Firmen) untereinander entwickelt. Aus der Praxis: Beim Arbeitsamt werden zum Beispiel die Daten der ehemaligen Kunden nach 3 Jahren komplett gelöscht. Es ist dann so, als wenn der ehemals Arbeitslose oder -suchende niemals ALG erhalten hätte.

Was geht das die 3,64 Millionen (Quelle) kleine und mittlere Unternehmen an?

Die DSGVO gilt erst einmal für ALLE, die Personendaten (also die Daten von Privatpersonen) vor allem digital verarbeiten – nicht nur für öffentliche Träger. Personenbezogene Daten verarbeitet natürlich jeder Betrieb, jeder Händler, jeder Verein, etc, der zum Beispiel Mitglieder verwaltet, etwas Online verkauft oder Angebote und Rechnungen schreibt.

Denn: Ohne persönliche Kunden-Daten geht das nicht.

Bezogen auf die geplanten Digitalisierungs-Vorhaben eigentlich aller Unternehmens-, Behörden- und Gesellschaftsbereiche ist schon erstaunlich, wie weit die Datenschutzvorgaben die Digitalisierung erschwert. Zurück zum Papier kann für kleine Unternehmer eigentlich nur die passende und bezahlbare Lösung sein …“, meint Braun-Speck.

Aber: Geschrieben steht in der DSGVO, dass es für KMU Erleichterungen gibt.

“… Um der besonderen Situation der Kleinstunternehmen sowie der kleinen und mittleren Unternehmen Rechnung zu tragen, … , die weniger als 250 Mitarbeiter beschäftigen. Außerdem werden die Organe und Einrichtungen der Union sowie die Mitgliedstaaten und deren Aufsichtsbehörden dazu angehalten, bei der Anwendung dieser Verordnung die besonderen Bedürfnisse von Kleinstunternehmen sowie von kleinen und mittleren Unternehmen zu berücksichtigen. …” (Quelle: Anlage, pdf u.a. Seite 40).

Als Einzelunternehmer auch in Form einer GmbH, ist man Kleinstunternehmer (weniger als 10 Mitarbeiter und weniger als 2 Mio. Umsatz, siehe pdf der KfW). KMU kennen solche Erleichterungen aus dem Steuer- sowie Arbeitsrecht.

D.h. eigentlich müssten die Datenschutz-Verordnung bzw. das -Gesetz eben doch nicht vollumfänglich auf kleine Betriebe, Vereine, etc anwendbar sein.

Aber diese Erleichterungen sind NICHT im neuen Bundes-Datenschutzgesetz (BDSG) zu finden!

In der deutschen Ausgabe steht in Absatz 1, Ziffer § 1 BDSG (neu) geschrieben, dass das Gesetz für ALLE datenverarbeitenden Stellen gilt, außer wenn es sich um persönliche oder familäre Tätigkeiten handelt. Eine Suche nach den Stichworten “Erleichterung(en)” und “Kleinstbetriebe” liefern 0 Ergebnisse.

Also gilt das BDSG abweichend von der DSGVO für JEDEN Selbständigen und jeder gemeinnützigen Institution, egal ob das eine freiberufliche Hebamme, ein Verein der Kinder fördert oder ein börsennotierter Konzern ist?

„Ist das Gerechtigkeit? Oder einfach nur eine KMU- und NGO*-Vernichtungsmaschinerie?“, fragt sich Braun-Speck.

(*NGO = Non-Profit-Organisation)

Allein wenn man die Check-Liste für Unternehmen vom ULD liest, bekommt Braun-Speck als Kleinstunternehmerin und Vorstand eines Vereins richtig Angst.

„Das ist nicht zu leisten! Die bestehenden technischen Lösungen erfüllen die Kriterien in der Regel nicht – oder enthält Ihre CRM-Software (Kunden- oder Mitglieder-Verwaltung) automatisierte Prozesse, um Daten zum Zeitpunkt X automatisch zu prüfen und zu löschen? Wer soll all die Unterlagen erstellen oder wie bezahlen?“, fragt sie.

Da die DSGVO Erleichterungen für KMU vorsieht, ist sie besser als das BDSG. Dabei hat EU-Recht Vorrang vor Bundesrecht – siehe hier, Auszug:

… Laut dem Grundsatz des Vorrangs hat das EU-Recht ein höheres Gewicht als das Recht der Mitgliedstaaten. Der Grundsatz des Vorrangs gilt für alle EU-Rechtsakte mit verbindlicher Wirkung. Die Mitgliedstaaten dürfen also keine nationale Rechtsvorschrift anwenden, die im Widerspruch zum EU-Recht steht. …”

Ein letzter Hoffnungsschimmer also für Klein- & Mittelstand sowie Non-Profit-Organisationen?!


Ein kleiner Tipp von tiefenschaerfe.de: Die Umstellung von Websites auf https/SSL aus Datenschutzgründen ist oft ein Muss. In der DSGVO heißt es sinngemäß, dass zumutbare Datenschutz-Vorkehrungen von jedermann zu leisten sind. Der Schutz von Daten für Websites mit Kontakt- und anderen Formularen (z.B. Bewerbungs-Formularen) sowie mit Verkaufsfunktionen (Shops, etc) erfolgt u.a. durch die Umstellung auf https/SSL und ist mit einer Stunde Arbeit entsprechend leistbar.

Hier ist eine Anleitung dafür: -> https://tiefenschaerfe.de/https-ssl-umstellung/


Quellen-Angaben:

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Unser spontaner Harz-Urlaub im Juli 2017 hat uns gut getan! Er wurde zu einem Aktiv-Urlaub mit Wanderungen auf verschlungenen Wegen auf Bergen und Seilbahnfahrten in Tälern; mit Besuch des Hexentanzplatzes in Thale, dem Wurmberg in Braunlage und z.B. des Oderteichs. Wunderschön und sportlich aktiv. Nur die Kosten waren überraschend hoch …

Unterkunfts-Bewertung:

Hapimag-Ferienresort-Braunlage

HAPIMAG Braunlage

Wir können Hapimag nur 2 Sterne geben: 1 für die Lage und 1 für die Sauberkeit. Alles andere Gute hat Hapimag nicht zu vertreten, sondern der Harz an sich.

Kosten (-):

Die “Überraschung” kam beim Ausschecken … Wir haben über eine Freundin Hapimag gebucht und waren nicht mit der Zusammensetzung der Nebenkosten vertraut. Anfangs stand ein Preis für “gesamte lokale Kosten” von 272 € geschrieben, daraus wurden nach der telefonischen Reservierung (wg Kurzfristigkeit online nicht mehr möglich) 292 €.

Ich dachte, wegen unserem Hund wären 20 € hinzugekommen. Weder am Telefon noch bei der Ankunft wurden wir über zusätzliche Kosten aufgeklärt – es fiel kein einziges Wort dazu. Wir wurden auch nicht gefragt, ob wir die Garage nutzen wollen. Anders wäre Parken auch nicht möglich gewesen. Was wir als Neuankömmlinge natürlich nicht wussten.

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Entsprechend waren wir mehr als überrascht, dass wir 8 Tage später statt 292 € ein Drittel mehr sprich 441 € zu zahlen hatten! Es kamen unerwartet 59 € für den Hund, 56 € für die Parkgarage, Kurtaxe und Kleinkram hinzu. Rund 150,- EUR mehr, als zu vermuten war.

Die Antwort an der Rezeption, was “Lokale Kosten” enthalten, war: “Wäschewechsel und Reinigung” – 292 € dafür? Noch besser war die Aussage: “Hätten Sie unsere AGB gelesen, hätten Sie von den NK gewusst!” Wer liesst schon AGB´s? Theoretisch muss man das als Kunde ja in jedem Einzelhandelsladen – was wohl kaum einer macht.

Betten:

Unfassbar hart! Die Betten sind so extrem fest, dass ich in der 1. Nacht richtige Rücken- und Schulterschmerzen hatte und deshalb stundenlang wach lag. Die Kopfkissen sind dagegen so weich, dass die Halswirbel nicht gestützt werden. Ein Topper war nicht mehr verfügbar und wir fuhren am 1. Urlaubstag in den nächsten Ort und kauften dort Topper und ordentliche Kopfkissen. Zum Glück im Angebot, aber mit weiteren 100 € Zusatzkosten.

Handtücher (-):

Wir hatten 3 Handtücher pro Person (nur 1 Großes) für 8 Übernachtungen. 1 Handtuch fürs Händeabtrocken, bleiben 2 für 8 bzw. 9 x Duschen – wie eklig ist das denn!!! Auf meine Nachfrage hin bekamen wir “großzügiger” Weise 1 Handtuchset (3 Handtücher mehr für 2 Personen) umsonst dazu (lokale Kosten???). Alle weiteren müssten wir dann bezahlen, sagte die Dame an der Rezeption. Zum Glück hatte ich einige wenige Handtücher eingepackt.

Mitarbeiter (-):

Freundlich und ansprechend sind die NICHT. Auch nicht unfreundlich, eher neutral, emotionslos irgendwie. Wo z.B. in Robinson-Clubs die Mitarbeiter stehts fröhlich und gutgelaunt sind, begegnen uns hier Mitarbeiter, die kein einziges Lächeln auf dem Gesicht hatten. Keins. Urlaubsstimmung kommt da nicht auf …

Lage (+):

Hapimag Braunlage liegt im Zentrum des Ortes, auf der Rückseite im Grünen, direkt am Fluss. Bis auf das (angenehme) Rauschen des Baches ist es wirklich ruhig. Einkaufen ist zufuss möglich. Als Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung liegt die Anlage natürlich gut. In Braunlage war das Wetter – in unserer Urlaubswoche – verregnet und deutlich kühler, als in den 20-30 km entfernteren Orten. Wir waren entsprechend die meiste Zeit ganz woanders.

WLAN (-):

Ging nur teilweise.

Wohnräume + Sauberkeit (+):

Fußboden und Ausstattung sind noch aus echtem Holz und durchaus in die Jahre gekommen, d.h. eher altmodisch. Türen und Schränke zeigen Abnutzungsspuren. Aber es war tatsächlich sehr sauber!

Wellness-Anlage (0):

Die haben wir nicht genutzt, da wir im Sommer natürlich eher in der Natur unterwegs sind.

Wie oben gesagt: Wir können Hapimag Braunlage nur 2 Sterne geben: 1 für die Lage und 1 für die Sauberkeit. Alles andere Gute hat Hapimag nicht zu vertreten, sondern der Harz an sich.

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Aktuell gibt es bundesweit ein Styropor-Entsorgungs-Drama. Baustellen stehen still. Dachdecker und Fassaden-Sanierer sitzen auf Styropor-Abfall-Bergen; Angst vor Auftragsverlust und Stellenabbau geht um. Und was ist mit den Umweltzielen??? Wenn alte Dämmstoffe von Dach und Fassaden garnicht oder nur zu immensen Kosten entsorgt werden können, werden energetische Sanierungen kaum noch durchgeführt werden können. Umweltpolitische Ziele ersticken dann wortwörtlich in Müll!

Seit Jahren wird EUweit darüber diskutiert, was Sonderabfall sein soll und was nicht. Seit mindestens 2013 dürften der Handwerks- sowie der Abfall-Entsorgungs-Branche bekannt sein, dass EPS (Styropor) mit dem Flammschutzmittel HBCD zukünftig als Sondermüll gelten soll. In Deutschland ab 1.10.2016. Eine Entsorgung dessen ist aktuell fast unmöglich. Am 15. Dezember tagt der Bundestag u.a. dazu.
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Kein Dachdecker dachte VORHER an die Entsorgungs-Problematik

Von all dem ahnte ich als Privatperson und Kunde nichts! Keiner der 7 Dachdecker-Betriebe, die mir im 1. Halbjahr 2016 Angebote zur energetischen Dachsanierung vorgelegt haben, erwähnte das EPS-Entsorgungsproblem. Keiner. Jeder bot Bauschutt-Container an; dachte dabei an die Extrakosten für Bitumen-Abfall; aber an Styropor-Entsorgungs-Kosten? Die waren kein Thema.

Ende September stand gerade das Gerüst, die Aufbauer waren noch nicht vom Hof gefahren, da rief mein Dachdecker mich an. “Wir haben ein UNERWARTETES Problem. Wir werden die alte Dämmung nicht los. Wegen einer Gesetzesänderung wird EPS von KEINEM Entsorger mehr angekommen. Wir müssen unseren Termin verschieben! Das hat uns der Dachdeckerverband empfohlen.”

“Bitte was? Den dringend notwendigen Dachsanierungstermin verschieben? Wegen Abfall? Das geht nicht!” Ich antworte ihm, dass es eine Lösung geben muss, da ja EUweit unzählige Betriebe und ihre Kunden betroffen sind. Und vor allem: Mein Dach hat Leckagen! Es muss vor Wintereinbruch saniert werden. Die KfW-Fördermittel dafür sind bewilligt und kosten mich bald Geld.

Styropor darf nicht mehr in den Bauschutt-Container

Styropor darf nicht mehr in den Bauschutt-Container

Der Dachdecker musste loslegen. Bei mir liegen seitdem Styropor-Abfälle auf dem Parkplatz – und werden bis zur politischen Lösung dort bleiben. Die sind jetzt natürlich säuberlich in Säcken verpackt.

Einige wenige Entsorger machen jetzt den Reibach.

Aktuell nimmt nur 1 Entsorger in Schlewig-Holstein die EPS-Dämmstoffe an. Dieser nimmt 180 EUR / pro Kubikmeter. Wären bei mir rund 2.000 EUR!!!! Zweitausend! Für etwas, was bisher Hausmüll war. Auf meinem Dach war nur eine 6cm dicke Dämmung – Aber wie soll es Hauseigentümern gehen, die vor Jahren schon mal die Fassade 20 cm dick dämmten und diese bald erneut sanieren müssen? Wieviele Altbauten gibt es in Deutschland davon?

Bestehende und geplante Förderprogramme werden in Müll ersticken!

Was soll das neu geplante Programm “Effizienzhaus Nature+”? Was nutzen die bestehenden KfW-Förderprogramme? Deren Sinn und Zweck ist das Fördern von energetischen Sanierungen von Wohngebäuden. Dies mit den Zielen, Umweltressourcen zu schonen und den Energieverbrauch zu senken. Doch niedrige Kfw-Zinsen und einmalige Zuschüsse nutzen dem Verbraucher nichts, wenn er hohe zusätzliche Entsorgungskosten für alte Dämmungen zahlen soll.

Im Zweifel werden Hauseigentümer schlichtweg KEINE energetische Sanierung vornehmen.

Fehlt der Politik der Weitblick? 

Einige Bundesländer nahmen bereits die betreffende Verordnung zurück oder erteilten Sondergenehmigungen. Doch vor allem in nördlichen Bundesländern stehen ganze Branchen fast still und Lösungen werden nicht angeboten. Werden die Zusammenhänge nicht erkannt?

Tipp: Ein HBCD-Test vorweg?

Bevor teuer entsorgt wird, kann eine Röntgenfluoreszenzanalyse zwecks Testung von EPS / Styropor auf bromhaltiges HBCD durchgeführt werden. Das kostet beim Fraunhofer Institut wohl um die 500 EUR bei Firma Fischer aber nur 95,- EUR für 2 Materialproben in Postkartengrößen; Dauer: nach Posteingang 48 Std. Das Zertifikat wird von den Entsorgern anerkannt.

Aktuelle Pressemeldungen dazu bei Google News.





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Der Wind peitscht den Regen gegen mein Schlafzimmerfenster. Die Abdeckfolie knistert und verändert sich in meinem Traum zu Rutschgeräuschen von Schnee. Es pfeift und knistert, ein Knall folgt und ich sehe roten Schlamm herabfließen. Wie Schneelawinen am Berghang rutscht meine teure schlammartige Farbe von meiner Hauswand, reißt Steinchen aus dem Waschbeton und bleibt als Schutthaufen vor der Fassade liegen. Rot wie Blut. Alles kaputt! Ich schrecke auf, ziehe mich an und renne nach Draußen …

Alles ist gut! Gerade zieht die Morgenröte den Himmel herauf und taucht meine frisch gestrichene Fassade in sanftes Licht. Das tiefe Ziegelrot schimmert zart wie Seide, leicht feucht vom Morgentau. Genauso soll es sein. Alles ist gut. Es war ein Albtraum. Nur ein Albtraum! Entstanden aus berechtigten Sorgen (Regen unmittelbar nach dem Farbanstrich) und falschen Ratschlägen von den sogenannten Profis.

Inhaltsverzeichnis:

Silikat hält! Oben Ziegelrot, unten wird Sandsteinweiß folgen.

Abenteuer Bau? Oh ja.

Seitdem ich im Sommer 2015 dieses unansehnliche Waschbetonhaus gekauft habe, erlebte ich wahre Abenteuer am Bau. Viele. Aber heute erzähle ich nur vom jüngsten Projekt: der Fassadenmalerei. Mein Haus war so unglaublich hässlich als ich es kaufte, dass selbst meine blühende Fantasie die eine oder andere gedankliche Hürde überwinden musste. Wenn man so ein altes Ding erwirbt, braucht man wohl Mut, einen hohen Energiepegel, handwerkliches Geschick, Organisationstalent, Geld und Fantasie.

“Fantasie ist wichtiger als Wissen” – Albert Einsteins Zitat kann ich uneingeschränkt zustimmen. Es trifft auch bei Haussanierungen zu. Wie eine meiner Schwestern Weihnachten meinte: „Das hätte ich mir nicht vorstellen können, dass das mal so schön aussehen wird! Dazu hätte mir die Fantasie gefehlt.“ Fantasie. Es war die Vorstellungskraft und Kreativität meines Hirns, dass tatsächlich den hässlichen, innen komplett mit Holz vertäfelten, durch und durch braunen und dreckigen Waschbetonbau sah, daraus aber im Hinterstübchen ein modernes Gartenhofhäuschen im Bauhausstill machte. Ich kaufte günstig und investierte. Neben Geld vor allem Arbeit – und Hirn.

Fassadendämmung, verputzen oder streichen? Was geht?

Was sagt das Bauamt? Alles klar. Unser Bauamt antwortete 2015 schon, ich könne farblich machen, was ich will. Vielleicht komme ich noch mal auf diesbezügliche Nörgler und Neider zurück (die sich beim Bauamt beschweren wollten… etc) oder auf Bewunderer aus der Nachbarschaft. Aber da wir mit den Arbeiten längst nicht fertig sind, passiert dahingehend vielleicht noch etwas besonders Erzählenswertes. Im Moment bin ich einfach froh, dass meine frisch gestrichene Hauswand in der Morgenröte leuchtet – und hält.
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Das irgendeine Farbe auf Dauer auf einer Waschbetonwand haften bleibt, bezweifelten Viele. Maler, Nachbarn und Bekannte. Kurz mal mit einer anderen falschen Annahme aufgeräumt: Waschbeton ist zwar hässlich, aber atmungsaktiv und dampfdurchlässig. Im Gegensatz zu Neubauten, die energieoptimiert Luftdicht gebaut werden. Schlussendlich sind in Beton ziemlich viel Sand und Steine – Kiesel. Mineralien! Was soll daran schlecht sein? Und giftige Nebenstoffe, die da mal reingemischt worden sind, dürften nach 40 Jahren längst herausgeschwemmt sein. Immerhin hat die Fassade all die Jahre Regenwasser aufgenommen und wieder abgegeben. OHNE das irgendetwas schimmelte. Das ist auch etwas Gutes an Beton: Da schimmelt nichts. Heißt für mich: Der hässliche Waschbeton ist gar nicht so negativ zu bewerten, wie erst gedacht. Trotzdem bekommt jeder Maler erst einmal eine Krise, wenn er ihn sieht.

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Wir schaffen das: Supermalerin links; Mann-für-Alles i.d. Mitte, Bauleiterin rechts

In Materialkunde sind viele „Fachleute“ echt schlecht.

Das streichen? Da blättert Ihnen die Farbe schon nach wenigen Jahren wieder ab. Wenn Sie wollen, mache ich Ihnen das, aber sie müssen auf Gewährleistung verzichten!“ Muss ich das? Nein. „Vielen Dank für das Angebot, ich werde eine andere Lösung finden!“

Das beste ist, Sie dämmen das Haus nach KfW. Dann sind Sie auf der sicheren Seite, bekommen dafür Fördermittel und sparen in Zukunft eine Menge Heizkosten!“ Das ist teuer. Massiv teuer. Und zerstört die Atmungsaktivität meines Hauses! Niemals. Das will ich nicht. Seit 1.10.16 gibt es dann noch dieses Entsorgungsproblem von EPS/ Styropor …

Ich kann Ihnen nur raten, das Haus komplett zu verputzen und danach zu streichen. Die ganzen Tiefen und Höhen des Waschbetons sind danach weg. Dann haben Sie eine glatte Putzfassade.“ DAS klingt gut. Dafür gibt es gesunde Materialien, die wir auch schon Innen genutzt haben. Ich bekomme zwei Angebote; Preise zwischen 17 und 18tsd Euro. DAS ist zu teuer! Ich MUSS ja schon die Dächer unerwarteter Weise neu decken und dämmen und neu finanzieren. Fast 20tsd Euro für eine schöne Fassade sind da nicht drin.

Heul. Und jetzt? Gibt es Farbe, die auf Waschbeton hält? Ich google das. Als erstes finde ich einen Betonacrylfarbenhersteller. Das ist ein Chemieunternehmen. Was die produzieren hält auf Allem – und ist: Ungesund und komplett Luftdicht. Zufällig wohnt ein Regionalbetreuer in der Nähe und kommt vorbei. Trotz nettem Gespräch und vieler Argumente überzeugen mich deren Produkte nicht.

Ich will keine Chemie auf meiner atmungsaktiven Wand.

Entsprechend recherchiere ich weiter und finde die Firma KEIM aus Süddeutschland. Denen werde ich auf ewig dankbar sein für ihre Suchmaschinenoptimierung und perfekte Verschlagwortung ihrer Texte. Hier fand ich, was ich suchte! Gesunde Fassadenfarbe, die sogar sehr gut für Beton geeignet ist.

Silikatfarbe. Es gibt „reine Silikatfarbe“, die natürlich extrem teuer ist und heutzutage eigentlich nur bei KEIM und im Ökobau zu finden ist. Zum Beispiel bei KREIDEZEIT. Bei letzterem muss man selbst Farbpulver mit Wasserglas vermischen, was nie nicht auf einer großen Farbmenge einen einheitlichen Ton ergeben würde. Ich will einen Rotton. Das „Selbstmisch-Risiko“ gehe ich definitiv nicht ein.

Entsprechend durchforste ich die Website von KEIM im Detail und lasse mich begeistern! Sol-Silikatfarbe und Silikat-Dispersionsfarbe (nach DIN-Norm darf da nur 5% Dispersion drin sein) sind perfekt für Beton, ja sogar Waschbeton geeignet. Und warum? Ganz einfach.

Eine Verbindung auf Ewig – die Funktionsweise von Silikat

Die Steinchen in dem Waschbeton meines Hauses sind Kieselsteine. Kieselsteine sind Mineralsteine (Quarzgestein). Natürliches Silikat ist ebenfalls ein Mineral (Die Erdkruste besteht zu über 90 Prozent, der Erdmantel fast vollständig aus Silicaten).

Durch die Zugabe von flüssigem (mineralischen) Quarz = Wasserglas (Kaliwasserglas oder Lithiumwasserglas (beides super, letzteres hält noch besser) „verschmelzen“ Silikatfarbe und Beton miteinander. Das Fachwort dafür ist „verkieseln“.

Durch diese Verkieselung verbinden sich die Materialien und gehen eine Beziehung auf Lebenszeit ein. Eine Trennung ist nicht möglich. Ein Abblättern auch nicht (wie es bei normaler Fassadenfarbe passiert). Lediglich leichtes „sanden“ kann bei Regen sein, was in leichter Form sogar gewollt ist, weil damit auch Dreck abgespült wird. Nach 15 oder 20 Jahren kann man dann mal nachstreichen und die Farbe auffrischen.

Warum hat mir KEIN einziger Maler solch eine Silikatfarbe vorgeschlagen?

Zum Einem aus Unwissenheit – es mangelt offensichtlich an Materialkunde. Zudem: Der Malvorgang an sich auf Waschbeton ist extrem anstrengend, weil die Tiefen zwischen den Kieseln geschlämmt (gefüllt) werden müssen. Schlussendlich ist Sol-Silikatfarbe teuer und wird in der Regel im Denkmalschutz verwendet.

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Die Website von KEIM ist wirklich informativ! Deren Farbe will ich haben und frage beim Hersteller nach einem Lieferanten. Tatsächlich gibt es eine herstellereigene Beraterin in meiner Gegend. Sie kommt, testet die Saugfähigkeit meiner Fassade und schreibt mir sogar einen Arbeitsplan. Als fachlich versierte Malerin ist sie eine perfekte Beraterin. Die Frau hat richtig Ahnung und sie beantwortet mir infolge noch viele Fragen.

Selbst ist die Frau.

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Evelyn: alleinerziehende Mutter und gelernte Malerin – eine kleine Powerfrau mit viel Kraft

Da kein einziger Malerbetrieb mir diese Art von Farbe angeboten hat, steht fest: Es wird kein Malerbetrieb beauftragt, ich streiche mit Leuten aus meinem Bekanntenkreis selbst. Einer der Putz-Anbieter kriegt den Auftrag für den Gerüstbau. Da fehlt nur noch ein Teil …

Bevor die Arbeiten am Haupthaus vorgestern anfingen, teste ich zwei Produkte:

  • Das günstige PERL-Silikat von der Firma IMPARAT aus Glinde bei Hamburg. In Lübeck gibt es einen Lagerverkauf. Damit ist jetzt mein Anbau gestrichen. Aber: Dunkle Farbtöne können die nicht. Und: Es ist Biozid drin und die Farbe stinkt entsprechend fürchterlich. Mir scheint, dieses Material sandend sehr stark und ist nicht gut genug kristallisiert. Ich traue der Qualität nicht und möchte für mein Haupthaus lieber das Profi-Silikat nehmen …
  • Entsprechend beschaffte ich mir über einen Maler-Freund im Großhandel einen 3 kg Sol-Silikat von KEIM. Wie er mir sagte, ist KEIM der Ferrari unter den Silikatfarben-Herstellern. Das ist er wirklich. Von der Qualität her, wie auch von den Preisen! Ich teste diese 3 kg weiße Farbe, die in einem halbleeren 5-Liter-Eimer ist und bin erschrocken: Die Farbe ist dick und schwer, sodass ich auf dem Waschbeton damit nur 6 qm streichen kann. Das ist 1/5 von der Verbrauchsangabe, die sich auf glatte Wände bezieht!

Unvergleichbarkeit der Silikat-Farbenhersteller-Preise

Außerdem ärgere ich mich sehr, weil alle Hersteller den Verbrauch in Litern angeben, KEIM aber in Gewicht. D.h. 5 l sind bei KEIM tatsächlich nur 3 kg. Andere verbrauchen 200 ml/qm. KEIM 200 g/qm – das ist großer Unterschied.  Damit sind die Hersteller-Preise NICHT vergleichbar!!!

Sol-Silikat Eimergröße
in Liter oder Kilo
Einheit Inhalt
in Litern
Verbrauch
pro qm (1maliger Anstrich)
Einheit QM pro Eimer Farbe Preis pro Eimer Preis pro QM tatsächlicher Preis pro Liter
(NICHT kg)
Preisangabe im Shop
Soldalit (KEIM) 25 kg 15 0,22 kg 68 285,00 € 4,18 € 19,00 € 11,40 € / KG
Kieselit Fusion (Alligator) 12,5 Ltr 12,5 0,17 Ltr 74 199,56 € 2,71 € 15,96 € 15,96 € / Ltr
Perl-Silikat (Imparat) 12,5 Ltr 12,5 0,15 Ltr 83 186,00 € 2,23 € 14,88 € in Ltr
SIGMA Sol Silikat 12,5 Ltr 12,5 0,2 Ltr 63 103,00 € 1,65 € 8,24 € in Ltr
Ergebnis: Soldalit ist im Vergleich mit den anderen Produkten je gestrichenen QM deutlich teurer
(Soldalit = 4,18 €/qm im Vergleich mit Kieselit Fusion = 2,71 €/qm)

Bei allen Qualitätsansprüchen und trotz der tollen Tipps der KEIM-Beraterin: Mein Haus ist kein Luxus-Objekt und braucht bezahlbare Silikatfarbe. Entsprechend recherchiere ich wieder im Internet und finde vergleichbare und absolut nicht vergleichbare Produkte. Siehe dazu auch in die Tipps (unten).

In meine engere Wahl kommt die Sol-Silikatfarbe von SIGMA. Die ist so günstig wie Imparat, klingt wie die KEIM-Produkte, ist aber nicht erhältlich. Ein Großhändler hat die nicht im Sortiment, der andere (eine Unternehmenskette, also groß) hätte eine Bestellzeit von 10-14 Tagen. Testmaterial gibt es schon mal garnicht. Allround-Farbhersteller Caparol hat sehr teure Silikatfarbe. Die von Brillux klingt noch gut. Viele andere Produkte scheiden wegen Materialmangels oder irreführende (Werbe-) Aussagen aus.

Ich entscheide mich für den Farbhersteller ALLIGATOR aus NRW. KEIM ist der Ferrari und Erfinder der Sol-Silikatfarbe, aber ALLIGATOR ist ebenso auf solche Art Farbe spezialisiert und seit den 60er Jahren damit am Markt. Entsprechend haben die langjährige Erfahrung. Ich vertraue deren Prospekt. ALLIGATOR scheint die einzige Firma neben KEIM zu sein, die sich dem Thema „Silikat-Farben“ ebenso intensiv gewidmet hat. Die Erklärungen sind toll. Inhaltsstoffe auch. Der Preis ist mittelprächtig, aber für mich okay (5er-BMW, aber kein Ferrari).

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Toskana-Farben sollen es sein. Vor allem: Ziegel- bzw. Backsteinrot – wie rote Erde.

Einziger Mangel: Kein Händler in der Nähe (zw. Lübeck und Hamburg) hat aktuelle Farbfächer oder überhaupt einen Farbfächer. Aber: Ich rufe ja auch Hersteller direkt an. Jetzt auch. Der regionale Berater lässt mir einen Farbfächer zusenden. Tatsächlich kommen drei (3)!. Während des Postwegs, den ich Ungeduldige kaum abwarten konnte, fand ich einen Händler in Hamburg, der mit mir Backsteinrote-Farbe im alten Farbfächer, beinahe identisch mit der backsteinroten Farbe von KEIM fand. Braune Fensterrahmen und backsteinfarbene Stufen vor der Haustür schränken meine Farbwahl stark ein. „Toskana-Farben“ wünschte ich mir. „rote Erde“ = Backsteinrot gehört dazu. Braune Fassade wird also zu „Roter Erde“ und die grauweiße Unterhälfte meines Hauses wird zu „Sandsteinweiß“.

Würde ich keinen dunklen Farbton haben wollen, würde ich die Sol-Silikatfarbe von ALLIGATOR nehmen, da die keine Grundierung erfordert. Die gibt es aber nur in Pastellfarben. Wegen meines dunklen Rottons kommt nur die normale Silikat-Farbe infrage.

alligator-kieselitDie Verarbeitung der ALLIGTOR- Fassadenfarbe ist leichter, als die der KEIM-Farbe, da dünnflüssiger. Ein 2. Anstrich wird notwendig sein. Die Grundierung ist bei allen 3 getesteten Produkten nervig, weil das Wasserglas-Produkt flüssig wie Wasser ist und die Fassade runterläuft. Zudem „ätzt“ das Zeug (alkalisch) und darf nirgendwo raufkommen. Von Fensterglas ist es nicht zu entfernen. Kleidung bleicht es!

Letzte Produktinfo: Als Biozid, gegen Algen und Moose, habe ich das „Fungisol“ von SIGMA genommen, da es den am wenigsten giftigen Wirkstoff enthält (wird auch in Medikamenten und zur Wunddesinfektion verwendet) UND am schnellsten überstreichbar ist (6 Stunden, alle anderen 24 Stunden).

Praxis-Erfahrung, Wetter und Tipps

An meinem Haus kristallisiert nun edle „Denkmalschutz“-Farbe mit dem Waschbeton und wird niemals wieder abgehen.

Selbst mit Gewalt nicht. Siehe Video. Gott bin ich dankbar über die Qualität dieses Materials! Mein Albtraum wurde dadurch ausgelöst, dass es gestern, am Sonntag in den letzten Sekunden des Streichens einer Hauswand zu regnen anfing. Regen! Sofort nach dem Anstrich. Je nach Hersteller ist die Silikatfarbe nach circa 6 Stunden schlagregenfest. Überstreichbar in der Regel nach 12 Stunden.

Blöde Wetter-APPs! Zwei verschiedene Wetter-APPs haben für Sonntag keinen Regen angesagt. Ständig haben wir den Wetterbericht kontrolliert. Es sollte trocken bleiben. Und dann das: Farbe gerade drauf, in der Ferne ist Donner zu hören, Wolken ziehen auf und ein halbstündiger Schauer ergießt sich über unseren frischen Anstrich! Das ist noch nass! Gerade drauf!

Gerade gestrichen fällt Regen drauf - sie hält.

Gerade gestrichen fällt Regen drauf – doch: sie hält.

Besorgt und rauchend sitzen meine Supermalerin und ich im Anbau und beobachten, was passieren wird. Läuft die Farbe wieder runter? Haben wir gleich eine große rote Überschwemmung im Garten? Ich sehe schon Blut fließen … Aber tatsächlich tut sich nicht viel. Auf der Wetterseite wird die noch nicht getrocknete Farbe zwar feuchter und ein leicht rosa Wässerchen tröpfelte auf den Boden. Aber auf der windabgewandten Seite passiert – nichts. Weder saugt die Fassadenfarbe Wasser auf, noch läuft sie rosa runter. Alles ist gut.

Genau das glaube ich, bis in der Nacht starker, langanhaltender Regen fällt. Welchen Albtraum ich deshalb hatte, wisst ihr schon. Und wie es jetzt aussieht auch: gut!

Lobe den Tag nicht vor dem Abend … es kann noch viel passieren, bis wir fertig sind.

Aber: Was ich jetzt und heute sehe, gefällt mir und hat bis hierhin funktioniert. Gut zu wissen: Das Reinigen und Grundieren der Fassade ist zeitraubend, anstrengend und unbefriedigend, weil keine Erfolge zu sehen sind. Für Abklebe-Arbeiten braucht mach Geduld … Und ein zweiter Anstrich ist notwendig – NACH den Dachdeckerarbeiten. Heißt: Es gibt noch viel zu tun.
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Ich strecke mich. Mein Rücken schmerzt. Das Sitzen am Schreibtisch tut mit nicht gut. Text online stellen, Kind aus dem Bett locken und dann nichts wie raus an die Luft – mich bewegen. Vielleicht sollte ich Malerin werden?

Tipps für Fassadenfarben-Suchende:

Die verschiedenen Hersteller vergleichen gerne „Äpfel mit Birnen“. Silikatfarbe ist nicht gleich Silikatfarbe! Achten Sie auf folgendes:

  • Um so farbintensiver, um so teurer. Weiß kostet 1 bis 2/3 weniger, als ein dunkler, kräftiger Farbton.
  • Silikatfarbe ist hinterher MATT-Stumpf, mit dem Untergrund festverbunden und sandet leicht. Durch die Lichtbrechung in den Mineralien sind die Farben kräftig, beinahe leuchtend (wie Sonne auf Sandkörnern).
  • Vergleichen Sie richtig: KEIM gibt den Verbrauch in g/kg an, alle anderen Hersteller in ml/L (z.B. Fa. ALLIGATOR). Heißt: In KEIM-5-Liter-Einer sind nur 3 Liter drin! Zudem ist die KEIM-Farbe so dick, dass der Verbrauch sehr hoch ist.
  • Sol-Silikat und gute Silikat-Dispersion enthalten nicht mehr als 5% Dispersion (dann leidet die Dampfdurchlässigkeit)
  • „Sol-Mineralfarbe“ ist nur ein Werbewort und kein Sol-Silikat. Gleiches gilt für „Silikatfarbe“ und „Mineralfarbe“ – das ist nicht dasselbe. Achten Sie auf die Inhaltsstoffe im Detail!
  • Biozide gehören da nicht rein. Steht entsprechend drauf „mit Biozid-Schutz gegen Algen“ ist „Gift“ mit reingemischt. Ein „guter“ Maler streicht einen Algenschutz separat vor dem Farbanstrich auf die Fassade.
  • Wer keine dunklen, tiefen Farbtöne haben möchte (so wie ich mit dem Rot), sondern gerne leichte, helle Farben, kann Sol-Silikat von verschiedenen Herstellern nehmen.
  • Die beste Qualität: echte Sol-Silikatfarbe haftet auf ALLEN Untergründen und bedarf nicht unbedingt einer Grundierung (nur bei stark saugenden).

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Letztes Jahr habe ich gezielt nach einem “gesunden” Boden gesucht und war froh, die Produktserie “NEO Wood” von Firma Classen (Deutscher Hersteller) entdeckt zu haben. Leider kann ich jetzt nur negative Bewertungen geben. Ich bin massiv enttäuscht!

Der Boden quilt bei Sonneinstrahlung auf. Flecken wurden dunkler.

1. Flecken im Material

Nachdem wir letztes Jahr 2 Räume ausgelegt hatten, stellten wir Farbflecken im Material fest. Bereits – in der Raummitte – verlegte Dielen mit Flecken hatten wir nicht wieder herausgerissen, da wir einziehen mussten; auch die doppelte Verlegearbeit wäre unzumutbar gewesen.

Nur in den folgenden Räumen konnten wir aus den neuen Verpackungen vorab fleckige Dielen entsorgen. Die Lieferfirma hatten uns Ersatz geliefert.

Die Flecken auf den bereits verlegten Dielen sind mittlerweile massiv nachgedunkelt (von kaum wahrnehmbar in dunkelgelb/orange), sodass sie jedem ins Auge springen!

2. Verformung als Reaktion auf Wärme

Noch viel schlimmer ist die Reaktion auf Sonnenwärme! Im Wohnzimmer auf der Südseite, vor der Terrassentür, verformt sich seit Wochen an jedem Tag an dem die Sonne scheint, der Boden!

Die Dielen quellen auf mehreren Metern regelrecht auf!! Der Boden wölbt sich bei direkter Sonneneinstrahlung auf, vergleichbar mit einem aufblähtem Bauch.




Nachdem die Sonneneinstrahlung aufhört, vergeht auch wieder die Boden-Verformung. Mittlerweile sind aber Spuren zurückgeblieben, da das Material – wenn es sich nach oben aufbläht – die Fugen auseinanderdrückt. Sie ziehen sich nicht mehr ganz zusammen.

In der Nähe unseres Kamins haben sich Fugen auseinandergezogen – ich hatte eine Reaktion auf Wärme schon vermutet, sehe aber jetzt erst – im späten Frühjahr – den Beweis durch die Reaktion auf Sonne.

Reklamiert und Schadensersatz gefordert.

Nunmehr hatte ich endlich die Zeit, beim Lieferanten und Hersteller die Ware zu reklamieren und Schadensersatz zu fordern. Ob ich meine Rechtsschutzversicherung nutzen muss?

Die Erfahrungen von Anderen lassen es vermuten, u.a. diese hier: http://baublog4.myblog.de/