Das BDSG fordert von deutschen Klein- und Mittelständlern das Gleiche wie von Staaten. Europaweit gilt ab 25. Mai 2018 die Datenschutz-Grundverordnung  (DSGVO als pdf laden) sowie in Deutschland das neue Bundesdatenschutzgesetz (BDSG -> Link). Beide sind für öffentliche Stellen entwickelt worden, gelten aber auch für Unternehmen, Vereine, etc. Während die DSGVO Erleichterungen für Kleinstbetriebe sowie Klein- und Mittelständler vorsieht, ignoriert das BDSG diese. 


Teil 1: persönliche Story

Viele Unternehmer sind sehr besorgt, wissen nicht, wie sie die Vorgaben umsetzen sollen, und sehen schon die Abmahnungen ins Haus flattern. Das ULD (das unabhängige Datenschutzzentrum in Schleswig-Holstein) handelt derzeit danach, dass eine 1-Personen-GmbH das Datenschutzgesetz bzw. die -verordnung durchaus vollumfänglich zu erfüllen hat – genauso wie ein Staat und die öffentlichen Behörden.

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Susanne Braun-Speck aus Reinfeld, mit ihrer Agentur „tiefenschaerfe.de“ tätig als Web-Designerin und Marketing-Beraterin hat zum Beispiel eine 1-Personen-GmbH und muss sich seit Monaten mit dem ULD auseinandersetzen. Dies wegen ihres zweiten Geschäftsinhalt, der IT-Personalvermittlung und weil ein ebenfalls selbstständiger Berater beim ULD Beschwerde eingelegt hat.

„B-to-B gilt nicht? Dieser Berater ist genauso selbständiger Untenehmer wie ich, sprich: Er ist in diesem Zusammenhang keine Privatperson und stand seit vielen Jahren mit mir im geschäftlichen Kontakt. Ich verstehe nicht, wieso er hier nicht als Selbständiger behandelt wird! Anfangs forderte er die Löschung seiner Daten und infolge davon, die Vorlage eines Löschkonzeptes.”

Das Löschkonzept (Teil eines „Öffentliches Verfahrensverzeichnisses“) genügte dem ULD nicht! Dabei entspricht dieses Löschkonzept dem des OTTO-Versands (Link) und dem von XING (Link).

Ich als kleine Einzelunternehmerin habe zwar so ein „Papier“ wie die Großen – trotzdem reicht es nicht? Unfassbar!“ Seit Monaten wird Braun-Speck immer wieder vom ULD aufgefordert, irgendwas aufzuzeigen oder vorzulegen (das Löschkonzept an sich, Informationen darüber welche und wie Daten erhoben werden; Nachweise der Einwilligung durch den Berater, etc).

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Es hat sie bisher rund 40 Stunden unbezahlte Zeit gekostet – ihr der Einzelunternehmerin UND alleinerziehenden Mutter, die es schon schwer genug hat, überhaupt über die Runden zu kommen. Andererseits hat das ULD nunmehr seit vielen Wochen, die Fragen von Braun-Speck nicht beantwortet. Die seit mehr als 20 Jahren selbständige Unternehmerin informierte sich entsprechend über die Neuerungen durch die DSGVO im Internet – daraus entstand dieser Artikel. Sie sieht keine Chance, dieser Verordnung aufgrund der fehlenden Erleichterungen für KMU im BDSG nachzukommen.

Muss die Unternehmerin einen Teilbereich ihrer Selbständigkeit wegen der Datenschutzvorgaben aufgeben?

Die, mit der Personalvermittlung, die unter jobhopper geführt? Einerseits wird der oben genannte Berater vom ULD so behandelt, als wäre er kein Unternehmer, sondern eine Privatperson (sprich: er ist in diesem Fall kein “Verbraucher”). Das ULD meint aber, seine Daten als selbständiger Berater wären Personendaten und nicht die eines Unternehmers. Dabei hat Braun-Speck seit Jahr und Tag ausschließlich Verträge im Business-to-Business-Umfeld (B2B). Sie bietet Privatpersonen überhaupt gar keine Dienstleistungen an!

Während der oben genannte Berater wie ein unmündiges Kind behandelt wird, dessen Daten geschützt werden müssen, wird Braun-Speck mit ihrer 1-Personen-GmbH einem Staat gleichgestellt. “Ich weiß nicht, wie ich DAS schaffen soll. Es ist unmöglich, all den Arbeitsaufwand und die Kosten zu erbringen. Denn Fakt ist:

“Die Anzahl der Formalien in Schriftform und die Prozesse sind unabhängig von der Anzahl der Datensätze – ob nun eine automatische Löschung zum Zeitpunkt x von Daten in einem EDV-gestützten System mit 1.000 Adressen oder 2 Millionen Adressen geschehen soll, ist völlig egal!”

Die IT-technischen Lösungen und die Rechtsberatung sind gleichermaßen aufwendig – und teuer.

Eine Excel-Tabelle, die vermutlich in den kleinsten Firmen für Adressen verwendet wird, gibt so eine Funktionalität beispielsweise überhaupt nicht her. Auch die meisten CRM-Systeme dürften so eine zeitgesteuerte Lösch-Funktion nicht haben. Deshalb hat Braun-Speck jetzt ihre alte Anwendung komplett sperren müssen. Als Alternative kommt nur eine automatisierte Online-Lösung infrage – denn hierfür gibt es bezahlbare Plugins zu kaufen. Nunmehr kommt sie nicht mehr an ihre alten Personendaten selbständiger IT-Fachkräfte – was einen enormen Schaden verursachen wird, da sie ihre zweite Dienstleistung, die Vermittlung von selbständigen IT-Fachkräften kaum noch nachkommen kann.

Zudem wird der Prozess der Datenerfassung auf der neuen Online-Lösung mit inkludierten Personal-Recruiting-Tools umständlich. Ein Double-Opt-in Verfahren ist bei Registrierung notwendig (wie auf Online-Shops), zum anderen kann die zeitgesteuerte, automatisierte Datenlöschung nur durch ein weiteres Plugin (mit zusätzlichem Arbeitsaufwand für Administrator und Nutzer) ermöglicht werden. Für Nutzer z.B. einer Jobbörse, Hotel- oder Flugbuchungs-Plattform, sowie Kunden von Online-Shops, etc ein umständlicher Prozess, der nervt. Benutzer-Freundlichkeit findet dabei keine Beachtung …

Wieviele deutsche Klein- und Mittelständler werden Pleite gehen, bis höchstrichterliche Entscheidungen dafür sorgen, dass auch in Deutschland die DSGVO-Erleichterungen für KMU gelten?“ fragt sich die Betroffene.

Denn die Fakten-Recherche und ihre eigenen Erlebnisse zeigten ihr auf, dass das Bundesdatenschutzgesetz die EU-Datenschutz-Verordnung (DSGVO) nicht richtig umsetzt.

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Teil 2: Fakten-Check

Eigentlich wurde die EU-Datenschutz-Verordnung (DSGVO) für die Nutzung von Personendaten durch öffentliche Träger, sprich Behörden und Staaten (und mit ihnen verbundene Firmen) untereinander entwickelt. Aus der Praxis: Beim Arbeitsamt werden zum Beispiel die Daten der ehemaligen Kunden nach 3 Jahren komplett gelöscht. Es ist dann so, als wenn der ehemals Arbeitslose oder -suchende niemals ALG erhalten hätte.

Was geht das die 3,64 Millionen (Quelle) kleine und mittlere Unternehmen an?

Die DSGVO gilt erst einmal für ALLE, die Personendaten (also die Daten von Privatpersonen) vor allem digital verarbeiten – nicht nur für öffentliche Träger. Personenbezogene Daten verarbeitet natürlich jeder Betrieb, jeder Händler, jeder Verein, etc, der zum Beispiel Mitglieder verwaltet, etwas Online verkauft oder Angebote und Rechnungen schreibt.

Denn: Ohne persönliche Kunden-Daten geht das nicht.

Bezogen auf die geplanten Digitalisierungs-Vorhaben eigentlich aller Unternehmens-, Behörden- und Gesellschaftsbereiche ist schon erstaunlich, wie weit die Datenschutzvorgaben die Digitalisierung erschwert. Zurück zum Papier kann für kleine Unternehmer eigentlich nur die passende und bezahlbare Lösung sein …“, meint Braun-Speck.

Aber: Geschrieben steht in der DSGVO, dass es für KMU Erleichterungen gibt.

“… Um der besonderen Situation der Kleinstunternehmen sowie der kleinen und mittleren Unternehmen Rechnung zu tragen, … , die weniger als 250 Mitarbeiter beschäftigen. Außerdem werden die Organe und Einrichtungen der Union sowie die Mitgliedstaaten und deren Aufsichtsbehörden dazu angehalten, bei der Anwendung dieser Verordnung die besonderen Bedürfnisse von Kleinstunternehmen sowie von kleinen und mittleren Unternehmen zu berücksichtigen. …” (Quelle: Anlage, pdf u.a. Seite 40).

Als Einzelunternehmer auch in Form einer GmbH, ist man Kleinstunternehmer (weniger als 10 Mitarbeiter und weniger als 2 Mio. Umsatz, siehe pdf der KfW). KMU kennen solche Erleichterungen aus dem Steuer- sowie Arbeitsrecht.

D.h. eigentlich müssten die Datenschutz-Verordnung bzw. das -Gesetz eben doch nicht vollumfänglich auf kleine Betriebe, Vereine, etc anwendbar sein.

Aber diese Erleichterungen sind NICHT im neuen Bundes-Datenschutzgesetz (BDSG) zu finden!

In der deutschen Ausgabe steht in Absatz 1, Ziffer § 1 BDSG (neu) geschrieben, dass das Gesetz für ALLE datenverarbeitenden Stellen gilt, außer wenn es sich um persönliche oder familäre Tätigkeiten handelt. Eine Suche nach den Stichworten “Erleichterung(en)” und “Kleinstbetriebe” liefern 0 Ergebnisse.

Also gilt das BDSG abweichend von der DSGVO für JEDEN Selbständigen und jeder gemeinnützigen Institution, egal ob das eine freiberufliche Hebamme, ein Verein der Kinder fördert oder ein börsennotierter Konzern ist?

„Ist das Gerechtigkeit? Oder einfach nur eine KMU- und NGO*-Vernichtungsmaschinerie?“, fragt sich Braun-Speck.

(*NGO = Non-Profit-Organisation)

Allein wenn man die Check-Liste für Unternehmen vom ULD liest, bekommt Braun-Speck als Kleinstunternehmerin und Vorstand eines Vereins richtig Angst.

„Das ist nicht zu leisten! Die bestehenden technischen Lösungen erfüllen die Kriterien in der Regel nicht – oder enthält Ihre CRM-Software (Kunden- oder Mitglieder-Verwaltung) automatisierte Prozesse, um Daten zum Zeitpunkt X automatisch zu prüfen und zu löschen? Wer soll all die Unterlagen erstellen oder wie bezahlen?“, fragt sie.

Da die DSGVO Erleichterungen für KMU vorsieht, ist sie besser als das BDSG. Dabei hat EU-Recht Vorrang vor Bundesrecht – siehe hier, Auszug:

… Laut dem Grundsatz des Vorrangs hat das EU-Recht ein höheres Gewicht als das Recht der Mitgliedstaaten. Der Grundsatz des Vorrangs gilt für alle EU-Rechtsakte mit verbindlicher Wirkung. Die Mitgliedstaaten dürfen also keine nationale Rechtsvorschrift anwenden, die im Widerspruch zum EU-Recht steht. …”

Ein letzter Hoffnungsschimmer also für Klein- & Mittelstand sowie Non-Profit-Organisationen?!


Ein kleiner Tipp von tiefenschaerfe.de: Die Umstellung von Websites auf https/SSL aus Datenschutzgründen ist oft ein Muss. In der DSGVO heißt es sinngemäß, dass zumutbare Datenschutz-Vorkehrungen von jedermann zu leisten sind. Der Schutz von Daten für Websites mit Kontakt- und anderen Formularen (z.B. Bewerbungs-Formularen) sowie mit Verkaufsfunktionen (Shops, etc) erfolgt u.a. durch die Umstellung auf https/SSL und ist mit einer Stunde Arbeit entsprechend leistbar.

Hier ist eine Anleitung dafür: -> https://tiefenschaerfe.de/https-ssl-umstellung/


Quellen-Angaben:

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Ob nun selbstgemachte Handarbeit, sexy Negligé, teure Uhr oder ein wertvolles Erbstück aus Oma´s Zeiten – wer freut sich darüber? Was ist schiefgelaufen, wenn ein Geschenk überreicht wird und der Beschenkte nur ein mühsames „Danke“ über die Lippen bekommt und seine Enttäuschung kaum verbergen kann?

Der Köder soll dem Fisch, nicht dem Angler schmecken!

Dieser Spruch wird oft im Marketing und auch WebDesign zitiert. Ob als Werbetreibender oder Schenkender müssen Sie sich also fragen: Wer ist die Zielperson? WEM soll das Geschenk gefallen? Mir oder der beschenkten Person?

Tatsächlich ist es ein weitverbreitetes Phänomen und wahrlich keine Seltenheit, dass Menschen etwas verschenken, was ihnen selbst gefällt oder sie selbst gebrauchen könnten. Ich kann mich z.B. noch gut daran erinnern, wie meine Mutter mir vor ein paar Jahren ein gehäkeltes Weihnachtsdeckchen schenkte und mich erwartungsvoll beobachtete.

Ich holte tief Luft, war entsetzt über diese Geschmackslosigkeit und sagte: “Sorry, nicht mein Stil” – meine Ehrlichkeit kam nicht gut an. Meine Mutter war enttäuscht über ihre Tochter und meinte, dass wir irgendwie völlig anders ticken. Herrje – da hatte ich als Beschenkte etwas falsch gemacht. Ich???

Oder die braune Cartier-Uhr, die mir mein Ex-Mann mal geschenkt hat. 2 1/2 tausend Euro teuer, ein Luxus-Objekt, das sowas von altbacken und überhaupt nicht mein Stil war … Ich trug damals keine Armband-Uhren, noch nicht einmal Schmuck. Wieso schenkte er mir ein Uhr?

“Das ist eine echt wertvolle Uhr, nun freu dich doch mal!”, forderte er mich auf. Ich drehte das teure braun-goldene Markending in meinen Händen, legte es um den Arm und konnte mir nicht verkneifen, zu sagen: “Das ist ein Design im Stil meiner Oma!” Mein Ex-Mann liebte Uhren – ich nicht. Er hat also seine Wünsche zu meinen gemacht und irgendwie mein Alter vergessen …

Die Enttäuschung war beidseitig groß und das Geld verschwendet: die teure Uhr liegt bis heute ungenutzt im Schrank.

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Nicht selten passiert das auch Firmen, die Werbung betreiben, wozu z.B. auch eine Website gehört. Ihr eigener Geschmack soll Inhalt und Design bestimmen? Oder das der möglichen Kunden? Wem soll etwas angeboten werden? Ein einfaches Beispiel: Ein männlicher Unternehmer bietet Produkte für Hausfrauen an. Hat die Website dann jetzt – seinem Stil entsprechend – maskulin auszusehen? Oder ist es werbewirksamer, eine Website im Hausfrauen-Stil zu gestalten? Letzteres natürlich!

Und wie kann nun das passende Geschenk gefunden werden?

  • Zuerst: Machen Sie sich frei von Ihren eigenen Wünschen!
  • Danach: Nutzen Sie eine Marketing-Methode: analysieren und definieren Sie die Zielperson!

Fragen Sie sich, wer Ihre Zielperson genau ist, mit dem Ziel, deren Wünsche zu erfüllen und nicht die eigenen! Stellen Sie sich z.B. folgende W-Fragen:

  • Ist die Zielperson männlich oder weiblich? Wie alt ist sie?
  • Welche Interessen und Hobbys hat sie/er?
  • Was ist im Umfeld der Zielperson gerade total in oder schon ein längerer Trend?
  • Worüber spricht diese Zielperson häufiger?
  • Was hat sie bei Freunden oder Nachbarn ehrlich bewundert?
  • Wollte sie/er sich in letzter Zeit mal was kaufen, hat das aber nicht getan (z.B. weil Geld dafür gerade nicht übrig war)?
  • Was sind die Lieblingsfarben der Zielperson?
  • Macht sie Sport oder wollte schon immer mal was ganz Bestimmtes neu anfangen?
  • Was liebt und tut die Zielperson gerne?

Viele Fragen, wodurch vielleicht die richtigen Geschenkideen entstehen!


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Ihre Firmen-Werbung soll natürlich die potentiellen Kunden erreichen?

Die Zielgruppen-Analyse für Marketing-Maßnahmen, u.a. für Websites, stellt ähnliche Fragen. Sprechen Sie dazu gerne die tiefenschaerfe-Agentur an!

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Die Elektrifizierung von Schleswig-Holstein ist erschreckend! Jetzt soll auch noch eine e-Highway-Teststrecke für Elektro-LKWs auf der A1 vor Lübeck gebaut werden. Die im Süden brauchen Strom, die Skandinavier wollen Güter transportieren und wir machen dafür unser Bundesland zum zweiten Ruhrpott?

Wird Schlewig-Holstein ein Land voller LKW´s, Masten, Bahngleisen, Windrädern und Stromtrassen – soweit das Auge reicht? Wo dann Touristen wegbleiben; Hotels und Gastromen pleite gehen; mit Verkehrs-Chaos in Stormarn und rund um Lübeck? SH – dann ein ländlicher Raum, in dem Wohnen nicht mehr schön ist?

Schon jetzt ist die A1 im Raum Nord-Stormarn & Lübeck der Verkehrunfallsreichste von SH! (siehe Blaulichtmonitor vom SHZ)

Meine kreativer Kopf zeigt mir die Zukunft, ein Gesamtbild von dem, wohin uns die Energie- und Transport-Konzerne in Schleswig-Holstein führen werden – wenn wir nichts dagegen tun.

In Gedanken (in 2 Jahren) fahre ich an einem Freitagnachmittag in Reinfeld auf die Autobahn. Mit Hund und Kind will ich an die Ostsee, einen Spaziergang am Strand machen. Die Fenster sind offen und der frische Wind weht mir durchs Haar. Kaum habe ich die Auffahrt genommen, schweift mein Blick über die Wiesen und Felder links und rechts der Autobahn. Aber mein Blick bleibt nicht lange ungetrübt …

Was viele Jahre meines Lebens mein Herz freudig zum Hüpfen brachte und Touristen Jahr für Jahr anlockte, ist – verbaut: Die Weitsicht.

Die Weitsicht ist weg!

Die grünen und gelben (Raps-) Felder Schleswig-Holsteins sind schon zu 17% dem Maisanbau  gewichen. Zudem sind sie – und es werden noch mehr – von Windkraftanlagen verbaut (zur Energiegewinnung …). Rotorblätter drehen sich kraftvoll, verursachen Windgeräusche und holen Vögel vom Himmel. Die wenigen Häuser und Höfe am Rande der Autobahn sind stellgelegt. Hier will keiner mehr wohnen!

DAS soll Umweltschutz sein?

Wegen des Fehmarnbelt-Tunnels (zwecks Transport von Gütern) wird nach und nach die Bahnstrecke im Innenland ausgebaut – überwiegend parallel zu den Autobahnen. Im 15-Minuten-Rythmus rauschen irgendwann unendlich lange ratternde Güterzüge durchs Land. Ebenso säumen die neuen Hochspannungsleitungen (zum Energie-Transport …) die komplette Autobahnstrecke – in alle Himmelsrichtungen. Sie sollen den Strom, der von den Windkraftanlagen produziert wird, in den Süden von Deutschland und andere Länder bringen.

Vor Lübeck läuft zudem die neue e-Highway-Teststrecke (auch zwecks Transport von Gütern) von Siemens auf Hochtouren.

Ihre Stromleitungen sind unter die neuen Hochspannungsleitungen gequetscht. LKW´s drosseln hier ihr Tempo, um ihre Batterien aufzuladen. Ständig gibt es technische Probleme, LKW´s stehen dann auf der Bahn und zack – da ist er wieder: ein Stau.

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Stau; immerzu Stau – zum Leid der Einheimischen und regionalen Betriebe.

Die Staus sind so häufig geworden, dass die Leute von hier die Autobahnen möglichst meiden –  vor allem die A1. Aber das geht nicht immer … In diesem Moment meldet mir mein Smartphone einen 12 km langen Stau bis weit hinter Lübeck. Ein Handwerker mit seinem Firmenwagen aus Oldesloe direkt neben mir, haut mit der Faust aufs Armaturenbrett. Wie andere regionale Betriebe wird er seine Termine nicht einhalten können – das ist schlecht fürs Geschäft.

Ich fluche und schaue rechts – genervte Autofahrer mit Kennzeichen von überallher setzen den Blinker und reihen sich in die Abfahrt Richtung Rostock. Ob die Urlauber jetzt noch häufiger nach Mecklenburg-Vorpommern fahren? Schleswig-Holstein hat schon jede Menge Touristen an das neue Bundesland verloren. Steigen jetzt die Zahlen der Abwanderer?

Was wird es für Folgen haben, wenn Schleswig-Holstein mehr und mehr von Strom-und Gas-Erzeugungsanlagen und Trassen verbaut wird?

Das beliebteste Urlaubsland der Deutschen wird Gäste verlieren; die Tourismus-Branche wird leiden!

Denn: Die Urlauber kommen wegen der Weitsicht, dem frischem Wind und des Meeres wegen.

Mindestens die Weitsicht wird es zukünftig so nicht mehr geben!

Gerade die vielen Menschen aus NRW, die Ruhrpottler zum Beispiel reisen nach SH, weil sie ungestört die Wiesen und Felder und die Wellen sehen wollen. Doch, was ist, wenn es in SH genauso aussieht wie Zuhause? Die Frage ist einfach zu beantworten: Es wird ein neues Urlaubsziel gesucht. In Meck-Pom, vielleicht wird es dann auch lieber Norditalien?

Schleswig-Holstein lebt (noch) vom Tourismus!

Aber nicht mehr lange, wenn alle unten aufgeführten Vorhaben durchgeführt werden sollten!

Und wofür? Damit Welt-Konzerne aus dem Energie- und Transport-Branchen noch viel größer und stärker werden? Das, obwohl weltweit die Emissionswerte steigen und unsere Bemühungen darum, den CO2-Ausstoß zu senken, sinnlos verpuffen? Dies, weil Großmächte am anderen Ende Welt wenig Rücksicht auf die Umwelt nehmen?

Dafür lassen wir uns die Landschaft verschandeln?

Und gehen gesundheitliche Risiken ein? Siehe Umwelt-im-Unterricht.de

Laut einem NDR-Bericht (siehe Link unten) will die Landesregierung Schleswig-Holstein zum Top-Windstrom-Exporteur machen – der Rest von D wird über uns lachen! Die im Süden brauchen Strom, die Dänen wollen Güter transportieren und wir machen dafür unser Bundesland zum zweiten Ruhrpott.

Würde unsere Landesregierung alternativ sagen. “Wir wollen, dass SH das TOP-Ferienland von Deutschland wird!,” würde ich das beispielsweise unterstützen. Klar Touristen können auch echt nerven. Aber die sind ja die Hälfte des Jahres nicht da!” sage ich, die Autorin Susanne Braun-Speck.

Abschließend:  die Idee ist ganz und gar NICHT neu.

Zudem erzählte ein befreundeter Ingenieur (der lange Jahre u.a. in der Automobilbranche als Berater tätig war), dass LKW-eHighways jetzt schon überholte Technik sind! Neue Elektromotoren machen sie schon in Kürze überflüssig. Und: Neu ist die Idee überhaupt nicht. Viele Länder haben im letzten Jahrtausend bereits solche erprobt – und für nicht gut befunden.

Wer will das für SH? Ich nicht.


Unternehmerland Schleswig-Holstein

Rückgrat der Schleswig-Holsteinischen Wirtschaft ist der Mittelstand: Fast 99 Prozent der Unternehmen sind kleine und mittlere Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten (Warum erlauben wir es, das 1% Konzerne unser SH kaputt machen?). Der Anteil des Dienstleistungssektors (Handel, Logistik, Tourismus, Kommunikation, Finanz- und Versicherungsdienstleister sowie Dienstleistungen in den Bereichen Erziehung und Gesundheit) an der Bruttowertschöpfung liegt mit 75 Prozent deutlich über dem Bundesschnitt von 69 Prozent !!! Quelle

weitere Zahlen und Fakten:

  • Def. Elektrifizierung: Als Elektrifizierung wird allgemein die Bereitstellung der Infrastruktur in Form von Stromnetzen zum Transport und Versorgung mit elektrischer Energie bezeichnet. (Quelle: Wikipedia)
  • e-Highway von Siemens: Die Oberleitungslastkraftwagen sind nur modernisiert. Es gibt sie in verschiedenen Formen mindestens seit 1901 – in vielen Ländern wurde ihr Betrieb nach kurzer Zeit wieder eingestellt. Quelle: wikipedia -> weiterlesenInfo-Seite von Siemens
  • Windkraft in SH, Stand 2016-12: Mit noch mehr Windrädern will die Landesregierung Schleswig-Holstein zum Top-Windstrom-Exporteur machen. Den Politikern sind die Bürger egal. Neue Anbauflächen und andere W-Fragen werden hier beantwortet: NDR  – zum Vogel-Dilemma siehe NABU
  • Fehmarnbelt-Tunnel: Skandinavien und Deutschland sollen verbunden werden – überwiegend zum Transport von Gütern. Unter der Ostsee soll ein 18 Kilometer langer Tunnel für Schiene und Straße gebaut werden. Wie sehr die Umwelt (Natur- und Tierwelt) darunter leiden wird, können wir kaum absehen. Siehe weiteres unter: http://femern.com/de
  • Schienenanbindung der Festen Fehmarnbeltquerung: Im Rahmen dessen soll die Bahnstrecke von Fehmarn bis Hamburg ausgebaut werden. Dies mit dem Ziel umweltgerechten Transport zu ermöglichen – mehr Güter kommen auf die Schiene, der Schienenweg für Warentransporte verkürzt sich um 160 Kilometer, Emissionseinsparungen gibt es auch. Weitere Infos unter: https://www.anbindung-fbq.de/
  • Mais-Anbau: Wie andere Energieträger hat auch der Anbau nachwachsender Rohstoffe seine ökologischen Schattenseiten: Großflächige Raps-Monokulturen zur Herstellung von Biodiesel führen teils zu einem erheblichen Rückgang der Biodiversität in der Agrarlandschaft. Quelle und weitere Informationen: http://www.kritischer-agrarbericht.de
  • Netzausbau SH: Nach dem Netzausbau-Konzept soll der Windstrom, der überwiegend an der Nordsee, in Nordfriesland, Dithmarschen, Ostholstein und Schleswig-Flensburg erzeugt wird, vor allem über 110-kV-Stichleitungen zu 380-kV-Umspannwerken geführt und von dort über (zu erschaffende) 380-kV-Leitungen nach Süddeutschland transportiert werden. Pläne, etc siehe hier: https://www.sh-netz.com
  • Emissionswerte / CO2: siehe Statista.com

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Viele Firmen sträuben sich dagegen, ehemalige Unternehmer festeinzustellen. Diese sprinteten anfangs hochmotiviert in ihre Selbständigkeit hinein, aber: War das eine Entscheidung für ewig? Der eine oder andere möchte nach einer gewissen Zeit zurück ins Angestelltenverhältnis. Doch: Nur wenige Firmen wollen sie haben! Warum? Und was kann helfen?

(Info: Dies ist der mit Abstand der am häufigsten gelesene Artikel von S. Braun-Speck © 2012, Update der Online-Artikels in 2016)

Anfangs spannend. Später eine Last?

Was in jungen Jahren spannend und abwechslungsreich wirkte (z.B. das viele Reisen oder immer wieder neue Auftraggeber) verliert irgendwann an Reiz oder wird schlichtweg zur Last. Die Familie im Norden, der Kunde im Süden. Abreisen am Sonntagnachmittag, wenn die anderen es sich erst so richtig gemütlich machen. Flexibel sein und sich schnell in neue Aufgaben hineindenken können, mögen ja wertzuschätzende Fähigkeiten sein, aber: irgendwann ist jeder mit Infos und Neuem überfrachtet. Jeder braucht mal Ruhe und mehr Gelassenheit im Job und nicht immer Projekte, deren Zeitziel meist zu knapp kalkuliert wurde oder mehrere Aufträge, die parallel laufen.

Unternehmerische Risiken erfordern starke Nerven & einen langen Atem

Einige Selbständige sind Einzelunternehmer, z.B. freiberufliche Berater. Andere werden „richtige“ Unternehmer, bauen eine Firma mit Angestellten auf, doch: jede Form der Selbständigkeit birgt unternehmerische Risiken – kurzfristige und langfristige.

Wird ein Freelancer krank, verdient er von heute auf morgen kein Geld mehr. Denn: Auftraggeber bezahlen NUR, wenn auch tatsächlich gearbeitet wird. Nach 6 Wochen übernimmt vielleicht – wenn vorhanden – eine Krankentagegeldversicherung die Einkommenszahlung. Und langfristig? Was ist beispielsweise mit der Rente?

Mag sein, dass das geltende Rentenkonzept in Deutschand mangelhaft ist, aber dennoch birgt es ein gewisses Maß an Existenz-Sicherheit – Selbständige sind hier meist nicht versichert. Oder vielleicht steht die Familieplanung an? Sicherheit und planbare Strukturen werden dann gebraucht – Risiken würden das Familienleben nur belasten. Oder der jeweilge Berater meint, er hätte jetzt ausreichend Erfahrungen gesammelt und könne damit nun zielgerichteter für einen Arbeitgeber wirken.

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Oder, oder, oder – es gibt viele Gründe, warum Selbstständige zurück ins Angestelltenverhältnis gehen möchten.

Vielleicht ist es nur der Traum davon, – wie Arbeitnehmer – regelmässig Urlaub machen zu können? Doch leider bestätigt eine Umfrage der jobhopper & consulting GmbH aus 2013 (jetzt: tiefenschaerfe) die allgemeinen Vermutungen:

Firmen wollen langjährige Selbständige selten im Unternehmen haben.

Was spricht dafür und was spricht dagegen, z.B. ehemalige Berater fest einzustellen? Die Umfrage, an der freiberufliche Berater sowie Fach- und Führungskräfte aus Unternehmen größtenteils anonym teilnahmen, macht deutlich:

  • Nur sehr wenigen Firmen mangelt es an Vorbehalten – es sind meist Beratungsfirmen, Systemhäuser, u.ä. die offen für ehemalige Berater sind.
  • Einzig Vertriebsprofis scheinen es nach einer Selbständigkeit leicht zu haben, einen Job als festangestellte Vertriebsmitarbeiter zu bekommen.
  • Desweiteren ist es bedeutsam, WIElange jemand auf eigenen Beinen stand. Ist jemand nur wenige Monate bis hin zu 1 Jahr selbständig gewesen, rutscht er leicht in ein Unternehmen. Häufig in das, welches ihn zuletzt beauftragt hatte. Ähnlich wie bei Zeitarbeitern.

Auch Spezialisten, die sich schnell als „Fachidioten“ entlarven, wissen selbst und mögliche Arbeitgeber auch, dass sie lieber + besser ihren Fachaufgaben nachgehen, als sich mit den „lästigen“ Aufgaben des Unternehmertums zu beschäftigen (Planung & Verwaltung, Finanzen, Buchhaltung, Steuern, etc) – ihnen wird eher gelaubt, dass sie sich als Fachmann in ein Team von Angestellten eingliedern können.

Eingliederbar oder autarke Einzelgänger?

Aber: Die „richtigen“ Unternehmer mit Mitarbeitern sowie LANGjährige freiberufliche Berater müssen häufig die Erfahrung machen, dass sie als Nicht-Eingliederbar und Nicht-Teamfähig gelten. Arbeitgeber glauben, es sei nachteilig, sich einen Unternehmer ins Unternehmen zu holen. Dass diese Entscheidungen selbst treffen möchten und sich nicht unterordnen können; dass ihnen das Korsett der Festanstellung zu eng ist.

Ja, es wurde ehemals Selbständigen in der Umfrage sogar vorgeworfen, nur aus Not einen festen Job zu suchen und/oder überzogene Ansprüche zu haben (u.a. in punkto Gehalt). Ganz leise, eher nebenbei erwogen viele der Umfrageteilnehmer, dass die Führungskräfte in den Unternehmen Angst vor gestandenen Persönlichkeiten haben und sich diese nicht unterordnen können oder wollen – es könne zu Machtkämpfen kommen. Auch wurde deutlich, dass ehemalige Berater & Co. schwerer zu führen und weniger loyal sein sollen – ist das so?

Oder überwiegen vielleicht die Vorteile der ehemals Selbständigen?

Ihre Erfahrungen aus diversen Unternehmen und Branchen; ihre selbständige Arbeitsweise; ihre vermeitliche Durchsetzungkraft; ihr Willen, Vorhaben schnell voranzutreiben, anstatt von Meeting zu Meeting von Instanz zu Instanz in langwierigen Prozessen diese fast verebben zu lassen … Und der Sorge, sie könnten sich nicht unterordnen, lässt sich leicht begegnen: Arbeitgeber könnten sie in leitenden Positionen einsetzen: als Team-, Projekt- oder Abteilungsleiter. Hier werden ihre Fähigkeiten, die sie als Selbständige erworben haben, gebraucht.

Ein Moderator der Gruppe „InterimManagement“ bei XING, meint: „Kaum ein Arbeitgeber scheint sich bewusst zu sein, dass man als Selbstständiger quasi dauerhaft „Probezeit“ hat, ergo durchweg bessere Arbeitsqualität abliefern und sich viel besser organisieren muss, als Arbeitnehmer. Das würde natürlich auch weiterhin funktionieren, sehr zum Nutzen eines Arbeitgebers – doch: nur viele sehen nur die möglichen Probleme statt der Chancen.“

Alles nur Vermutungen oder stichhaltige Erfahrungswerte?

Dieser Bericht basiert auf einer nichtwissenschaftlichen Umfrage. Doch: Kaum jemand wird abstreiten, dass in unserer Gesellschaft grundsätzlich eher die negativen Merkmale jedweder „Medaille“ betrachtet und die positiven Seiten weniger beachtet werden – wieviele Chancen und Möglichkeiten gehen dadurch verloren?

Ein Trugschluss ist sicherlich die fehlende Integrationsfähigkeit. Denn: Freiberufliche Berater, die häufig ihre Auftraggeber wechseln, müssen sich immer und immer wieder in neue Teams einfügen. Eine ideale Vorraussetzung, um sich einem neuen Chef unterzuordnen …

Autorin des Artikels ist Susanne Braun-Speck, ehemalige Vermittlerin von IT-Freelancern, heute als WebDesignerin & Marketing-Coach tätig -> Kontakt

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Online, offline? Marketing im Real-Life und Social Web?

Was ist Social Media Marketing (Kurz: SMM) und wo hat es im Marketing-Mix eingegliedert zu werden? Keine Ahnung? Kein Wunder. Denn die Definitionen und Aussagen darüber driften weit auseinander. (Autor © S.Braun-Speck) 

Vorweg gesagt: An Ende habe ich die folgende Definition erarbeitet, welche hoffentlich für jedermann verständlich ist – auch Nicht-Fachleuten:

Social Media Marketing plant und führt “Pressearbeit”, “Werbung”, uvm. in der virtuellen Welt des Internets aus (im “Social-Web”), ergänzend zu Marketingmaßnahmen in der wirklichen Welt (im “Real-Life”)”

Von vorne … Fangen wir übergeordnet an: Marketing ist die bewußte Orientierung des Unternehmens an den Bedürfnissen des Zielmarktes, sprich an den Bedürfnissen der Kunden! Um das erste Missverständnis auszuräumen: Werbung ist nicht gleich Marketing, sondern ein Teil davon; eins von mehreren Marketingsinstrumenten.

Die klassischen 4 Marketinginstrumente sind die nach Meffert*

  • Produkt- und Sortimentspolitik
  • Distributionspolitik
  • Kommunikationspolitik („Werbung“)
  • Kontrahierungspolitik (Preispolitik)

Einige ergänzen den Marketingmix durch Personalpolitik und Standortpolitik. Diese „neuen“ Marketinginstrumente sind insbesondere in Sachen „Personalmarketing / Employer Branding“ wegen Fachkräftemangel, etc wichtig.

WO nun ist Social Media Marketing anzusiedeln?

Soziale Medien sind digitale Internet-Plattformen, wie z.B. XING, Facebook, Linkedin, etc. Sie bieten ihren Mitgliedern zahlreiche Möglichkeiten, um Informationen zu teilen und zusammen zu wirken. Kommunikation und Vernetzung stehen im Vordergrund.

Die sozialen Medien können als digitale „Werbeträger“ verstanden werden. Werbeträger sind Medien zur Übertragung von Werbebotschaften. Im Real-Life (wirklichen Leben) sind das z.B. prominente Personen, Zeitungen, Verpackungen und vieles mehr.

Social Media Marketing (SMM) beschreibt die Nutzung dieser Plattformen für Marketingzwecke auf Online-Ebene. Es ist eine KommunikationsSTARKE, GÜNSTIGE und auf die MASSE ausgerichtete Form des Marketings in der virtuellen Welt.

Die Kernfrage:

Ist SMM nun also ein Marketing- ODER Kommunikations-Instrument? Oder ist völlig davon gelöst zu betrachten?

Vielfach nutzen Unternehmen, Institutionen, etc „Social Media“ lediglich als Instrument der Kommunikationspolitik. Für:

  • Verkaufsförderung (Promotion)
  • PR / Öffentlichkeitsarbeit
  • Klassische Werbung
  • Events/Veranstaltungen
  • etc

Social Media Plattformen sind in der Kommunikations-Politik vor allem deshalb attraktiv, weil sie einen direkten Dialog mit der Zielgruppe, Meinungsbildnern u.a. Stakeholdern (Marktteilnehmern) ermöglichen. Unternehmen können u.a. in Echtzeit sehen, wie bestimmte Botschaften, Aktivitäten oder Produkte von den Nutzern wahrgenommen werden, und können diese ggf optimieren. Die Reaktion auf Wünsche und Bedürfnisse – die Anpassung aller Marketingmaßnahmen auf diese Erkenntnisse – ermöglicht somit eine nachhaltige Steigerung der Kundenbindung. Und vieles mehr.

Nutzungsmöglichkeiten

Tatsächlich können (und sollten) Social Media Maßnahmen aber auch für andere Marketinginstrumente genutzt werden:

  • Produkt- und Servicepolitik (z.B. zwecks Innovationsentwicklung, Bewertungen)
  • Preispolitik (z.B. zwecks Marktbeobachtung, Preisanpassung, Crowdfunding, etc.)
  • Distributionspolitik (als direkter Absatzweg, Bestellsystem, CRM-Tool)
  • Personalpolitik (z.B. Mitarbeiter finden, positives Arbeitgeberimage aufbauen)
  • Standortpolitik (z.B. zwecks Imagepflege)

Was können Social Media Maßnahmen, was andere Marketing-Maßnahmen weniger können?

  • Zielgruppe dort abholen, wo sie steht (wo sie sich aufhält, fragt, agiert)
  • Kontextorientiert und offen kommunizieren
  • Synergien nutzen (ggs. Unterstützen, Austauschen, etc)
  • Dramaturgien aufbauen (für PR)
  • vielzählige Multi Touchpoints (Kontaktpunkte) aufbauen
  • Reputation (den Ruf, das Image) online und offline pflegen
  • Vertrauen aufbauen (z.B. durch Transparenz der Geschäftsprozesse)
  • virales Empfehlungsmarketing durch Mundpropaganda (Word of Mouth) nutzen
  • etc

Aha – und wo nun bitte ist Social Media im Marketing-Mix einzuordnen? Immer noch die gleiche Frage …

Ist SMM ein Marketing- oder Kommunikations-Instrument ODER garkein Instrument sondern nur ein -Medium oder -Kanal? Social Media Marketing führt irgendwie ein Eigenleben und ist NICHT ausreichend differenziert! Mir persönlich fehlt 1 Satz, der Social Media Marketing so definiert, dass er jedem Bürger dieses Landes verständlich ist – auch Branchenfremden.

Also definiere ich (Susanne Braun-Speck) jetzt mal so:

Social Media Marketing plant und führt “Pressearbeit”, “Werbung”, uvm. in der virtuellen Welt des Internets aus (im “Social-Web”), ergänzend zu Marketingmaßnahmen in der wirklichen Welt (im “Real-Life”).”

Andere Definitionen:

  • http://www.uni-bamberg.de: „Unter Social Media Marketing wird generell die die zielgerichtete und marktorientierte Nutzung sozialer Medien verstanden. Dabei sollte zwischen aktivem und passivem Social Media Marketing differenziert werden.“
  • www.Wikipedia.org: „Social Media Marketing (SMM) beschreibt die strategische und operative, bzw. aktive und passive Nutzung sozialer Medien für Marketingzwecke, wobei prinzipiell alle Instrumente des 4P-Marketing-Mixes berücksichtigt werden können. Mit dieser neuen Form des Online-Marketing wird versucht, die Branding– und Marketingkommunikations-Ziele von Unternehmen durch die Beteiligung in verschiedenen Social Media-Angeboten zu erreichen.“

* Heribert Meffert (* 11. Mai 1937 in Oberlahnstein) ist ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler, bekannt insbesondere für das Marketing.




Leider verschwenden selbst die Fähigsten oft ihre Talente. Nur Abhängen und sich nicht besonders gut entwickeln, sind das kleinste Problem …

Besonders kreative und / oder begabte Kinder werden oft nervig-zappelig, sensibel-einsam oder gelangweilt-zurückhaltend, wenn sie z.B. keine Lern-Umgebung haben, die ihrem Naturell entspricht – oft wird kein entdeckendes und selbstaktives Lernen in Schulen angeboten. Dort fallen solche Schüler dann negativ auf oder gehen in der Masse unter – und leiden selbst darunter.

  • Ihre angeborenen Fähigkeiten verkümmern, entwickeln sich nicht.
  • Sie zeigen Hyperaktivität und Unruhe und werden mit ADHS-krank verwechselt.
  • Viele ziehen sich innerlich zurück, werden Außenseiter. Viele Kinder sagen: sie fühlen sich auf dem Schulhof immer so allein (Gleichgesinnte fehlen). Die Folge davon: erst “nur” Traurigkeit; langfristig: Depression.
  • Selbstwertprobleme / Minderwertigkeitskomplexe sind an der Tagesordnung
  • Einige neigen zur Selbstaufgabe. Gerade Mädchen versuchen sich dem Mittelfeld anzupassen, um dazuzugehören! Dafür geben sie ihre Talente auf.
  • Durch die oft parallel auftretende hohe Sensibilität / Empathie sind hochbegabte Kinder oft emotional stärker belastet und geraten schneller in Stresssituationen.
  • Für viele Menschen kaum nachvollziehbar: Solche Kinder versagen in der Schule und …
    • schalten ab, bekommen nichts mehr mit; bleiben im Stoff zurück
    • zeigen keine Leistung – das Abrutschen auf Hauptschul-Niveau kann folgen
    • Lernen das Lernen nicht (ihrer „Denkerstirn“ fehlt die Herausforderung)
    • lassen sich sehr schnell ablenken, können sich nicht konzentrieren, reagieren mit Hyperaktivität und Unruhe
    • spielen aus Langeweile den Klassen-Clown, ringen um Aufmerksamkeit
    • stellen sich quer, verweigern ggf. jegliche Mitarbeit, reagieren mit Aggression
    • verlieren ihre Lern-Motivation, wollen nicht mehr zur Schule gehen (Schulverweigerer)
  • und anderes

Dies, weil ihnen das förderliche, verständnisvolle Lernumfeld fehlt. Lies dazu gerne auch den Blog-Artikel: “Hirnforschung – hochbegabte Kinder lernen anders“.

Fälschlich als ADHS-krank eingestufte Kinder bringen Eltern zum Weinen.

Die ggü sii-kids am häufigsten genannten Dramen sind das Versagen in der Schule und die ganze ungerechtfertigte Kritik, die auf die Kinder und Eltern prasselt. Und: Die damit verbundenen Selbstwertprobleme. War im Kindergartenalter alles gut, beginnt dieses Drama mit der Einschulung.




Leider herrscht ganz viel Unwissenheit zu dem Thema Hochbegabung – nicht ohne Folgen! Eine ganze Reihe der Wesensarten von Hochbegabten zeigen zum Beispiel auch ADHS-kranke Kinder. In diese “Schublade” werden entsprechend viele von Ärzten und Lehrern gesteckt und nicht selten sogar mit Ritalin behandelt. Eltern, die ahnen, dass es eigentlich ganz anders ist, sind oft hilflos – selbst mit passendem Attest wird ihnen teilweise in den Schulen kein Glaube geschenkt. Die Kinder selbst werden nicht selten todunglücklich, falsch mit Medikamenten “behandelt”, gehen für sich selbst und die Gesellschaft verloren und:

Schlechte Schulnoten verbauen ihnen die Zukunft.

Ausbildungsbetriebe achten (leider) oft nur auf Noten, anstatt auf angeborene Fähigkeiten zu setzen. Dabei können lange brachliegende Talente durchaus später entdeckt und entwickelt werden! Es gibt tatsächlich nicht wenige Berechte darüber, wie Hochintelligente in der Schule schlecht waren und sich in der Ausbildung oder im Studium z.B. als Mathe-Ass entpuppten.

Beispiel: Ein Punk mit Hauptschulabschluss ohne Chance?

Vor mehr als 15 Jahren gab Vereinsvorstand Susanne Braun-Speck (damals Ausbilderin in einem IT-Personalunternehmen), einem jungen Oldesloer seine Chance. Sie und der Schüler lernten sich zuvor über einen Grafiker kennen und arbeiteten zusammen an einem Web-Projekt. Er bat darum, bei ihr ausgebildet zu werden; sie machte es mithilfe der IHK zu Lübeck möglich.

Er war Punk mit schlechtem Hauptschulabschluss. Mit Zahnlücke, Ratte, ungepflegtem Äußeren, Depressionen und Aggressionen. Anders war er schon irgendwie … und dachte in Nullen und Einsen – wie Programmierer es eben tun. Deutsch? Betriebswirtschaftliches Denken? Zeugnisnoten? Alles schlecht.

Doch Susanne sah seine versteckten Fähigkeiten und bildete ihn zum IT-Systemkaufmann aus.

Als Hauptschüler saß er in der Berufsschule zwischen Abiturienten. Mit der Zeit wurde ihm klar, dass er ihnen trotzdem das Wasser reichen konnte. Den Unterschied zwischen Brutto und Netto begriff er allerdings bis zum letzten Ausbildungstag nicht. Aber er entwickelte gemeinsam mit seiner Chefin ein Controlling-System für ein Franchisesystem; baute diverse Netzwerke auf, programmierte Websites und vieles mehr. Alles was mit Programmierung und System-/Netzwerk-Management zu tun hatte, musste er sich praktisch selbst erarbeiten – seine Ausbilderin war Kauffrau und Kreative …

Im Bereich “Logik” ist er relativ sicher hochbegabt. Zum Ende seiner Ausbildung waren Zahnlücke und Ratte weg, dafür trug er bei passenden Gelegenheiten einen Anzug!

Geschäftspartner und Kunden lobten stets sein zuvorkommendes Verhalten: Er war ein sehr beliebter Ansprechpartner in der Firma, Beratungs- und Vertriebsaffin. Dieser schlechte Schüler hatte im verständnisvollen Umfeld seine versteckten Fähigkeiten entwickelte und seinen Weg gefunden – mit Hilfe einer Ausbilderin, die sein wahres Ich gesehen hat. Er war gut in seinem Job. Sehr gut sogar.

Im Anschluss arbeitete er viele Jahre lang als IT-Supporter, dies mit einer Vielzahl an Überstunden, die er gerne leistete. Jetzt und heute arbeitet er als …

Anwendungsentwickler an einer Uni – ohne jemals selbst studiert zu haben.


So fühlt es sich an, hochbegabt und unterfordert zu sein:

„free flying mind“

I’m sitting here, hush, and listening to what I must learn – Oh, I hate it so much!
I like to leave, to move around and to work with my head – three topics at the same time:
I like to check out things, to analyse and explore using my bare hands
Discover the world with my eagle eyes; find new perspectives then the most.

I’m highly gifted, nobody realizes!
HELP ME OUT!
I’m an sii-kid, a special- intelligent kid
Please help me – try to understand my nature!

Nobody gets what I’m able to do, how fast I can think.
Who cares about my creativity? My ideas?
People saw me being hyperactive, they responded being irritated
Often, I’m living in my own world – being solitary as a wolf.

I’m highly gifted, nobody realizes!
HELP ME OUT!
I’m an sii-kid, a special- intelligent kid
Please help me – try to understand my nature!

I have all the cognitive skills to change the world.
To develop new things – products and more.
But not by walking the common route. I can’t play the standard rules.
I will not be a white tiger in a cage! ODER Please! – don’t jam me into a corset

I’m highly gifted, nobody realizes!
HELP ME OUT!
I’m an sii-kid, a special- intelligent kid
Please help me – try to understand my nature!

How can I get happy? What would I need?

I need friends, loving to discuss with me
A family, exercising lots of patience
And teachers, who accept me, who provide exiting, vivid projects
Help my mind to fly free as a bird!

I’m highly gifted, nobody realizes!
HELP ME OUT!
I’m an sii-kid, a special- intelligent kid
Please help me – try to understand my nature!

Will I find like-minded people and a world accepting, aiding me?
Then you will see a very, very sensitive little person;
Who will provide a lot of surprise und rewarding facets –
I’m a SI-Kid who could enrich your living.

Autor / ©: Susanne Braun-Speck, Großhansdorf/Reinfeld, 2/2011; siehe auch Titelschutzanzeige; Creative Commons Lizenzvertrag „free flying mind“ von Susanne Braun-Speck steht unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz.

Mehr über hochbegabte Kinder schrieb ich auf sii-kids.de




kununuSie informieren sich oft im Internet? Ihre Personalabteilung recherchiert dort nach Bewerbern? Aufgepasst: Arbeitssuchende tun das auch und informieren sich dort – über Sie, als Arbeitgeber! (© S.Braun-Speck) Weiterlesen

Selbstständige Dienstleister = Freelancer sind qualifiziert, agil und hoch motiviert. Sie ermöglichen es Unternehmen, flexibel auf marktbedingte und unternehmensspezifische Situationen zu reagieren; fremdes Know-how zu nutzen – zeitbegrenzt, mit kleinstem Risiko. Firmen können professionell agieren – trotz allgemeinen Fachkräftemangel. Sie können ohne Fixkosten zu produzieren ihr Personal aufstocken  – immer dann, wenn sie es brauchen. (© S. Braun-Speck 2011, Update 2014+16)

Dennoch wehrt dauerhaft eine Diskussion zwischen Auftraggebern und Freiberufler über die Höhe von Honoraren. Der Freiberufler möchte (nach Kosten und Steuern) selbstverständlich nicht schlechter dastehen als Kollegen im Angestelltenverhältnis und sieht auch das (Ausfall-) Risiko seiner Selbstständigkeit. Doch Auftraggeber (Firmen) sehen ihrerseits oft keinen Grund für die vermeidlich hohen Honorare, die auf die Stunde heruntergebrochen höher als ihr eigenes Gehalt ausfallen – auf den ersten Blick. Um Verständnis wird gerungen und Preisverhandlungen bis auf Messersschneide geführt.

Susanne Braun-Speck (Kontakt) hat sich Gedanken dazu gemacht: “Wie können Honorare fair und transparent kalkuliert werden? Was soll und darf berücksichtigt werden? Was ist zu viel und was ist zu wenig?”

Braun-Speck meint: „Zuwenig ist, was weder den normalen Lebensstandard ermöglicht noch dem Berufsstand des jeweiligen Freiberuflers entspricht. Zuviel ist, was nur auf der Not von Kunden basiert (z. B. wegen massivem Personalmangels am Markt) – wenigstens sieht ein fairer Geschäftspartner das so.“

Was bedenken Freiberufler in der Realität?

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Eine kleine Umfrage unter Freiberuflern, die mit der jobhopper + consulting GmbH zusammenarbeiten, hat ergeben:

Bis zu 74 % der Freiberufler richten die Höhe ihrer Honorare an Kriterien aus, wie:

  • Dauer / Laufzeit des Projektes
  • Projekt-Ort (Entfernung zum Heimatort)
  • und Funktion (leitend oder nicht)

Jeder 2. gibt zudem an, die Honorarhöhe auch davon abhängig zu machen, ob er bei der jeweiligen Projektanfrage mit oder ohne Vermittler arbeitet und von seiner Ausbildung (studiert oder nicht).

Grundsätzlich orientieren sich viele bei der Kalkulation ihres Honorars an:

  • den marktüblichen Stundensätzen (z. B. lt. bitcom)
  • den Honoraren von vergleichbaren Kollegen
  • ihrem persönlichen finanziellen Bedarf
  • der Wirtschaftslage – in guten Zeiten (hohe Nachfrage), wird mehr verlangt

Bemerkenswert: Nur einer der Befragten orientiert sich bei der Kalkulation auch an den Gehältern von Angestellten! Obwohl 2/3 meinen, dass sie ca. das Doppelte wie Angestellte verdienen sollten, da sie ein hohes unternehmerisches Risiko tragen.

Können wir auf rechnerische Weise auf ihre Durchschnitts-Stundensätze von 60-80 Euro (für Projekte von mindestens 3 Monaten) kommen?

Wie könnte ein Honorar nun kalkuliert werden?

Für Erbsenzähler funktioniert die betriebswirtschaftliche Kosten-Nutzen-Methode: Errechne den privaten Finanzbedarf pro Jahr, lege dort die jährlichen Betriebskosten (Personal, KFZ, Bürokosten, etc.), Urlaub, Krankheitszeiten, Rentenvorsorge, Steuern, etc. drauf und teile das Jahresergebnis in die möglichen Arbeitsstunden pro Jahr. Das Ergebnis ist sehr individuell, aber die Ausrichtung an Mitbewerbern und Markt fehlt. Auch könnten Kunden sagen: „Deine Kosten interessieren mich nicht!“

Ist diese Kalkulationsart die richtige Basis für Freelancer? Könnte es sein, dass jemand dadurch zu teuer ist und keine Aufträge bekommt? Oder sich zu günstig / unter Wert verkauft? Immerhin kann im teuren Bayern jemand mit den gleichen Fähigkeiten leben wie im günstigen Meck-Pom …

Der einfachste, durchaus logische Ansatz ist die Kalkulation auf der Basis von Angestellten-Gehältern. Gegenüber Kunden ist er leicht transparent zu machen und trifft auf Verständnis, anstatt Abwehr. Ein Beispiel errechnete Braun-Speck am Beispiel eines Software-Entwicklers in der Telekommunikationsbranche, Berufserfahrung 6-8 Jahre (Quelle für Gehalt: it-jobs-stepstone.de / bitcom):

Position / Kosten für Angestellten Euro/Jahr
Durchschnittsgehalt angestellter Entwickler  (13 Monatsgehälter á 3.950,- € brutto) 51.350,00 €
zzgl. Arbeitgeberanteil Sozialversicherung (ca. 20%) 10.270,00 €
freiwillige AG-Leistungen wie z.B. Pensionsfonds, vermögenswirksame Leistungen, etc (200,-/mon.) 2.600,00 €
Weiterbildungskosten p.a. 1.000,00 €
Summe pro Jahr 65.220,00 €

Das bedeutet: Ein Freiberufler müsste im Vergleich 65.220 EUR / Jahr als Honorar netto, zzgl. Spesen und Umsatzsteuer an Kunden pro Jahr berechnen. ABER: Was ist mit den Zusatzkosten eines Selbstständigen? Und auf welchen Stundensatz ist das runterzurechnen? Sicherlich gibt es noch andere Methoden, aber die folgende Berechnung wirkt schlüssig:

Arbeitstage eines Angestellten
Kalendertage 365
abzgl. Wochenend-Tage -104
abzgl. Urlaub -30
abzgl. Feiertage -10
abzgl. Krankheit -8
abzgl. Weiterbildung -6
produktive Tage eines Angestellten á 8 Stunden 207
das kostet ein Angestellter tatsächlich:
Gehalt 65.220 EUR durch produktive Arbeitstage (207) 315,07 €
das sind in der Stunde (8/Tag) 39,38 €
das dürfte nun ein gleichwertiger Freiberufler kosten, um das gleiche wie ein Angestellter zu verdienen:
Summe Gehalt pro Jahr Angestellter (siehe oben) 65.220,00 €
zzgl. Betriebskosten für Freelancer mit 400,- Aushilfskraft, Büro, KFZ, etc 15.000,00 €
Summe 80.220,00 €
tatsächliche Arbeitstage für Freiberufler errechnen sich so:
Tatsächlich produktive Angestellte-Arbeitstage 207
abzgl. Leerlauf zw. Projekten, Akquisephase (22 Tge/Jahr) -22
abzgl. “Heimarbeit” / Tage für interne, nicht an Kd fakturierbare Arbeitstage (4 Tage pro Monat) -48
Summe tatsächlich fakturierbarer Arbeitstage: 137
Honorar pro Tag 585,55 €
Honorar pro Stunde für einen Software-Entwickler als Freiberufler* 73,19 €
*berücksichtigt sind bei der Berechnung keinerlei Steuern

Ergebnis: Der hier errechnete Stundensatz entspricht gut dem Durchschnittstundensatz der durch jobhopper befragten Freiberufler.

Axel Dahmen (Freelancer im jobhopper-Team) meint: „Im Gegensatz zu Festangestellten muss ich mich immer auf dem neuesten Stand der Technik halten und entsprechend Zeit und Geld investieren. Dafür erhält der Kunde Top-Leistung und kann mich jederzeit loswerden, wenn sein Bedarf gedeckt ist. Soviel Vorteil für den Kunden kostet nun mal etwas mehr.“

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Strategien zur Honorar-Berechnung
Abschließend: Wie sieht bei Freiberuflern eigentlich die persönliche Strategie aus, um ihr Honorar zu optimieren bzw. durchzusetzen? Ein großer Teil (78%) setzt sein Honorar auf Verhandlungsbasis fest und schaut sich dann die Projektbedingungen an. Und gut zu wissen für die Kunden: 61% der befragten Freiberufler bilden sich regelmäßig weiter, um ihren Preis wert zu sein!

Barbara Beenen (Dipl. Informatikerin sowie Sprecherin des Hamburger Arbeitskreises der Gesellschaft für Informatik) weiß aus eigener Erfahrung: „Wir Freiberufler kümmern uns selbst um unsere Fortbildung. Das führt im Allgemeinen dazu, dass der Einzelne sehr aktuelle und sehr gute Kenntnisse in seinem Fachgebiet hat. Der Aufwand dahinter ist für den Kunden jedoch nicht sichtbar – im Gegensatz zu dem Aufwand, den er für das Erreichen desselben Kenntnisstands bei seinen Mitarbeitern hat.“

Die erworbenen Kenntnisse des Freiberuflers kann der Kunde bei Beauftragung direkt nutzen – und müssen nicht erst aufgebaut werden! Das der „Einsatz von Externen (Freelancer)“ viele Vorteile bringt und diese ihr Geld wert sind, erfährt der jeweilige Auftraggeber spätestens dadurch.

Autor / Kontakt:

copyright by Susanne Braun-Speck – Tel. 0172-4332277 – e-mail: s.braun-speck@tiefenschaerfe.de

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