Überall und nirgends komme ich mit Menschen ins Gespräch. Gestern mit einer Frau in einer Drogerie. Sie kam gerade aus dem Krankenhaus; hatte dort eine Freundin besucht, die durch Aluminium in Deos Krebs bekommen haben soll.


Weiterlesen

Hoher Zucker durch Dauerstress. Ein Psychologe erklärt, wie sich Belastungen auf den Blutzucker auswirken können. Lies hier weiter:

  • http://www.diabetes-ratgeber.net/Blutzucker/Hoher-Zucker-durch-Dauerstress-144495_2.html
  • http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/psychologie/news/risikofaktor-stress-foerdert-diabetes_aid_320785.html

Was macht Schlafmangel mit einem? Was geschieht mit Menschen, die sich in ihren vier Wänden, ihrem Rückzugsort eben nicht zurückziehen können? Sondern dort mehr Aufruhr erleben, als zum Beispiel im Büro? Weil Nachbarn keine Rücksicht nehmen oder weil sie im Kopf Probleme wälzen?

Grundbedürfnisse von Menschen

Die Befriedigung von Grundbedürfnissen des Menschen ist eine notwendige Voraussetzung für ein gesundes, zufriedenes und würdiges Leben. Die halbe Menschheit weiß z.B. das Nahrungsmangel eine Quälerei ist – siehe Dritte-Welt-Länder. Aber es gibt mehr als das: Werden andere Grundbedürfnisse (Trinken, Schlafen, Wärme, Luft, Bewegung) eines Menschen nicht befriedigt, ist es ebenfalls Quälerei. Und: höhere Bedürfnisse können infolge des Mangels nicht ansatzweise gedeckt werden.

Wenn zum Beispiel das Bedürfnis nach Ruhe und Schlaf ( ein lebenswichtiges Grundbedürfnisse jeden Lebewesens) gestört wird, dann ist es einem Menschen z.B. nicht möglich, hohe geistige Leistungen in Schule oder Beruf zu erbringen. Dadurch erhält er keine Anerkennung – eins der hören Bedürfnisse. Mit welchem Recht entziehen nun Nachbarn anderen Nachbarn ihre Grundbedürfnisse und –rechte?

Die Maslowsche Bedürfnispyramide  zeigt, worum es geht: Die menschlichen Bedürfnisse bauen sich stufenweise auf. D.h.: Wenn unterste, grundlegendste Bedürfnisse nicht gestillt werden, kann die nächst folgende Bedürfnisstufe – gemäß der Theorie von Maslow – auch nicht erfüllt werden – an der Stelle verkümmert der Mensch.

Bedürfnis-Pyramide (Tabelle/Foto @ Susanne Braun-Speck)

* Diese Bedürfnispyramide beruht auf dem 1943 veröffentlichen Modell des US-amerikanischen Psychologen Abraham Maslow, um die (Selbst-) Motivationen von Menschen zu beschreiben.

Die härtere Formulierung ist diese: Schlafentzug als Folter (Quelle: Wikipedia)

Dauerhafter Schlafmangel führt zu körperlichen Beschwerden (beispielsweise erhöhte Infektanfälligkeit, Kopfschmerzen) und zu psychischen Problemen (beispielsweise Denkstörungen, Müdigkeit, Halluzinationen, Reizbarkeit). Dauerhafter methodischer Schlafentzug wird daher auch als Methode der Folter unter anderem dazu eingesetzt, um klares Denken des Opfers zu unterbinden und um den Willen sowie die Widerstandskraft des Opfers zu brechen und so beispielsweise Aussagen zu erpressen.


Schlafentzug war beispielsweise in der Sowjetunion oder der DDR eine gängige Praxis bei den Verhören von Verdächtigen, die teilweise wie am Fließband von verschiedenen Personen abwechselnd befragt wurden. Kombiniert mit Einschüchterungen, Drohungen, Entzug von Nahrung und Wasser sowie qualvollen Körperhaltungen war es ein weit verbreitetes Druckmittel.

In dem von den USA in Guantánamo betriebenen Gefangenenlager wurde häufig versucht, Häftlinge durch Schlafentzug bei Verhören zur Kooperation zu bewegen. Es kamen verschiedene Methoden zum Einsatz:

  • Verändern der Wach- und Schlafzeiten, z. B. Verlegung der Schlafzeit auf den Tag
  • Verkürzung der Schlafzeit auf 4 bis 6 Stunden pro Tag über einen mehrwöchigen Zeitraum
  • Zellenverlegungen alle paar Stunden, Tag und Nacht über ein bis zwei Wochen (frequent flyer program genannt)

Schlafentzug wird auch heutzutage noch oft als Foltermethode angewandt – unter anderem, weil er keine nachweisbaren körperlichen Spuren beim Opfer hinterlässt.


Was den Einen plagt, kennt der Andere garnicht: Geräuschempfindlich- und Reizbarkeit; Konzentrationsmängel und Schlaflosigkeit. Was sind die Ursachen für solche “Nervensachen”? Sind die Betroffenen vielleicht einfach “nur” Hochsensibel, stehen extrem unter Stress oder ernähren sich falsch?

Auf der Suche nach den Ursachen für meine “Krankheitsymptome” bin ich immer wieder auf die Aminosäure “Gaba” gestoßen. Könnte ein Mangel an GABA (Gamma-Amino-Buttersäure (siehe Wikipedia); der wichtigste hemmende  Botenstoff im Zentralnervensystem) die Ursache für solche Symptome sein?

  • Geräuschempfindlich- und Reizbarkeit
  • Aufmerksamkeitsstörungen (ADS), schlechte Konzentration
  • Besorgt/Angst, Impulsivität, Reizbarkeit, Nervosität
  • jagende Gedanken sowie Rastlosigkeit
  • Schlafprobleme (Einschlafschwierigkeiten, Durchschlafstörungen)
  • Depression, Burnout (Schwermut, Motivationsverlust, etc.)
  • Tinnitus / Ohrgeräusche
  • etc

 Im Thalamus wirkt GABA an der Einleitung und Aufrechterhaltung des Schlafs (Quelle)

Unter Stress und Schlafmangel stehe ich Dank meiner ruhestörenden Nachbarn. Da ich zudem kaum Fleisch esse (fast vegetarisch), nehme ich vermutlich zu wenig Eiweiß zu mir (= Aminosäuren-Lieferant).

Auch suchte ich nach der Wirkungsweise von dem Schlafmittel, dass ich in letzter Zeit ab und zu nehmen musste: Zopiclon. Diese wirkt auch über die GABA-Rezeptoren (siehe Erläuterung ganz unten).

Wodurch entsteht ein Mehrbearf an GABA?

Stress entsteht in der Regel durch äußere Reize. Durch Zeitdruck bei der Arbeit, Lärm/Ruhestörungen, Schlafmangel, Sorgen, Eheproblemen, Angst, Perfektionismus, Reizüberflutung, etc. Neurostress ist eine besondere Form, ein gesundheitlich bedingter Nervendruck oder -anspannung (durch biochemische Störungen (siehe Neurotransmitter). Vielleicht entsteht dadurch auch Hochsensibilität (eine verstärkte Feinfühligkeit / Reaktion auf Reize)?

So oder so: Es gibt erregende Neurotransmitter und hemmende Neurotransmitter. In Stress-Situationen wird vermehrt das Hormon Adrenalin ausgeschüttet. Im Zentralnervensystem kommt Adrenalin als Neurotransmitter in adrenergen Neuronen (Nervenzellen) vor.

Neurotransmitter sind die Botenstoffe im Hirn, die Informationen von einer Nervenzelle zur anderen übettragen. Ein beruhigender Neurotransmitter ist GABA. Ist unser Körper aber nunmal durch Stresssituationen mit Adrenalin “vollgepumpt”, wie Sportler gerne sagen, dann gibt es automatisch zu wenig beruhigende Neurotransmitter.

Dieses Ungleichgewicht kann auf Dauer zu allen oben genannten Krankheitssymptomen führen!

GABA soll das Nervensystem wieder beruhigen können. Als hemmender Botenstoff sorgt er dafür, dass im Nervensystem ankommende Reize langsamer oder gar nicht weitertransportiert werden. Der Nervreiz wird geschwächt und der Körper entspannt. Innere Unruhe, Verstimmungen oder Schlafstörungen – einfach gestresste bzw. gereizte Nerven werden mit GABA natürlich behoben.

Jetzt ahne ich, warum ich damals, als ich immerzu ins Fitness-Center ging und täglich “Eiweiß-Riegel” aß, immer gut drauf war …

Anzeige



Aktuell befinde ich mich in einem Selbsttest:

Morgens nehme ich 5-HTP, Griffonia (vegetarisch, siehe amazon) zusammen mit B-Vitaminen und Magnesium. Es hebt meine Stimmung minimal an (vorher war ich immer grüblerisch, hatte negative Gedanken – selbst oder gerade wenn ich Freizeit und nichts zum Arbeiten hatte). Diese minimale Stimmungsverbesserung spüre ich aber deutlich – die negativen Gedanken bleiben einfach weg; ich lächle mehr.

5-HTP soll den Serotoninspiegel steigern; ist ein Stimmungsaufheller. Ein Mangel an Serotonin kann Depressionen, Angstzustände und Aggressivität auslösen. Serotonin spielt außerdem eine wichtige Rolle beim Schlafrhythmus, Appetit, Gedächtnis und Lernfähigkeit, der Schmerzkontrolle, bei Entzündungsreaktionen und der Darmperistaltik (-bewegung).

Abends nehme ich GABA (siehe Amazon) als zentral hemmenden Neurotransmitter – als Beruhigungsmittel. Die Anfangserfolge (3 Tage) sehen vielversprechend aus. Ich komme tatsächlich “runter” mit meinen Gedanken. Plötzlich drehen sie sich nicht mehr im Kreis, wenn ich das Licht im Bett ausschalte. Nein, jetzt habe ich keine “Lust” mehr zu denken – also kann ich viel besser einschlafen.

Bitte beachten Sie: Dies ist ein persönlicher Erfahrungsbericht und weder ein medizinischer Rat noch ein wissenschaftlich überprüfter Artikel. Der Autor übernimmt keine Haftung. Bitte befragen Sie ggf Ihren Arzt oder Apotheker!

Quellen-Angaben / weitere Informationen zum Thema:

Zopiclon. Dieses Schlafmittel kann als GABA-Agonist an den spezifischen Rezeptoren dieselbe Wirkung erreichen wie der Neurotransmitter. Durch die Aktivierung der GABA-Rezeptoren kommt es in der Zelle zu einem verstärkten Chlorid-Einstrom, woraus eine Hyperpolarisation (übermäßige Erhöhung der Spannung) der Zelle resultiert, die somit nicht mehr erregbar ist. Reizimpulse werden folglich nicht mehr ins ZNS weitergeleitet. Zopiclon wirkt auf diese Weise nicht nur beruhigend und angstlösend, sondern auch entkrampfend sowie muskelentspannend. (Quelle: http://flexikon.doccheck.com/de/Zopiclon)




geschrieben 2011; überarbeitet 2014

Stachybotrys Chartarum – stand auf dem Bericht des Labors, welches ich in den Händen hielt. Stachy was? Keine Ahnung. »Betreten Sie niewieder die Räume. “Wie bitte? Ich soll nie mehr in mein Büro gehen?

Papier zur Seite gelegt, suche ich im Internet nach einer Erläuterung. Stachybotrys Chartarum ist einer von vielen, vielen Schimmelpilzen auf der Welt. Doch er ist einer der Giftigsten! Er schüttet Mykotoxine, sprich Pilzgifte, aus. In Cleveland, USA, soll ein Baby nachweislich daran gestorben sein!

Ich bin entsetzt. Und dieser Schimmelpilz ist also der, der hinter meinem Aktenschrank an der Wand klebt? Die Bärentatzengroßen fellartigen schwarzen Flecken versprühen etwas Toxisches? Ich bin gerade von meiner Mutter-Kind-Kur zurückgekommen! Meine Kopfschmerzen, die Schwindelgefühle, Konzentrationsschwäche, Müdigkeit und Haarausfall habe ich vielleicht nicht, weil ich überarbeitet bin? Kann es sein, dass ich keinen Burnout hatte, sondern der Schimmelpilz an allem schuld ist?

Rechtstreitigkeiten sind zu erwarten.

Ich schreite zur Tat und rufe den Vermieter an. Der kommt und sagt: »Das ist Ihre Schuld. Sie haben zuwenig gelüftet!” Dieses Büro hat einen offenen Kamin und eine 4 m lange Terrassentür!

»Ich habe ganz sicher nicht zu wenig gelüftet. Es zieht hier fast dauerhaft», kläre ich den Mann auf. Das ganze Haus ist feucht. Im Keller muffelt es schon geraume Zeit. Die drei Wasserschäden, die wir in den letzten Jahren durch die defekten Abwasserleitungen hatten, haben jedes Mal das gesamte Erdgeschoss durchnässt. Jedes Mal musste der Fußbodenbelag ausgetauscht werden. Ich habe zwar eine Ahnung davon, vermute aber, dass das Schreiben vom Schornsteinfeger nun auch eine neue Bedeutung bekommt. Der schrieb, die Schornsteine wären undicht und müssten instand gesetzt werden – letztes Jahr!

WebDesign by

Hätte der Eigentümer rechtzeitig gehandelt und die Schornsteine wieder wasserdicht gemacht, wäre es dann nicht soweit gekommen? Vielleicht. Fakt ist: Das Labor sagt mir am Telefon, dass der Stachybotrys Chartarum nur bei einer Wandfeuchte von 90% wächst. 90 Prozent! Das ist nass, nicht nur feucht! Bevorzugt frisst er Zellulose, also Papier. Deswegen wuchs er nicht auf der Steinwand, sondern nur auf der tapezierten Innenwand.

Ursachenforschung kommt vor der Behebung …

Und wie geht der wieder weg? Die pelzigen, 3-4 mm dicken Teller an der Wand dürfen nicht trocknen. Dann lösen sich die gefährlichen Sporen! Und jetzt? Rufe ich einen Fachmann an? Ich brauche wohl einen Sachverständigen und Gutachter – mit dem Vermieter wird es Auseinandersetzungen geben, da er weiterhin ans schlechte Lüften glaubt. Der Sachverständige soll herausfinden, was die tatsächliche Ursache für den ungebetenen Besucher ist. Er kommt sofort am nächsten Tag. Falsches Lüften schließt er sofort aus. Das ist meistens nur in Bädern und zum Beispiel in Schlafzimmern (Menschen verdunsten pro Nacht circa 250-300 g Feuchtigkeit) der Grund für Schimmel.

Der Sachverständige besichtigt das Haus von Innen und von Außen. Misst die Luft- und Wandfeuchtigkeit. Läuft in den Keller (findet dort u.a. Salzpeterausblühungen (normal im Neubau an Außenwänden; merkwürdig im Altbau an Innenwänden) und klettert aufs Dach. Und findet nicht nur die defekten Schornsteine sondern auch eine defekte Dachrinne. Sie ist in der Länge auf fast 3 Metern gerissen. Regen und Schneeschmelzwasser sind vermutlich über Jahre in die Wand darunter eingedrungen – und sie durchnässt. Ein idealer Nährboden für Schimmelpilze.

Rechtzeitiges Handeln hätte das Schlimmste verhindert.

Den Stachybotrys Chartarum zu entfernen ist schwierig und aufwendig. Die Umgebung muss luftdicht abgesiegelt werden, damit die Sporen sich nicht über die Luft verteilen. Alle Gegenstände müssen entsorgt, gewaschen oder mit Alkohol (kein Essig!) gereinigt werden. Bücher, Tapeten und anderes aus Zellulose ist hoffnungslos verloren … Es muss mit Atemschutzmaske und -kleidung fachgerecht entfernt werden. Im Anschluss kann zusätzlich das gesamte Haus mit OZON vergast werden.

Selbstverständlich müssen alle Baumängel am Haus saniert; vor allem die Dachrinne und die Schornsteine müssen entfeuchtet und wasserdicht instandgesetzt werden.

»Was an diesem Altbau durch Defekte entstanden ist,» erzählt mir im Abschlussberatungsgespräch der Sachverständige, »entsteht bei Neubauten schon in der Bauphase. Wenn Sie hier nun ausziehen und sich etwas Neues suchen, achten Sie darauf, dass das Haus nicht in der kalten Jahreszeit gebaut wurde. Wenn im Winter im Ergeschoss zum Beispiel die Wände geputzt werden, steigt die Feuchtigkeit nach oben unters Dach – unter die Dampfbremse – und sammelt sich dort.» Gut zu wissen, denke ich. Ob ich den Mann zu jeder Immobilienbesichtigung mitnehme?

Werbung: