Milliarden von Menschen sind dem Smartphone verfallen und nutzen es ständig. Altersunabhängig ist es längst wichtiger als alles Andere, was wir in der Regel mit aus dem Haus nehmen! Gerade am Donnerstag fuhr ich nach Berlin und später zurück – hängen geblieben sind zwei Storys mit zwei Fahrgästen und ihren Smartphones. Doch: In diesem Artikel geht es um viel mehr Zusammenhänge … (Foto: Pixabay, Urheber: Nastaya_Gepp)

Während der Bahnfahrt: Eine Frau wurde panisch, weil sie ihr Handy in die Zeitschriftentasche am Vordersitz hatte rutschen lassen und nicht wiederfand, bis ich ihr den richtigen Tipp gab. Auf der Rückfahrt fiel mir eine Studentin fast auf den Schoss, weil der Zug bremste und sie herumlief, um jemanden zu finden, der ihr sein Handy lieh. Sie hatte ihres in Berlin in einem Café liegen lassen. Vermutete sie. Sie fragte geradezu verzweifelt, was ist sie, ohne ihr Smartphone? Wie sollte sie jemanden erreichen, wenn sie ein Problem hatte? Wer hatte das jetzt? Sie durfte mein Handy nutzen und sich selbst anrufen. Ein Freund aus Berlin ging ran – er hatte ihr Handy mitgenommen.

Aber das wollte ich eigentlich nicht erzählen!

Heute Nacht ließ mich die Erinnerung vom Abend nicht los:

Wir saßen am Esstisch – meine Tochter mit krummen Rücken und nach vorne fallenden Schultern; ihre Körperhaltung wirkte schwach. Das war früher anders! Nichts ist mehr zu sehen von dem sportlichen, extrem lebhaften Kind, das sie mal war; das täglich auf dem Abenteuerspielplatz tobte und kletterte… Jetzt sitzt sie täglich stundenlang an ihrem Smartphone. Kein Sport. Kein Spielplatz mehr. Mit Anderen treffen? Wozu? Sie “sehen” sich ja online. Meistens kommunizieren die Jugendlichen über Whatsapp.

Wild gestikulierend erzählt meine Tochter mir beim Essen wirre Geschichten – sie stresst mich richtig, denn: sie spricht sehr laut und ist hektisch! Ihr Gehör ist durch das Musikhören mit Ohrstöpseln geschädigt. Die Nervosität kommt sicherlich vom vielen Herumsitzen, dem Spielen auf dem Smartphone und den chaotischen Diskussionen in WhatsApp-Gruppen – die stressig richtig! Weswegen ich selbst nur gezielt online bin; zeitbegrenzt, wenn es wichtig ist oder ich die Zeit dafür übrig habe.

Stück für Stück macht das Smartphone sie kaputt!

Figur versaut, Gehör geschädigt, und eine Brille braucht sie anscheinend auch schon. Sie sagte vor Kurzem, sie könne in der Schule schlecht lesen, was an der Tafel steht.

Was wiegt schlimmer? Ihre körperliche “Abnutzung” in so jungem Alter oder die Nichtnutzung ihrer Kreativität und ihrer Talente? Wo ist das Kind, dass immer nach Draußen wollte, sich bewegen? Wo ist das Kind geblieben, dass sich tagelang alleine beschäftigen konnte, weil sie sich Geschichten ausdachte und Welten baute? Welten aus Papier und Kleber, aus Lego und Fischertechnik? Das einzige, was geblieben ist, ist ihr ewiges Hobby: das Zeichnen. Täglich zeichnet sie – auf dem Papier ODER auf dem Smartphone. Dafür bekommt sie Anerkennung – von vielen. Auch in WhatsApp-Gruppen.

Langeweile und wenn Feuer brennen.

Schule ist für meine Tochter zum Sterben langweilig – seit jeher! Der Frontunterricht hat dafür gesorgt, dass sie ständig ihr Frontalhirn ausschaltet und sich nur noch beschallen lässt. Einen Teil davon bekommt sie noch mit; aktive Teilnahme sieht aber anders aus …

Auch unsere Kleinstadt ist zum Sterben langweilig! Dennoch habe ich meine Tochter neulich an einem Sonntag vor die Tür gescheucht. Sie traf sich mit einer Freundin auf dem Schulhof der Grundschule, mitten im Ort. Es war ein Drittes unbekanntes älteres Mädchen von Außerhalb dabei. Das hatte Liebeskummer und verbrannte auf dem Schulgelände einen Brief von ihrem Exfreund.

DAS sah die Schulsekretärin, die am Sonntag im Büro gewesen war, und holte die Polizei!

Sie beschuldigte die drei Mädchen Brandstifter zu sein – sie wüsste jetzt endlich, wer hinter der Sporthalle all die Feuer gezündet hätte und für die Zerstörung verantwortlich wäre. Meine Tochter rief mich an, bevor die Polizei da war. Ich bin fast explodiert vor Wut! Was erlaubte sich diese Schulsekretärin? Wie konnte sie meinem Stubenhocker sowas vorwerfen? Sie verdächtigen, Brandstifter zu sein? Wir sind anständige Leute und meine Tochter niemand, der auf der Straße herumhängt. Ganz im Gegenteil! In den Sekunden, bevor meine Tochter mich anrief, hatte ich ein Radio-Interview mit ihr angefangen zu hören. Wir haben zusammen mit anderen Schülern die beste Online-Schülerzeitung Deutschlands 2018 aufgebaut! Wir sind Macher, auch meine Tochter, wenn sie ihr Smartphone nicht hätte, wäre sie nach wie vor sehr aktiv …

Und jetzt wurde sie von dieser Schulsekretärin beschimpft und verleugnet. Die Polizei kam und ging, bevor ich dort sein konnte. Meine völlig harmlose Tochter und die anderen beiden Mädchen haben einen Platzverweis erhalten und dürfen das Schulgeländen nicht mehr betreten. Ich fuhr zur Wache und beschwerte mich über das Vorgehen der beteiligten Erwachsenen.

Meine Tochter geht jetzt deshalb noch viel seltener aus dem Haus!

Diese Frau hat ihr jegliche Motivation genommen! Als das, weil ein Mädchen aus einer anderen Stadt einen Liebesbrief verbrannt hat und diese Schulsekretärin völlig überzogen handelte und Menschen zu unrecht verdächtigte. War das etwa pädagogisch wertvoll?

Das Smartphone ist eine Flucht vor den Menschen da draußen und eine Flucht vor Langeweile.

Online gibt es alles und nichts. Die große weite Welt. Die Polizei ruft hier niemand.

Meine Meinung: Für Arbeit und Schule ist die Digitalisierung notwendig, nicht aufzuhalten und der Umgang mit digitalen Geräten und Anwendungen ein Muss. Aber aus dem Privatleben sollten sie ein Stück weit wieder verschwinden und das Leben wieder lebenswerter machen. Zudem ist es Aufgabe der Schulen, den Kindern und Jugendlichen beizubringen, Smartphones als Arbeitsmittel und weniger zum Zeitvertreib zu nutzen. Schulsekretärinnen wie die oben genannte, sollten vor die Tür gesetzt werden.

“Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt”- ist eines der bekanntesten Zitate von Albert Einstein (Dt. Physiker aus Ulm; † 1955)

Wissen finden wir heutzutage unbegrenzt und jederzeit abrufbar im Internet. Entsprechend ist es nicht wirklich wichtig, sein Hirn mit Fakten vollzustopfen und/oder studiert zu haben. Recherche-Kenntnisse sind wichtig, d.h. es ist gut zu wissen, wie und wo die richtigen Informationen gefunden werden können. Noch viel wichtiger ist aber, durch Kreativität Neues zu schaffen, Lösungen zu finden, komplizierte Sachverhalte zu verstehen, Gelerntes auf Anderes zu übertragen, Denkmuster zu ändern, etc. Gerade in unserer schnelllebigen Zeit, in der digitale Lösungen Althergebrachtes im Eiltempo ablösen und es ständig irgendwas Neues gibt.

Anders, als üblicher Weise angenommen, wird Kreativität nicht nur von Künstlern, etc gebraucht, sondern in allen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereichen. Per Definition (Quelle: Wikipedia): Der Begriff “Kreativität” geht auf das lateinische Wort creare zurück, was so viel bedeutet wie „etwas neu schöpfen, etwas erfinden, etwas erzeugen, herstellen“ und „auswählen“. Der Begriff enthält als weitere Wurzel das lateinische “crescere“, das “geschehen und wachsen” bedeutet.

Kreativität ist ein Zwischending aus “aktiven Tun” und “passivem Geschehenlassen” – moderne Kreativitäts-Methoden spiegeln das wieder.

“Ich selbst hatte nie das Gefühl, schreiben zu können. Auch meine Schulnoten in Deutsch gaben darauf keinen Hinweis. Als ich Anfang Zwanzig war, lernte ich in einem Seminar die Kreativmethode “Mindmapping” kennen (auch “Cluster-Verfahren” genannt). Damals mit dem Ziel, zu lernen, wie ich meine Arbeit strukturieren und Vorhaben planen kann. Das geht mit Mindmaps nämlich auch! Mindmapping macht mir soviel Spaß, dass ich seit damals – das ist rund 30 Jahre her – wirklich alles und nichts mit Mindmaps vorbereite. Meetings, Konzepte, redaktionelle Texte. Das größte Mindmap – ein Unternehmenskonzept – war zwei Meter lang und breit – das musste an einer Wand hängen …”- das ist die Erfahrung, die Susanne Braun-Speck / tiefenschaerfe machte.

Hier auf dem Bild zu sehen ist eine SWOT-Analyse als Mindmap.

Bitte zum Vergrößern auf die Grafik klicken!

“Einige Jahre später (1997), als ich zusammen mit einem Grafiker und einem Programmierer eine Website für einen Kunden entwickelte, las ich einige Texte, die der Grafiker geschrieben hatte. Die waren spannend, wortgewandt, einfach interessant! Das fand ich toll. DAS wollte ich auch können! Da ich mich ganz und gar nicht für so kreativ hielt, wie er es war, benutzte ich die Methode Mindmapping, um mir selbst zu helfen.”

Zunächst ist ein Mindmap oder Cluster eine grafisch erfasste und verzweigte Assoziationskette, die von einem Zentralwort ausgeht. Der kreative Prozess entsteht durch das Zusammenwirken von bildlichem und begrifflichem Denken und funktioniert fast wie von alleine.

Die Mindmapping-Methode hilft dabei, die Gedanken frei entfalten und die Fähigkeit des Gehirns zur Kategorienbildung nutzen zu können.

“Mit jedem Mindmap wurde ich besser, einfallsreicher – kreativer. Plötzlich machten Planungsaufgaben Spaß; das vernetzte Denken meines Hirns funktionierte immer besser (rechte und linke Gehirnhälfte), ohne Hexenwerk oder großem Arbeitsaufwand konnte ich Konzepte entwerfen. Und natürlich Texte jeder Art schreiben. Mittlerweile brauche ich kein Papier mehr – mein Hirn hat es durch jahrelanges Mindmapping gelernt, vernetzt zu denken und kreativ zu sein. Jetzt geht das alles einfach so! Meine Tätigkeit als Content-Redakteur fällt mir leicht!”

Sie möchten auch so kreativ werden? Schulung anfragen -> Kontakt

Es kostet Kraft, unendliche Kraft, jeden Tag um die Existenz zu kämpfen. Für Recht und Gerechtigkeit, für Lebensunterhalt und saubere Wäsche, für gute Noten und zufriedene Kunden, für Kindeswohl und Haus-Erhalt, für genügend Geld zum Leben – weil sonst keiner die “Miete” zahlt. Die Waffen, die sich dir entgegenstrecken bestehen nicht aus Holster und Kugel …

Diese Waffen haben keinen Drücker, der dir innerhalb von Sekunden den Gar ausmacht. Nein, sie quälen dich auf lange Zeit. Stück für Stück zermürben sie dich. Nehmen dir die Luft zum atmen, bis du dich selbst kaum noch spüren kannst. Du trägst die Last, Tag für Tag. Deine Haltung lässt nach und der Rücken wird krumm. Der Kiefer schmerzt, weil du die Zähne zusammenbeißt. Dein Gesichtsausdruck wirkt verspannt und mürrisch.

“Hey. Guck nicht so mürrisch. Lach doch mal!” – Worüber bitte?

Diese Waffen bestehen aus Gesetzen, die dich ausbremsen und lange Zeit immer wieder quälen. Aus Beamten, die dir das Leben nur schwerer machen, anstatt zu helfen; aus Missgunst und Neid von Lästeren – privat wie beruflich; Mobbern, die schlecht über dich reden; Egoisten, die selbst noch an den Schwächsten richtig Geld verdienen wollen; Banken, die den Kopf schütteln, wenn du sagst, du bist alleinerziehend. Arbeitgebern, die sagen: Sie passen zu 95% auf den Job.

“Wir sind total begeistert von Ihnen und bewundern, was Sie in Ihrem Leben schon gemeistert haben! Sie sind so unfassbar schnell im Kopf … Aber: Sie sind ein richtiger Unternehmertyp, hier herrscht Beamtentempo – das passt nicht.”

Berufserfahren, Intelligent, Unternehmertyp – das klingt doch nach Leistungsfähigkeit, irgendwie gut, oder? Klingt ebenso nach: Zu fähig, nicht normal genug. Aber gerade diese Fähigkeiten habe ich doch entwickelt, weil ich jeden Tag allein all die vielen Kämpfen führen muss. Was hat das aus mir gemacht?

Was macht die tägliche Angst aus mir? Aus dir?

Die Angst um Geld? Die Angst ums Kind, das sehr empathisch ist und auf eine Schule mit vielen aggressiven Menschen geht? Das Kind, welches überdurchschnittlich intelligent ist, aber schlechte Noten abliefert, weil die Lernumgebung von dieser Aggressivität, Mobbern und langweiligem Frontalunterricht geprägt ist?

Am liebsten würde ich ausbrechen aus dieser Welt. Flüchten, egal wohin. Nur weg. Ein anderes Leben finden. Doch wo? Woanders herrscht auch Krieg. Nur anderer. Entscheidend sind ja die Menschen. Das Volk macht Gesetze, sorgt für seine hilfsbedürftigen Nachbarn oder auch nicht; ist für seine Kinder und Mütter da, oder auch nicht. Menschen sind diejenigen, die ausnutzen, neiden, mobben, betrügen, schlecht reden, etc.

Ein Land ohne Menschen – wie wäre das?

Ein Land ohne Menschen, eine Insel vielleicht, wo eine Strohhütte alles ist, was du neben Lebensmitteln brauchst – klingt beruhigend irgendwie und total entspannt. Aber auch langweilig. Wielange würdest du die Stille aushalten? Komplette Ruhe. Wenn du ohne Geld verdienen zu müssen, ein Dach über dem Kopf hast und genug zu Essen. Wenn dein Kind nur lernen muss, wie es Bananen vom Baum holt, anstatt 12, 13 Jahre lang die Schulbank drücken zu müssen.

Wenn alles um dich herum egal ist und du dich frei fühlst? Könntest du das? Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Auf jeden Fall nur bis der nächste Diktator kommt, oder ein Orkan, der deine Hütte und damit deine Idylle zerstört. Das Leben ist ein Kampf bis zum letzten Tag – überall?

Es bleibt die Frage: Wie überlebe ich bestmöglich? Wenn es die einsame Insel nicht ist – alternativ vielleicht Kopflosigkeit?

Gedanken machen und sich engagieren, erschwert das Leben. Wie wäre es mit Gleichgültigkeit?

Es klingt so einfach “Die Dinge sind wie sie sind. Akzeptiere sie”. Dann verloddert dein Kind und wird schlechter in der Schule – das ist dann halt. Du hörst auf zu kämpfen und zu arbeiten und beziehst halt Hartz IV – das ist dann halt so. Du lässt dich von aller Welt betrügen – das ist dann halt so.

Akzeptiere es doch einfach! Nimm es hin. Reg dich nicht auf, bleib gelassen. Du kannst doch nichts dagegen machen.

Kann ich doch! Wenigstens kämpfen kann ich – auch wenn ich ggf dabei verliere.

Aufgeben ist keine Stärke …

Anzeige:



Die Elektrifizierung von Schleswig-Holstein ist erschreckend! Jetzt soll auch noch eine e-Highway-Teststrecke für Elektro-LKWs auf der A1 vor Lübeck gebaut werden. Die im Süden brauchen Strom, die Skandinavier wollen Güter transportieren und wir machen dafür unser Bundesland zum zweiten Ruhrpott?

Wird Schlewig-Holstein ein Land voller LKW´s, Masten, Bahngleisen, Windrädern und Stromtrassen – soweit das Auge reicht? Wo dann Touristen wegbleiben; Hotels und Gastromen pleite gehen; mit Verkehrs-Chaos in Stormarn und rund um Lübeck? SH – dann ein ländlicher Raum, in dem Wohnen nicht mehr schön ist?

Schon jetzt ist die A1 im Raum Nord-Stormarn & Lübeck der Verkehrunfallsreichste von SH! (siehe Blaulichtmonitor vom SHZ)

Meine kreativer Kopf zeigt mir die Zukunft, ein Gesamtbild von dem, wohin uns die Energie- und Transport-Konzerne in Schleswig-Holstein führen werden – wenn wir nichts dagegen tun.

In Gedanken (in 2 Jahren) fahre ich an einem Freitagnachmittag in Reinfeld auf die Autobahn. Mit Hund und Kind will ich an die Ostsee, einen Spaziergang am Strand machen. Die Fenster sind offen und der frische Wind weht mir durchs Haar. Kaum habe ich die Auffahrt genommen, schweift mein Blick über die Wiesen und Felder links und rechts der Autobahn. Aber mein Blick bleibt nicht lange ungetrübt …

Was viele Jahre meines Lebens mein Herz freudig zum Hüpfen brachte und Touristen Jahr für Jahr anlockte, ist – verbaut: Die Weitsicht.

Die Weitsicht ist weg!

Die grünen und gelben (Raps-) Felder Schleswig-Holsteins sind schon zu 17% dem Maisanbau  gewichen. Zudem sind sie – und es werden noch mehr – von Windkraftanlagen verbaut (zur Energiegewinnung …). Rotorblätter drehen sich kraftvoll, verursachen Windgeräusche und holen Vögel vom Himmel. Die wenigen Häuser und Höfe am Rande der Autobahn sind stellgelegt. Hier will keiner mehr wohnen!

DAS soll Umweltschutz sein?

Wegen des Fehmarnbelt-Tunnels (zwecks Transport von Gütern) wird nach und nach die Bahnstrecke im Innenland ausgebaut – überwiegend parallel zu den Autobahnen. Im 15-Minuten-Rythmus rauschen irgendwann unendlich lange ratternde Güterzüge durchs Land. Ebenso säumen die neuen Hochspannungsleitungen (zum Energie-Transport …) die komplette Autobahnstrecke – in alle Himmelsrichtungen. Sie sollen den Strom, der von den Windkraftanlagen produziert wird, in den Süden von Deutschland und andere Länder bringen.

Vor Lübeck läuft zudem die neue e-Highway-Teststrecke (auch zwecks Transport von Gütern) von Siemens auf Hochtouren.

Ihre Stromleitungen sind unter die neuen Hochspannungsleitungen gequetscht. LKW´s drosseln hier ihr Tempo, um ihre Batterien aufzuladen. Ständig gibt es technische Probleme, LKW´s stehen dann auf der Bahn und zack – da ist er wieder: ein Stau.

Anzeige:

(adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});

Stau; immerzu Stau – zum Leid der Einheimischen und regionalen Betriebe.

Die Staus sind so häufig geworden, dass die Leute von hier die Autobahnen möglichst meiden –  vor allem die A1. Aber das geht nicht immer … In diesem Moment meldet mir mein Smartphone einen 12 km langen Stau bis weit hinter Lübeck. Ein Handwerker mit seinem Firmenwagen aus Oldesloe direkt neben mir, haut mit der Faust aufs Armaturenbrett. Wie andere regionale Betriebe wird er seine Termine nicht einhalten können – das ist schlecht fürs Geschäft.

Ich fluche und schaue rechts – genervte Autofahrer mit Kennzeichen von überallher setzen den Blinker und reihen sich in die Abfahrt Richtung Rostock. Ob die Urlauber jetzt noch häufiger nach Mecklenburg-Vorpommern fahren? Schleswig-Holstein hat schon jede Menge Touristen an das neue Bundesland verloren. Steigen jetzt die Zahlen der Abwanderer?

Was wird es für Folgen haben, wenn Schleswig-Holstein mehr und mehr von Strom-und Gas-Erzeugungsanlagen und Trassen verbaut wird?

Das beliebteste Urlaubsland der Deutschen wird Gäste verlieren; die Tourismus-Branche wird leiden!

Denn: Die Urlauber kommen wegen der Weitsicht, dem frischem Wind und des Meeres wegen.

Mindestens die Weitsicht wird es zukünftig so nicht mehr geben!

Gerade die vielen Menschen aus NRW, die Ruhrpottler zum Beispiel reisen nach SH, weil sie ungestört die Wiesen und Felder und die Wellen sehen wollen. Doch, was ist, wenn es in SH genauso aussieht wie Zuhause? Die Frage ist einfach zu beantworten: Es wird ein neues Urlaubsziel gesucht. In Meck-Pom, vielleicht wird es dann auch lieber Norditalien?

Schleswig-Holstein lebt (noch) vom Tourismus!

Aber nicht mehr lange, wenn alle unten aufgeführten Vorhaben durchgeführt werden sollten!

Und wofür? Damit Welt-Konzerne aus dem Energie- und Transport-Branchen noch viel größer und stärker werden? Das, obwohl weltweit die Emissionswerte steigen und unsere Bemühungen darum, den CO2-Ausstoß zu senken, sinnlos verpuffen? Dies, weil Großmächte am anderen Ende Welt wenig Rücksicht auf die Umwelt nehmen?

Dafür lassen wir uns die Landschaft verschandeln?

Und gehen gesundheitliche Risiken ein? Siehe Umwelt-im-Unterricht.de

Laut einem NDR-Bericht (siehe Link unten) will die Landesregierung Schleswig-Holstein zum Top-Windstrom-Exporteur machen – der Rest von D wird über uns lachen! Die im Süden brauchen Strom, die Dänen wollen Güter transportieren und wir machen dafür unser Bundesland zum zweiten Ruhrpott.

Würde unsere Landesregierung alternativ sagen. “Wir wollen, dass SH das TOP-Ferienland von Deutschland wird!,” würde ich das beispielsweise unterstützen. Klar Touristen können auch echt nerven. Aber die sind ja die Hälfte des Jahres nicht da!” sage ich, die Autorin Susanne Braun-Speck.

Abschließend:  die Idee ist ganz und gar NICHT neu.

Zudem erzählte ein befreundeter Ingenieur (der lange Jahre u.a. in der Automobilbranche als Berater tätig war), dass LKW-eHighways jetzt schon überholte Technik sind! Neue Elektromotoren machen sie schon in Kürze überflüssig. Und: Neu ist die Idee überhaupt nicht. Viele Länder haben im letzten Jahrtausend bereits solche erprobt – und für nicht gut befunden.

Wer will das für SH? Ich nicht.


Unternehmerland Schleswig-Holstein

Rückgrat der Schleswig-Holsteinischen Wirtschaft ist der Mittelstand: Fast 99 Prozent der Unternehmen sind kleine und mittlere Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten (Warum erlauben wir es, das 1% Konzerne unser SH kaputt machen?). Der Anteil des Dienstleistungssektors (Handel, Logistik, Tourismus, Kommunikation, Finanz- und Versicherungsdienstleister sowie Dienstleistungen in den Bereichen Erziehung und Gesundheit) an der Bruttowertschöpfung liegt mit 75 Prozent deutlich über dem Bundesschnitt von 69 Prozent !!! Quelle

weitere Zahlen und Fakten:

  • Def. Elektrifizierung: Als Elektrifizierung wird allgemein die Bereitstellung der Infrastruktur in Form von Stromnetzen zum Transport und Versorgung mit elektrischer Energie bezeichnet. (Quelle: Wikipedia)
  • e-Highway von Siemens: Die Oberleitungslastkraftwagen sind nur modernisiert. Es gibt sie in verschiedenen Formen mindestens seit 1901 – in vielen Ländern wurde ihr Betrieb nach kurzer Zeit wieder eingestellt. Quelle: wikipedia -> weiterlesenInfo-Seite von Siemens
  • Windkraft in SH, Stand 2016-12: Mit noch mehr Windrädern will die Landesregierung Schleswig-Holstein zum Top-Windstrom-Exporteur machen. Den Politikern sind die Bürger egal. Neue Anbauflächen und andere W-Fragen werden hier beantwortet: NDR  – zum Vogel-Dilemma siehe NABU
  • Fehmarnbelt-Tunnel: Skandinavien und Deutschland sollen verbunden werden – überwiegend zum Transport von Gütern. Unter der Ostsee soll ein 18 Kilometer langer Tunnel für Schiene und Straße gebaut werden. Wie sehr die Umwelt (Natur- und Tierwelt) darunter leiden wird, können wir kaum absehen. Siehe weiteres unter: http://femern.com/de
  • Schienenanbindung der Festen Fehmarnbeltquerung: Im Rahmen dessen soll die Bahnstrecke von Fehmarn bis Hamburg ausgebaut werden. Dies mit dem Ziel umweltgerechten Transport zu ermöglichen – mehr Güter kommen auf die Schiene, der Schienenweg für Warentransporte verkürzt sich um 160 Kilometer, Emissionseinsparungen gibt es auch. Weitere Infos unter: https://www.anbindung-fbq.de/
  • Mais-Anbau: Wie andere Energieträger hat auch der Anbau nachwachsender Rohstoffe seine ökologischen Schattenseiten: Großflächige Raps-Monokulturen zur Herstellung von Biodiesel führen teils zu einem erheblichen Rückgang der Biodiversität in der Agrarlandschaft. Quelle und weitere Informationen: http://www.kritischer-agrarbericht.de
  • Netzausbau SH: Nach dem Netzausbau-Konzept soll der Windstrom, der überwiegend an der Nordsee, in Nordfriesland, Dithmarschen, Ostholstein und Schleswig-Flensburg erzeugt wird, vor allem über 110-kV-Stichleitungen zu 380-kV-Umspannwerken geführt und von dort über (zu erschaffende) 380-kV-Leitungen nach Süddeutschland transportiert werden. Pläne, etc siehe hier: https://www.sh-netz.com
  • Emissionswerte / CO2: siehe Statista.com

Anzeige

(adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});

(© S.Braun-Speck) Nach 18 Jahren Berufstätigkeit fragte ich mich mal wieder: Wieviel Honorar dürfen IT-Freiberufler im Vergleich zu Angestellten verdienen? Ohne das es “ungerecht” zugeht, Selbständige “am Hungertuch nagen” oder Auftraggeber zuviel bezahlen? 

Das Interesse galt auch mir selbst, da ich nicht mehr nur Vermittler sein, sondern wieder selbst in Projekten arbeiten möchte. Bevorzugt im Marketing. Entsprechend habe ich gerechnet. Genauso wie damals, 2011, als ich einen redaktionellen Bericht zu dem Thema schrieb (u.a. wurde der in “it free (ab Seite 6)” und “Computerwoche” veröffentlicht; das Original steht hier).

Für die folgenden 4 Berufe habe ich Honorare auf Basis des jeweiligen Durchschnittsgehalts eines Angestellten (mit mindestens 5 Jahre Berufserfahrung)  errechnet:

Als Quellen für die Angestelltengehälter dienten mir Zahlen von “PersonalMarkt” bzw. Berichte darüber:

Aus den Rechnungen habe ich z.B. KFZ-Kosten herausgelassen, da diese fast jeder hat – egal ob freiberuflich oder festangestellt tätig.

Vielleicht ist die Berechnungsliste nicht vollständig oder es fehlen individuelle, persönliche Beträge. Aufgrund dessen wird es, wie immer bei diesem Thema, kontroverse Meinungen geben …

Fakt ist aber: Meine Honorarberechnung wird seit dem Bericht aus 2011 von einigen Unternehmen als Berechnungsbasis für Beraterhonorare genutzt!

Übersicht der Ergebnisse:

Position Angestelltengehalt
pro Jahr mit Nebenkosten
gleichwertiges Freiberufler-
Honorar pro Stunde
Softwareentwickler 74.580,00 € 67,59 €
IT-Projektleiter 112.090,00 € 97,08 €
Marketingmanager 98.780,00 € 81,69 €
Personalleiter 103.620,00 € 85,38 €

komplette Berechnung:

Die detaillierte Berechnung dazu steht hier (auf tiefenschaerfe.de): Artikel über Honorare mit Berechnung