Eine alleinerziehende Mutter lebt von Rücklagen und ist nebenberuflich selbständig. Sie verdient nach einem Burnout nur das Minimum von 386 EUR brutto im Monat  – und jetzt sendet ihr die gesetzliche Krankenkasse eine Nachforderung in Höhe von 342 Euro – PRO Monat. Für 1,5 Jahre in der Summe mehrere tausend Euro. Angeblich wäre sie hauptberuflich Selbständig gewesen …

Es gibt Situationen im Leben von alleinerziehenden Müttern, die den Blutdruck steigen lassen. Heute war so ein Tag bei Su-Enna* (Name geändert). Sie erzählt: “Heute (April 2015) bekam ich von meiner gesetzlichen Krankenkasse ein Schreiben zu meinen Beiträgen. Für die Zeit von Januar 2013 bis August 2014 soll ich fast 3.000 EUR nachzahlen. Ich habe fast einen Herzschlag bekommen, als ich das las!

Viele Jahre lang war sie als Selbstständige sehr erfolgeich. Trotz Kind, trotz Scheidung, trotz allgemeiner Wirtschaftskrisen verdiente sie viele Jahre gut. Aber dann … kam er schleichend; der Burnout Nr 2. Den ersten hatte sie Jahre vor der Schwangerschaft, als ihre Firma zu schnell gewachsen war.

Aus dem zweiten Burnout kommt sie nicht wieder in die Spur. Su-Enna* ist lange Zeit kaum arbeitsfähig; ist Monatelang krank geschrieben; kann einfach nicht mehr. Zwischendurch ist sie Arbeitslos gemeldet, hält aber ihre GmbH auf dem Papier am Leben. Sie verkauft ihre Wohnung. Löst eine Altersvorsorge auf. Verbraucht das Geld daraus über Jahre hinweg und kann damit ihrer Tochter dennoch ein ganz normales, aber lebenswertes Leben sichern. Sich selbst aber nicht. Sie funktioniert bestmöglich und versucht, wieder Geld zu verdienen.

Monat für Monat verbraucht Su-Enna. mehr als 2.000 Euro von ihrer Altersvorsorge. Nebenbei verdient sie als Aushilfe bei ihrer GmbH nur noch 386 Euro im Monat. Theoretisch. Faktisch wird mit diesem Betrag nur ihr uralter Firmenwagen abgerechnet. Das muss so sein laut Finanzamt. 14 Jahre vorher wurde der Neuwagen mit der 1-Prozent-Regelung als Arbeitslohn angelegt. Das heißt, der Arbeitnehmer, der den Firmenwagen nutzt, muss 1-Prozent des Neuwagenpreises als Einkommensbestandteil versteuern. Hier eben mit 386 Euro – jeden Monat, auch wenn er schon so alt ist, dass er fast auseinander fällt.

Laut Gehaltsabrechnung bekommt Su-Enna 386 Euro brutto als Sachwert. Macht netto in bar: 0,00 EUR. Tatsächlich lebt sie jahrelang von ihren Rücklagen. Die sind  Anfang 2015 fast aufgebraucht.

Die gesetzliche Krankenkasse ist nunmehr der Meinung, dass Su-Enna in 2013 und 2014 hauptberuflich selbständig war. Die Versicherung weiß aber (stand im Schreiben der KV), dass das Einkommen laut Einkommenssteuererklärung unter der Mindestbemessungsgrenze lag. Warum legt sie dann die Bemessungsgrundlage für “richtige” hauptberufliche Selbständige an, anstatt die Bemessungsgrundlage für nebenberuflich Selbständige?

Nach der gesetzliches Beitragsbemessungsgrundlage müsste sie einen monatlichen Beitrag von 152,27 EUR für nebenberuflich Selbständige bezahlen – was sie auch jahrelang getan hat. Aber: Nebenberuflich ist die selbständige Tätigkeit laut aktueller Gesetzgebung dann, wenn die versicherte Person ein weiteres, höheres Einkommen als Angestellte hat.

Aber was ist, wenn es nur dieses Nebeneinkommen gibt? Und die selbständig arbeitende Person ansonsten Hausfrau und Mutter ist und kein weiteres Einkommen hat? Muss sie dann wirklich 342 EUR KV-Beitrag monatlich zahlen? Kaum weniger als ihr Bruttoeinkommen?

Berechtigt das fehlende Haupteinkommen die Krankenversicherung, dass nebenberufliche Einkommen aus Selbständigkeit als hauptberufliche Selbständigkeit auszulegen? Auch wenn das faktisch unwahr ist? Und es kein nennenswertes Einkommen gibt? Oder hat die KV dennoch “Spielraum” und gibt es eine Beitragsermässungsgrundlage, wonach Su-Enna “nur” 152,- Euro im Monat Beitrag zahlen müsste? Was auch viel ist, wenn eigentlich NICHTS verdient wird?

Su-Enna hat die Forderung der Krankenkasse zurückgewiesen und ist bereit, den rechtlichen Weg zu gehen. Sie ist zum Glück auch Rechtschutzversichert …

Eine Lösung wäre die Sozialkasse für Alleinerziehende und Kleinstunternehmer.




Ich kann es fast nicht glauben. Ich halte sie in der Hand – meine Versicherungskarten der Zusatzversicherung. Sechs (6) Monate ist es her, da habe ich die Anträge für die Umstellung vom Volltarif auf Zusatztarife gestellt.

Jetzt, jetzt endlich sind sie da. Vertragsunterlagen und Versicherungskarten. Nun gibt es nur ein Problem: Ich soll noch a) noch 700 EUR nachzahlen (viel Geld …) und b) habe ich für die Zeit die Versicherung ja garnicht nutzen können.

Wie zufällig ruft mich dieser ach-so-unsympathische Mensch aus der Kölner Zentrale an. Ich frage ihn, welche Möglichkeiten es gibt. Er sagt: “Ich kann für Sie in der Vertragsabteilung darum bitten, dass ALLE Ihre Tarife auf Anwartschaft umgestellt werden.”

“Anwartschaft? Dann sind wir ja NICHT versichert”, meine ich. “Dann würde ich doch lieber meinen Haupttarif auf “Ruhen” umstellen wollen, damit wenigstens meine Tochter versichert ist”.

“Das geht nicht”, sagt der Mann. “Entweder ALLE Tarife auf Anwartschaft stellen oder Sie müssen nachzahlen. Eine Ruhensvereinbarung gibt es nicht.”

Mein Andrenalin steigt schon wieder (ich brauche dringend GABA). Der Mann lügt. Ich sage: “Natürlich gibt es die Möglichkeit einen Tarif ruhen zu lassen.”

“Nein, unmöglich. Gibt es nicht!”, meint er beharlich.

“Ach nein? Dann lügen ja alle Ihre Kollegen. Aus Kiel und Köln. Ich habe sogar einen Ruhensantrags-Formular hier ausgefüllt von mir liegen”.

“Glauben Sie, das geht nicht. Aber wenn Sie wollen, bitte ich die Vertragsabteilung, Ihnen eine Anwartschaft zu ermöglichen”, bietet der Mann mir heuchlerisch an.

Mir reicht es. “Wissen Sie was? Wir beenden besser das Gespräch, ich habe nämlich eine Erkältung und mag nicht lange sprechen. Tun Sie, was Sie für richtig halten.”

Er tut es. Ich aber auch. Ich unterschreibe den Antrag auf Ruhensvereinbarung für meinen 1 Haupttarif und sende ihn nach Köln.

Ja!!! 14 Tage später halte ich endlich, endlich den geänderten Vertrag in den Händen. Alle Tarife für meine Tochter laufen, meine “kleinen” auch, nur der teuere Hauptzusatztarif für mich ruht, bis ich wieder mehr Geld habe. Die Ruhensvereinbarung kann 3 Jahre lang bestehen bleiben.

So fing die Geschichte übrigens an …

Mein Schöner Garten Abo Campaign

Druckmittel, Überzeugngskünste und plötzliche Einsichten … 23. Oktober: Da meine Geduld mit der DKV nach 5 Monaten am Ende ist und ich immer noch KEINE gültigen Versicherungskarten habe, schreibe ich eben dies meinem zuständigen Berater. Auch schreibe ich, dass ich mich gezwungen sehe, einen der zuvor genannten Wege einzuschlagen: Weiterlesen

Beraterwechsel, Risikozuschläge für Gesunde, falsche Daten und Infos – so ging es weiter … Am 28.9. rief mich endlich einer NEUER Berater vor Ort an. Er sagte, der andere Berater wäre versetzt worden und nicht mehr für mich zuständig. Er erklärte mir, was die Zentrale ihm mitgeteilt hat und das er mir das letzte Angebot machen könne. Inkl. Risikozuschlägen für meine Tochter!!! 

– und ich würde auf keinen Fall den Tarif AM9 bekommen. Auch gab es wieder Diskussion bzgl. des Krankentagegeldes, welches mir aber laut Versicherungsbedingungen weiterhin zusteht.

Am 02.10. erhielt ich den neuen Versicherungsantrag wie folgt:

  • Versicherungsbeginn: 1.10. nicht 1.6. (Was ist mit den vorherigen Monaten? Verliere ich dadurch nicht meine alten Vers.-Ansprüche?)
  • nun soll ich zwar TC / TG bekommen können (nachdem ich mir am Telefon den Mund “fusselig” geredet habe), aber dafür nicht den Tarif AM9, weil ich ja durch meinen TZ-Job Anspruch auf TC43 habe, aber nicht arbeitssuchend? Wie bitte? Wo ist da der Zusammenhang?
    AM9 ist ein Zusatz-All-in1-Kombi-Tarif, den man ruhen lassen (siehe Fax vom 31.7.) und wieder aufnehmen kann, wenn man will. Die Ruhensvereinbarung kann bis zu 3 Jahre andauern. Nun schreibt der Berater, ich könne AM 9 nicht ruhen lassen, weil ich angeblich nicht arbeitssuchend bin. Doch bin ich, da ich zwar versuche, meinen alten Job wieder zu einem Fulltime-Job zu machen, parallel aber arbeitslos gemeldet bin und damit automatisch die Plficht habe, mir einen Job zu suchen. Krankentagegeld (TC43/TG42) sichert einen ab, wenn man länger als 6 Wochen krank ist. Der DKV-Berater sieht aber einen Zusammenhang zu AM 9 (warum?) und b) hat mir dort einen Entlasungsbeitrag eingerichtet, sodass er im Moment für mich kostenfrei wäre – warum?
  • Zudem sind im Stationär-Tarif ( GZ2) weniger Altersrückstellungen berücksichtigt, als noch im August (5,- EUR)
  • Und abschließend zu meiner Tochter: Den Tarif BCA soll ich für sie nicht abschließen können (warum?)
  • und die Krönung: bei ihr ist ein Risikozuschlag von 7,79 €/mon eingerechnet. Bei einem 8j, absolut gesundem Kind!!! Am Telefon sagte der Berater wg ihrer Bandscheibenprobleme … Ihrer was?? Sie ist komplett gesund!

Zusammenfassend / abschließend:

Ich möchte immer noch die folgende Tarife und evtl. eine Ruhensvereinbarungen:

für mich: KM, TC 43, GZ2, AZM, HMR, NHB, DBE, KB als Ersatz für KUR, sowie die Ruhensvereinbarung für AM9 – all dies unter Abzug meiner Altersrückstellungen!

für meine Tochter: AM9 – ohne Risikozuschlag, KM, GZ1, AZM, KB und BCA

Wie schaffe ich es, diese zu bekommen? Was soll ich jetzt tun?

Weiter zu Teil 3 …

Mit einem Mal pflichtversichert … und was ist mit der PKV? Die Geschichte einer verflixt schwierigen Tarifumstellung:

Von 1996 bis Mai 2012 war ich bei der DKV Vollversichert. Zu Juni `12 wurde ich durch meinen Burnout arbeitslos und damit pflichtversichert in der GKV. Im Folge davon wollte ich meine bisherigen Pribatvericherungs-Tarife auf Ergänzungs-/Zusatztarife umstellen. Seitdem wird nur getrickst und ich habe immer noch keine gültigen Verträge und/oder Versicherungskarte vorliegen!

“Vertrau der DKV – ein Leben lang???” Der Werbespruch wirkt wie ein Hohn.

Meine Vollversicherungstarife waren zuletzt: Vollmed M4-B4, KM,TC 43, KUR, PVN ähnliches für meine 8j. Tochter.

In wollte und will auf folgende Tarife umstellen bzw. behalten (teilweise anpassbar):

für mich: KM, TC 43, GZ2, AZM, HMR, NHB, DBE, KB (Kurtagegeld) sowie Ruhensvereinbarung für AM9.

Im Zuge dessen für meine Tochter: AM9, KM, GZ1, BCA, AZM, KB.

Und nun zur Dokumentation/Ablauf:

  • am 4.6. teilte ich der DKV u.a. den Eintritt meiner Pflichtversicherung sowie meine Tarifumstellungswünsche mit. Auch wünschte ich Beratung.
  • am 25.6. erhielt ich eine Mahnung für Vers.-Beiträge Juni
  • am 27.6. sendete ich ein Fax, in dem ich erneut um Antwort bat. Auch rief ich in der Kölner Zentrale an, sprach einer Dame aus Abt. für Vertragsumstellungen.
  • am 28.6. erhielt ich ein Schreiben, in dem mir ein Berater vor Ort zugeteilt wurde.

Bis jetzt war 1 Monat Taten- und damit Zusatzversicherungslos vergangen! Anmerkung: Innerhalb von 2 Monaten muss ein Versicherungsnehmer Antrag auf Weiterversicherung/Umstellung gestellt haben.

Eine Verzögerungstatik nutzt also der Versicherung, wenn sie jemanden loswerden möchte …

  •  am 5.7. sendete ich ein Einschreiben, in dem ich u.a. meine Tarifumstellungs-Wünsche erneut mitteilte. Mein zugeteilter Berater hatte sich noch nicht bei mir gemeldet.
  • Mit Datum vom 16.7. erhielt ich wieder eine Mahnung. Dieses Mal über einen Differenzbetrag von 14,60 EUR für den Tarif KM. .
  • Am nächsten Tag meldete sich endlich (nachdem ich versucht hatte, ihn zu erreichen) meinen Berater vor Ort. Er beantwortete einiger meiner Frage, riet mir vom Tarif AM9 ab und zu für die einzelnen Zusatztarife. UND: Er sagte: “Zahlen Sie die Mahnung erst mal nicht.” Das könne ich dann mit zahlen, wenn der zukünftige Gesamtbetrag feststünde.
  • Ich bezahlte den offenen Mini-Betrag dennoch. Und das war gut so, denn:

Anmerkung: Hätte ich diesen offenen Betrag NICHT innerhalb von 14 Tagen bezahlt, dann hätte ich meinen Versicherungsschutz verloren!

  • Noch im Juli richtete ich einen Dauer-Zahlungsauftrag bei meiner Bank ein und bezahle seitdem die Zusatztarife.
  • Ebenfalls Ende Juli erhielt ich von meinem Berater vor Ort umfangreiche Infos über die möglichen Tarife. Dann fuhr ich in den Urlaub; er auch (zwischendurch war er noch krank und somit nicht erreichbar).
  • am 29.7.2012 waren meine Fragen und Anliegen immer noch nicht geklärt und ich wurde unruhig, da ich ja wusste, dass meine Ansprüche “verjähren” wenn ich nicht innerhalb von 2 Monaten entsprechende Anträge stellen. Also faxte ich aus dem Urlaub bzw. ließ meinen Bruder und Mitarbeiter für mich das Fax versenden. Darin ging es hauptsächlich um die Anwartschaft für den Tarif AM9.
  • am 31.7. erhielt ich Post aus Köln. U.a. wurde mir mitgeteilt, dass ich für den Tarif AM9 eine Ruhensvereinbarung abschließen könnte.
  • Super, dachte ich und bat meinen Berater vor Ort  (der für mich tel. nicht erreichbar war und auf E-Mails in der Regel nicht reagierte) dies so zu veranlassen.
  • am 30.8. erhielt ich von ihm ENDLICH die VersicherungsANTRÄGE, in denen ich erst einmal Gesundheitsfragen beantworten sollte – warum? Muss ich doch garnicht, da ich durchgängig bei der DKV versichert war. In diesem Antrag stimmte vieles nicht!
  • Tarifkürzel waren geändert (zu meinen Ungunsten)
  • TC 43 “vergessen” (dabei habe ich Anspruch auf den Tarif, da es ausreichend Aussicht darauf gibt, dass ich die alte Tätigkeit wieder voll aufnehme, da ich diese z.Zt. Teilzeit ausübe)
  • Beträge schlichtweg falsch berechnet (zu meinen Ungunsten)
  • etc.

DAS unterschrieb ich natürlich nicht bzw. änderte all das um; sendete meine Erkenntnisse zu diesem fehlerhaften Antrag in einem Brief mit. Das war am 6.9.

Dann passierte seitens der DKV wieder nichts. Einfach nichts! Ich rief zwischendurch an und fragte nach. Ich sendete E-Mails – immerhin waren bis heute viele meiner Fragen offen UND ich habe keine Sicherungskarten! Und ich bezahle – jeden Monat.

Lies hier, was dann passierte …

Kreative Geister möchten in der Regel, dass ihre Erfindungen und Ideen geschützt werden und für sie selbst nutzbar sind – gerade finanziell. Nicht jemand Anderes soll mit den eigenen Ideen das dicke Geschäft machen – sondern der Urheber! Weiterlesen

Gesetzlich versichert? Sie müssen fast alle Medikamente selbst bezahlen? Rechnet sich eine private Zusatzversicherung für Arzneimittel? Weiterlesen

Wäre de Investition in Eltern-Initiativen oder Rentenvorsorge eine gute Idee? Im April diesen Jahres sendete ich das unten aufgeführte Konzept an unser Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Gestern hörte ich einen Teil davon in den Nachrichten … Weiterlesen