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Der Anfang von Stressfreiheit durch kulinarische Genüsse?

Kennst Du den Geschmack von Winteräpfeln? Gebackenen? Schlaflos habe ich mich gerade zum siebten Mal aus dem Bett gewälzt. Schon wieder lesen? Müde werden und schlafen wollen – und dann nichts? Nichts als kreisende Gedanken? Nein, die Vögel fangen schon an zu zwitschern. Ich stehe lieber auf! Das Flügelvieh reißt mich selbst in guten Nächten aus dem Tiefschlaf!

Ich schleiche mich aus dem Doppelbett, auf dessen zweiter Seite meine Tochter schläft. Ab in die Küche. Kaffee kochen und Brot toasten.

WANN um himmelswillen habe ich eigentlich verlernt, mir etwas Gutes zu tun?

Eine Erinnerung wird wach: Damals, als ich 15 war, sagte mir ein Freund, ich wäre ihm zu anstrengend. Zu ernst wäre ich und könne ja überhaupt nicht entspannen. Abhängen und zum Beispiel nur Musik hören – das konnte ich nie. Das kann ich heute noch nicht – 31 Jahre später.

Chutney oder Marmelade?

Ich blicke auf die vielen Gläser, die ich vom neuen Online-Shop (LandShop-Holstein.de) erhalten habe. Wieso kann ich nicht genießen? Wieso treibt meine pubertierende Tochter jeden Abend meinen Adrenalinspiegel hoch? Wie soll ich da runterkommen? Ruhe finden? Apfel-Chutney auf Käse? Das Leben zu genießen, wäre toll. Andere machen das einfach. Wie geht das?

Der Käse ist leer. Chutney ohne Käse? Frischkäse geht auch.

Das Toast ploppt aus dem Gerät.

Das Apfel-Quitten-Chutney landet schneller in meinem Mund, als auf dem Brot. Der Zimt- und Nelkengeschmack erinnert mich an Weihnachten. Auch immer eine stressige Zeit … Trotzdem genieße ich den blumig-holzigen Apfel auf meiner Zunge und lasse ihn prickeln. Zeit für Genuss. Der erste Schritt zur Entspannung? Mit Schlaf?

Schlaf? Ich koche mir Kaffee.

Es ist zu spät, um Schlaf in Erwägung zu ziehen. In zwei Stunden klingelt der Wecker – da schreibe ich lieber was, als vielleicht und wenn, dann nur kurz, viel zu wenig Schlaf zu finden. Fürs zweite Toast wähle ich das Himbeer-Sekt-Lorbeer-Gelee aus. Lecker sage ich Euch! Vorhin, so um zwei Uhr, habe ich einen Natur-Joghurt damit angereichert – das war so überraschend und lieblich. Altmodisches Wort: Lieblich.

Ich probiere noch einmal.

Das Gelee schmeckt wirklich nach Sekt. Wie kommt diese prickelnde, dezente Säure ins Marmeladen-Glas? Die kaum lesbare Zutatenliste verrät mir: Es ist wirklich Sekt drin!  Brombeeren sind die Basis; ein Lorbeerblatt ziert die oberste Schicht. Das ganze erinnert mich an Prosecco mit diesem roten Zeug darin – wie hieß das noch? Diese Mode-Getränk in den Neunzigern?

Prickelnd knuspert das Himbeer-Sekt-Lorbeer-Gelee auf meiner Zunge. Gierig schlinge ich nach dem nächsten Bissen – halt Stop! Ich ermahne mich, zu entschleunigen. Ruhe zu finden. Zu genießen. Tue was für Dich! Ja, Zeit für mich würde mich bestimmt auch wieder schlafen lassen …

Kann das der Anfang von meinem (Lebens-) Wandel sein?

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