Die Inline-Skates stehen neuwertig im Keller, das Fahrrad im Schuppen und das Board vor der Haustür – sie werden alt, ohne genutzt zu werden. Wichtig und vielgenutzt ist das Smartphone… DAS hat Abnutzungsspuren. DAS ist im Dauereinsatz. DAS braucht das Kind – es braucht es wirklich. Es ist süchtig, oder nicht?

Es gibt Spielsucht, Drogen- und Medikamentensucht, Sexsucht, Alkoholsucht – oft wird behauptet, dass schon jemand alkoholsüchtig ist, wenn er jeden Abend ein Bier oder ein Glas Wein trinkt, um herunterzukommen. Wenn jemand jeden Tag in die Kneipe geht und dort mit Freunden das eine oder andere Glas mehr trinkt, gilt er als regelmässiger Trinker und damit als Alkoholiker. Sollte er in seiner Freizeit eigentlich nichts anderes mehr machen, gilt er als Alkoholabhängiger. Wenn er unruhig und/oder aggressiv wird, wenn er nichts zu Trinken hat, gilt er ganz klar als krankhaft süchtig – und zerstört damit oft das Familienleben.

Wenn ein Jugendlicher (m/w/d) eigentlich nichts mehr macht, als am Handy zu daddeln – was ist dann?

Die Merkmale von Suchtproblemen sind:

  • zwanghafter Wunsch nach dem Suchtmittel
  • Kontrollverlust über Menge und Ende des Konsums
  • übliche Interessen werden vernachlässigt
  • negative Randerscheinungen (Arbeitsplatzverlust, schlechte Leistungen in der Schule usw.)
  • allgemeine Verhaltensänderungen

Werden solche Merkmale bei ständiger Smartphone-Nutzung ignoriert? Von Eltern, von Ärzten und sogar Suchtberatern?

Was ist, wenn sich das Familienleben nur noch um die Smartphone-Nutzung dreht? Wenn Eltern das Kind zu allem Wichtigen zwingen müssen, z.B. dazu, mit dem Hund rauszugehen oder Hausaufgaben zu machen? Zu essen, zu trinken? Wenn die Schulnoten immer schlechter werden? Wenn das Kind keine anderen Hobbys mehr hat? Wenn es sich nicht verabredet? Oder wenn, dann nur um gemeinsam mit Freunden am Smartphone abzuhängen? Wenn es an Gewicht zunimmt, den ganzen Tag auf dem Bett oder Sofa liegt und nur noch online ist?

Ist das Sucht? Ärzte und Berater tun auf jeden Fall wenig.

Nehmen wir einfach hin, dass das bei vielen normaler Alltag ist? Früher war es auch normal, zu rauchen und  regelmässig Alkohol zu trinken. Es dauerte lange bis das als Sucht betitelt wurde. Ist das heute so mit der Smartphone-Nutzung?

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