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Das BDSG fordert von deutschen Klein- und Mittelständlern das Gleiche wie von Staaten. Europaweit gilt ab 25. Mai 2018 die Datenschutz-Grundverordnung  (DSGVO als pdf laden) sowie in Deutschland das neue Bundesdatenschutzgesetz (BDSG -> Link). Beide sind für öffentliche Stellen entwickelt worden, gelten aber auch für Unternehmen, Vereine, etc. Während die DSGVO Erleichterungen für Kleinstbetriebe sowie Klein- und Mittelständler vorsieht, ignoriert das BDSG diese. 


Teil 1: persönliche Story

Viele Unternehmer sind sehr besorgt, wissen nicht, wie sie die Vorgaben umsetzen sollen, und sehen schon die Abmahnungen ins Haus flattern. Das ULD (das unabhängige Datenschutzzentrum in Schleswig-Holstein) handelt derzeit danach, dass eine 1-Personen-GmbH das Datenschutzgesetz bzw. die -verordnung durchaus vollumfänglich zu erfüllen hat – genauso wie ein Staat und die öffentlichen Behörden.

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Susanne Braun-Speck aus Reinfeld, mit ihrer Agentur „tiefenschaerfe.de“ tätig als Web-Designerin und Marketing-Beraterin hat zum Beispiel eine 1-Personen-GmbH und muss sich seit Monaten mit dem ULD auseinandersetzen. Dies wegen ihres zweiten Geschäftsinhalt, der IT-Personalvermittlung und weil ein ebenfalls selbstständiger Berater beim ULD Beschwerde eingelegt hat.

„B-to-B gilt nicht? Dieser Berater ist genauso selbständiger Untenehmer wie ich, sprich: Er ist in diesem Zusammenhang keine Privatperson und stand seit vielen Jahren mit mir im geschäftlichen Kontakt. Ich verstehe nicht, wieso er hier nicht als Selbständiger behandelt wird! Anfangs forderte er die Löschung seiner Daten und infolge davon, die Vorlage eines Löschkonzeptes.”

Das Löschkonzept (Teil eines „Öffentliches Verfahrensverzeichnisses“) genügte dem ULD nicht! Dabei entspricht dieses Löschkonzept dem des OTTO-Versands (Link) und dem von XING (Link).

Ich als kleine Einzelunternehmerin habe zwar so ein „Papier“ wie die Großen – trotzdem reicht es nicht? Unfassbar!“ Seit Monaten wird Braun-Speck immer wieder vom ULD aufgefordert, irgendwas aufzuzeigen oder vorzulegen (das Löschkonzept an sich, Informationen darüber welche und wie Daten erhoben werden; Nachweise der Einwilligung durch den Berater, etc).

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Es hat sie bisher rund 40 Stunden unbezahlte Zeit gekostet – ihr der Einzelunternehmerin UND alleinerziehenden Mutter, die es schon schwer genug hat, überhaupt über die Runden zu kommen. Andererseits hat das ULD nunmehr seit vielen Wochen, die Fragen von Braun-Speck nicht beantwortet. Die seit mehr als 20 Jahren selbständige Unternehmerin informierte sich entsprechend über die Neuerungen durch die DSGVO im Internet – daraus entstand dieser Artikel. Sie sieht keine Chance, dieser Verordnung aufgrund der fehlenden Erleichterungen für KMU im BDSG nachzukommen.

Muss die Unternehmerin einen Teilbereich ihrer Selbständigkeit wegen der Datenschutzvorgaben aufgeben?

Die, mit der Personalvermittlung, die unter jobhopper geführt? Einerseits wird der oben genannte Berater vom ULD so behandelt, als wäre er kein Unternehmer, sondern eine Privatperson (sprich: er ist in diesem Fall kein “Verbraucher”). Das ULD meint aber, seine Daten als selbständiger Berater wären Personendaten und nicht die eines Unternehmers. Dabei hat Braun-Speck seit Jahr und Tag ausschließlich Verträge im Business-to-Business-Umfeld (B2B). Sie bietet Privatpersonen überhaupt gar keine Dienstleistungen an!

Während der oben genannte Berater wie ein unmündiges Kind behandelt wird, dessen Daten geschützt werden müssen, wird Braun-Speck mit ihrer 1-Personen-GmbH einem Staat gleichgestellt. “Ich weiß nicht, wie ich DAS schaffen soll. Es ist unmöglich, all den Arbeitsaufwand und die Kosten zu erbringen. Denn Fakt ist:

“Die Anzahl der Formalien in Schriftform und die Prozesse sind unabhängig von der Anzahl der Datensätze – ob nun eine automatische Löschung zum Zeitpunkt x von Daten in einem EDV-gestützten System mit 1.000 Adressen oder 2 Millionen Adressen geschehen soll, ist völlig egal!”

Die IT-technischen Lösungen und die Rechtsberatung sind gleichermaßen aufwendig – und teuer.

Eine Excel-Tabelle, die vermutlich in den kleinsten Firmen für Adressen verwendet wird, gibt so eine Funktionalität beispielsweise überhaupt nicht her. Auch die meisten CRM-Systeme dürften so eine zeitgesteuerte Lösch-Funktion nicht haben. Deshalb hat Braun-Speck jetzt ihre alte Anwendung komplett sperren müssen. Als Alternative kommt nur eine automatisierte Online-Lösung infrage – denn hierfür gibt es bezahlbare Plugins zu kaufen. Nunmehr kommt sie nicht mehr an ihre alten Personendaten selbständiger IT-Fachkräfte – was einen enormen Schaden verursachen wird, da sie ihre zweite Dienstleistung, die Vermittlung von selbständigen IT-Fachkräften kaum noch nachkommen kann.

Zudem wird der Prozess der Datenerfassung auf der neuen Online-Lösung mit inkludierten Personal-Recruiting-Tools umständlich. Ein Double-Opt-in Verfahren ist bei Registrierung notwendig (wie auf Online-Shops), zum anderen kann die zeitgesteuerte, automatisierte Datenlöschung nur durch ein weiteres Plugin (mit zusätzlichem Arbeitsaufwand für Administrator und Nutzer) ermöglicht werden. Für Nutzer z.B. einer Jobbörse, Hotel- oder Flugbuchungs-Plattform, sowie Kunden von Online-Shops, etc ein umständlicher Prozess, der nervt. Benutzer-Freundlichkeit findet dabei keine Beachtung …

Wieviele deutsche Klein- und Mittelständler werden Pleite gehen, bis höchstrichterliche Entscheidungen dafür sorgen, dass auch in Deutschland die DSGVO-Erleichterungen für KMU gelten?“ fragt sich die Betroffene.

Denn die Fakten-Recherche und ihre eigenen Erlebnisse zeigten ihr auf, dass das Bundesdatenschutzgesetz die EU-Datenschutz-Verordnung (DSGVO) nicht richtig umsetzt.

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Teil 2: Fakten-Check

Eigentlich wurde die EU-Datenschutz-Verordnung (DSGVO) für die Nutzung von Personendaten durch öffentliche Träger, sprich Behörden und Staaten (und mit ihnen verbundene Firmen) untereinander entwickelt. Aus der Praxis: Beim Arbeitsamt werden zum Beispiel die Daten der ehemaligen Kunden nach 3 Jahren komplett gelöscht. Es ist dann so, als wenn der ehemals Arbeitslose oder -suchende niemals ALG erhalten hätte.

Was geht das die 3,64 Millionen (Quelle) kleine und mittlere Unternehmen an?

Die DSGVO gilt erst einmal für ALLE, die Personendaten (also die Daten von Privatpersonen) vor allem digital verarbeiten – nicht nur für öffentliche Träger. Personenbezogene Daten verarbeitet natürlich jeder Betrieb, jeder Händler, jeder Verein, etc, der zum Beispiel Mitglieder verwaltet, etwas Online verkauft oder Angebote und Rechnungen schreibt.

Denn: Ohne persönliche Kunden-Daten geht das nicht.

Bezogen auf die geplanten Digitalisierungs-Vorhaben eigentlich aller Unternehmens-, Behörden- und Gesellschaftsbereiche ist schon erstaunlich, wie weit die Datenschutzvorgaben die Digitalisierung erschwert. Zurück zum Papier kann für kleine Unternehmer eigentlich nur die passende und bezahlbare Lösung sein …“, meint Braun-Speck.

Aber: Geschrieben steht in der DSGVO, dass es für KMU Erleichterungen gibt.

“… Um der besonderen Situation der Kleinstunternehmen sowie der kleinen und mittleren Unternehmen Rechnung zu tragen, … , die weniger als 250 Mitarbeiter beschäftigen. Außerdem werden die Organe und Einrichtungen der Union sowie die Mitgliedstaaten und deren Aufsichtsbehörden dazu angehalten, bei der Anwendung dieser Verordnung die besonderen Bedürfnisse von Kleinstunternehmen sowie von kleinen und mittleren Unternehmen zu berücksichtigen. …” (Quelle: Anlage, pdf u.a. Seite 40).

Als Einzelunternehmer auch in Form einer GmbH, ist man Kleinstunternehmer (weniger als 10 Mitarbeiter und weniger als 2 Mio. Umsatz, siehe pdf der KfW). KMU kennen solche Erleichterungen aus dem Steuer- sowie Arbeitsrecht.

D.h. eigentlich müssten die Datenschutz-Verordnung bzw. das -Gesetz eben doch nicht vollumfänglich auf kleine Betriebe, Vereine, etc anwendbar sein.

Aber diese Erleichterungen sind NICHT im neuen Bundes-Datenschutzgesetz (BDSG) zu finden!

In der deutschen Ausgabe steht in Absatz 1, Ziffer § 1 BDSG (neu) geschrieben, dass das Gesetz für ALLE datenverarbeitenden Stellen gilt, außer wenn es sich um persönliche oder familäre Tätigkeiten handelt. Eine Suche nach den Stichworten “Erleichterung(en)” und “Kleinstbetriebe” liefern 0 Ergebnisse.

Also gilt das BDSG abweichend von der DSGVO für JEDEN Selbständigen und jeder gemeinnützigen Institution, egal ob das eine freiberufliche Hebamme, ein Verein der Kinder fördert oder ein börsennotierter Konzern ist?

„Ist das Gerechtigkeit? Oder einfach nur eine KMU- und NGO*-Vernichtungsmaschinerie?“, fragt sich Braun-Speck.

(*NGO = Non-Profit-Organisation)

Allein wenn man die Check-Liste für Unternehmen vom ULD liest, bekommt Braun-Speck als Kleinstunternehmerin und Vorstand eines Vereins richtig Angst.

„Das ist nicht zu leisten! Die bestehenden technischen Lösungen erfüllen die Kriterien in der Regel nicht – oder enthält Ihre CRM-Software (Kunden- oder Mitglieder-Verwaltung) automatisierte Prozesse, um Daten zum Zeitpunkt X automatisch zu prüfen und zu löschen? Wer soll all die Unterlagen erstellen oder wie bezahlen?“, fragt sie.

Da die DSGVO Erleichterungen für KMU vorsieht, ist sie besser als das BDSG. Dabei hat EU-Recht Vorrang vor Bundesrecht – siehe hier, Auszug:

… Laut dem Grundsatz des Vorrangs hat das EU-Recht ein höheres Gewicht als das Recht der Mitgliedstaaten. Der Grundsatz des Vorrangs gilt für alle EU-Rechtsakte mit verbindlicher Wirkung. Die Mitgliedstaaten dürfen also keine nationale Rechtsvorschrift anwenden, die im Widerspruch zum EU-Recht steht. …”

Ein letzter Hoffnungsschimmer also für Klein- & Mittelstand sowie Non-Profit-Organisationen?!


Ein kleiner Tipp von tiefenschaerfe.de: Die Umstellung von Websites auf https/SSL aus Datenschutzgründen ist oft ein Muss. In der DSGVO heißt es sinngemäß, dass zumutbare Datenschutz-Vorkehrungen von jedermann zu leisten sind. Der Schutz von Daten für Websites mit Kontakt- und anderen Formularen (z.B. Bewerbungs-Formularen) sowie mit Verkaufsfunktionen (Shops, etc) erfolgt u.a. durch die Umstellung auf https/SSL und ist mit einer Stunde Arbeit entsprechend leistbar.

Hier ist eine Anleitung dafür: -> https://tiefenschaerfe.de/https-ssl-umstellung/


Quellen-Angaben:

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Online, offline? Marketing im Real-Life und Social Web?

Was ist Social Media Marketing (Kurz: SMM) und wo hat es im Marketing-Mix eingegliedert zu werden? Keine Ahnung? Kein Wunder. Denn die Definitionen und Aussagen darüber driften weit auseinander. (Autor © S.Braun-Speck) 

Vorweg gesagt: An Ende habe ich die folgende Definition erarbeitet, welche hoffentlich für jedermann verständlich ist – auch Nicht-Fachleuten:

Social Media Marketing plant und führt “Pressearbeit”, “Werbung”, uvm. in der virtuellen Welt des Internets aus (im “Social-Web”), ergänzend zu Marketingmaßnahmen in der wirklichen Welt (im “Real-Life”)”

Von vorne … Fangen wir übergeordnet an: Marketing ist die bewußte Orientierung des Unternehmens an den Bedürfnissen des Zielmarktes, sprich an den Bedürfnissen der Kunden! Um das erste Missverständnis auszuräumen: Werbung ist nicht gleich Marketing, sondern ein Teil davon; eins von mehreren Marketingsinstrumenten.

Die klassischen 4 Marketinginstrumente sind die nach Meffert*

  • Produkt- und Sortimentspolitik
  • Distributionspolitik
  • Kommunikationspolitik („Werbung“)
  • Kontrahierungspolitik (Preispolitik)

Einige ergänzen den Marketingmix durch Personalpolitik und Standortpolitik. Diese „neuen“ Marketinginstrumente sind insbesondere in Sachen „Personalmarketing / Employer Branding“ wegen Fachkräftemangel, etc wichtig.

WO nun ist Social Media Marketing anzusiedeln?

Soziale Medien sind digitale Internet-Plattformen, wie z.B. XING, Facebook, Linkedin, etc. Sie bieten ihren Mitgliedern zahlreiche Möglichkeiten, um Informationen zu teilen und zusammen zu wirken. Kommunikation und Vernetzung stehen im Vordergrund.

Die sozialen Medien können als digitale „Werbeträger“ verstanden werden. Werbeträger sind Medien zur Übertragung von Werbebotschaften. Im Real-Life (wirklichen Leben) sind das z.B. prominente Personen, Zeitungen, Verpackungen und vieles mehr.

Social Media Marketing (SMM) beschreibt die Nutzung dieser Plattformen für Marketingzwecke auf Online-Ebene. Es ist eine KommunikationsSTARKE, GÜNSTIGE und auf die MASSE ausgerichtete Form des Marketings in der virtuellen Welt.

Die Kernfrage:

Ist SMM nun also ein Marketing- ODER Kommunikations-Instrument? Oder ist völlig davon gelöst zu betrachten?

Vielfach nutzen Unternehmen, Institutionen, etc „Social Media“ lediglich als Instrument der Kommunikationspolitik. Für:

  • Verkaufsförderung (Promotion)
  • PR / Öffentlichkeitsarbeit
  • Klassische Werbung
  • Events/Veranstaltungen
  • etc

Social Media Plattformen sind in der Kommunikations-Politik vor allem deshalb attraktiv, weil sie einen direkten Dialog mit der Zielgruppe, Meinungsbildnern u.a. Stakeholdern (Marktteilnehmern) ermöglichen. Unternehmen können u.a. in Echtzeit sehen, wie bestimmte Botschaften, Aktivitäten oder Produkte von den Nutzern wahrgenommen werden, und können diese ggf optimieren. Die Reaktion auf Wünsche und Bedürfnisse – die Anpassung aller Marketingmaßnahmen auf diese Erkenntnisse – ermöglicht somit eine nachhaltige Steigerung der Kundenbindung. Und vieles mehr.

Nutzungsmöglichkeiten

Tatsächlich können (und sollten) Social Media Maßnahmen aber auch für andere Marketinginstrumente genutzt werden:

  • Produkt- und Servicepolitik (z.B. zwecks Innovationsentwicklung, Bewertungen)
  • Preispolitik (z.B. zwecks Marktbeobachtung, Preisanpassung, Crowdfunding, etc.)
  • Distributionspolitik (als direkter Absatzweg, Bestellsystem, CRM-Tool)
  • Personalpolitik (z.B. Mitarbeiter finden, positives Arbeitgeberimage aufbauen)
  • Standortpolitik (z.B. zwecks Imagepflege)

Was können Social Media Maßnahmen, was andere Marketing-Maßnahmen weniger können?

  • Zielgruppe dort abholen, wo sie steht (wo sie sich aufhält, fragt, agiert)
  • Kontextorientiert und offen kommunizieren
  • Synergien nutzen (ggs. Unterstützen, Austauschen, etc)
  • Dramaturgien aufbauen (für PR)
  • vielzählige Multi Touchpoints (Kontaktpunkte) aufbauen
  • Reputation (den Ruf, das Image) online und offline pflegen
  • Vertrauen aufbauen (z.B. durch Transparenz der Geschäftsprozesse)
  • virales Empfehlungsmarketing durch Mundpropaganda (Word of Mouth) nutzen
  • etc

Aha – und wo nun bitte ist Social Media im Marketing-Mix einzuordnen? Immer noch die gleiche Frage …

Ist SMM ein Marketing- oder Kommunikations-Instrument ODER garkein Instrument sondern nur ein -Medium oder -Kanal? Social Media Marketing führt irgendwie ein Eigenleben und ist NICHT ausreichend differenziert! Mir persönlich fehlt 1 Satz, der Social Media Marketing so definiert, dass er jedem Bürger dieses Landes verständlich ist – auch Branchenfremden.

Also definiere ich (Susanne Braun-Speck) jetzt mal so:

Social Media Marketing plant und führt “Pressearbeit”, “Werbung”, uvm. in der virtuellen Welt des Internets aus (im “Social-Web”), ergänzend zu Marketingmaßnahmen in der wirklichen Welt (im “Real-Life”).”

Andere Definitionen:

  • http://www.uni-bamberg.de: „Unter Social Media Marketing wird generell die die zielgerichtete und marktorientierte Nutzung sozialer Medien verstanden. Dabei sollte zwischen aktivem und passivem Social Media Marketing differenziert werden.“
  • www.Wikipedia.org: „Social Media Marketing (SMM) beschreibt die strategische und operative, bzw. aktive und passive Nutzung sozialer Medien für Marketingzwecke, wobei prinzipiell alle Instrumente des 4P-Marketing-Mixes berücksichtigt werden können. Mit dieser neuen Form des Online-Marketing wird versucht, die Branding– und Marketingkommunikations-Ziele von Unternehmen durch die Beteiligung in verschiedenen Social Media-Angeboten zu erreichen.“

* Heribert Meffert (* 11. Mai 1937 in Oberlahnstein) ist ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler, bekannt insbesondere für das Marketing.




Allein im IHK-Bezirk von Lübeck sind (Stand: Jan. 2015) noch 400 Ausbildungsplätze frei. Die IHK- Onlineumfrage zur Ausbildung 2014 bestätigt: Nur jede 2. Firma nutzt das Internet zur Azubi-Suche und nur 20% die Sozialen Medien wie Facebook – dabei tummeln sich hier die Gesuchten! (Autor © S.Braun-Speck)

Zudem: Oft suchen junge Leute übers Smartphone nach Jobs und Ausbildungsstellen, was Arbeitgeberseiten und Stellenbörsen auf technischer Ebene herausfordert: Eine aktuelle Studie aus Österreich bestätigt: 40 Prozent der 18-29 Jährigen erwarten Stellenportale als responsive Websites, sprich: sie bevorzugen eine Website, die sich automatisch an die Größe ihres verwendeten Displays anpasst. Auf Smartphones “verschwindet” oft ein großer Teil der herkömmlichen Websites.

„Große Unternehmen machen es vor. Klein- und Mittelständler nutzen dagegen zielgruppennahe Personal-Marketingmaßnahmen kaum“, berichtet Susanne Braun-Speck, die seit kurzem auch das Entwickeln von Webblogs anbieten. Ihre Agentur – siehe unter: www.jobhopper.de – vermittelt eigentlich freiberufliche Fachkräfte.




„Aber: es fehlen ja immer mehr Fachkräfte am Markt, weswegen das Problem an der Wurzel gepackt werden muss: Arbeitgeber müssen junge Menschen für ihre Firma begeistern – auch oder gerade über soziale Medien“. Nicht nur Großunternehmen, sondern auch KMU-Betriebe können, allein oder über ein Gemeinschaftsprojekt, durch Webblogs unter Einbindung von Sozialen Medien die Gesuchten finden.

Eine Beziehung aufbauen und Interesse wecken

Auf einem Personal-Blog können Besucher den jeweiligen Arbeitgeber hautnah erleben und einen Blick hinter die Kulissen werfen! Als wären sie schon mal da gewesen und hätten den potentiellen Kollegen “die Hand geschüttelt”.

Insbesondere ist es auf Webblogs möglich, dass die Zielgruppe (die gesuchten Azubis/Mitarbeiter) mit Menschen auf ihrer Wellenlänge spricht. Beispiel: Ein Azubi im 2. Lehrjahr erklärt mit seinen Worten/in seinem “Slang”, was er in seinem Lehrberuf macht. Vielleicht filmt er seinen Arbeitsplatz – oder seinen Chef. Oder schreibt einfach mal, was er Besonderes erlebt hat.

Dies kann der “Blogger” danach auf Knopfdruck twittern, über Facebook verteilen, per WhatsApp empfehlen und mehr (Social Media Marketing)

Als Arbeitgeber das Image verbessern und auffallen

Gerade KMU´s können mit solchen Blogs einige Probleme des Personal-Rekruitings lösen (siehe Umfrage). Zum Beispiel:

  • kann der Bekanntheitsgrad der Firma stark erhöht
  • Menschen, außerhalb der eigenen Region erreicht
  • aber ebenso gezielt angesprochen werden (z.B. in regionalen Facebookgruppen)
  • Mitarbeiter im “besten Alter” bewegen sich meistens “online” und werden dort eher angetroffen, als im “Wochenblatt” des Ortes
  • das Image einer negativ-belasteteten Branche kann durch Offenheit und Ehrlichkeit z.B. auf einem Blog verbessert werden
  • das bestehende Mitarbeiter und Azubis bestenfalls selbst zu Wort kommen, schafft von vorne herein ein vertrauenswürdiges Klima

Für einen Personal-/Azubi-Blog spricht, wie oben genannt, vor allem die Nähe, die durch “persönliche Geschichten” (Storytelling) entstehen kann und die zielgruppengerechte Ansprache.

Gemeinschafts- / Cluster-Blogs für KMU im Kommen

Die großen machen es vor – OTTO hat z.B. ein Webblog. Ist so etwas für KMU´s zu teuer und zu aufwendig? Nicht unbedingt.

Noch nicht oft gesehen, aber ebenso wirkungsvoll sind gemeinschaftliche Blogs, die von mehreren kleinen und mittelständischen Unternehmen eines “Clusters” zusammen betrieben werden. In einem Cluster machen Betriebe mit, die z.B.

  • in der selben Region tätig sind (z.B. in einem bestimmten Kreis)
  • zu einer bestimmten Branche
  • oder zu einer Lieferkette gehören, etc

Die Technik

Ein Webblog ähnelt einer Internet-Homepage und basiert auf den gleichen plattformunabhängigen Entwicklungsumgebungen. Allerdings werden die Inhalte nicht einmal erfasst. Nein. Ein Webblog “lebt”. Er basiert jeweils auf einem webfähigem Content-/Redaktionssystem bzw. einer Webblog-Software (z.B. WordPress, Joomla, Drupal, etc).

Auf dem erstelltem Blog schreiben sogenannte “Blogger” eigene, teils sehr persönliche, Artikel. Leser und andere Blogger können auf die einzelen Artikel reagieren und “Kommentare” schreiben.

Webblogs sind interaktiv. Hier wird kommuniziert; miteinander wirklich geredet – und nicht einfach nur informiert.

Wichtig: Ein “responsive Design” für Smartphones

Ein “responsives Webdesign” passt Webseiten und -blogs automatisch der Bildschirmgröße des jeweiligen Lesegerätes (PCs, Smartphones und Tablets) an. Anders als bei Webseiten der älteren Generation verschwinden auf ihr keine Inhalte nur, weil der Monitor – z.B. auf einem Smartphone – klein ist.

Nein, auf einer reponsiven Webseite sind die wichtigsten Inhalte übersichtlich innerhalb des Bildschirms zu sehen. Details werden durch eine schlanke Struktur und einfache Menüführung nutzbar.

Tolle Idee – wie setzen Sie die um?

Sowohl bei der technischen Realisierung wie auch der konzeptionellen Arbeit vorher, unterstützen Susanne Braun-Speck (GF von jobhopper) und diverse freiberuflliche Berater gerne. Sie erreichen Sie per eMail unter: s.braun-speck@jobhopper.de