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Endlich wurden die ersten richtigen Schritte zur Entlastung von selbständigen Krankenversicherten, insbesondere von Teilzeit-Selbständigen eingeleitet: Mit dem GKV Entlastungsgesetz, dass am 18.10.18 beschlossen wurde, wird die monatliche Mindestbemessungs-Grundlage für Selbstständige auf monatlich 1.015 Euro herabgesetzt. Der KV- und Pflegebeitrag liegt damit bei rund 188 Euro/Monat. Egal, ob eine Teilzeit- oder Fulltime-Selbständig vorliegt – und das ist elementar wichtig! Denn: Bisher mussten auch Teilzeit-Selbständige den vollen Mindestbeitrag für die Krankenversicherung bezahlen …

“Ich selbst habe erlebt, was das bedeutet: Nach meinem Burnout vor einigen Jahren, lebte ich eine Weile – als alleinerziehende Mutter – nur von Rücklagen aus erfolgreichen Jahren. Nebenbei verdiente ich – als Aushilfe bei meiner eigenen GmbH / irgendwer musste ja die Geschäftsleitung inne haben – noch 386 Euro im Monat. Im Folgejahr sendete mir die gesetzliche Krankenkasse eine Nachforderung in Höhe von 342 Euro – PRO Monat. Für 1,5 Jahre in der Summe mehrere tausend Euro. Angeblich wäre ich hauptberuflich Selbständig gewesen …”

Die Versicherung wusste aber, dass das Einkommen laut Einkommenssteuererklärung unter der Mindestbemessungsgrenze lag. Warum legte sie dann die Bemessungsgrundlage für “richtige” hauptberufliche Selbständige an, anstatt die Bemessungsgrundlage für nebenberuflich Selbständige? Nach der gesetzlichen Beitragsbemessungsgrundlage hätte doch ein monatlicher Beitrag von 152,27 EUR für nebenberuflich Selbständige bezahlt werden müssen – oder nicht? Nein: Nebenberuflich ist aus Krankenkassensicht die selbständige Tätigkeit laut bisheriger Gesetzgebung nur dann, wenn die versicherte Person ein weiteres, höheres Einkommen als Angestellte hat. Ansonsten gelten Selbständige immer als Fulltime-Selbständig. Ab 2019 wird das nun anders sein.

“Nach langer postalischer Auseinandersetzung zeigte sich die Krankenversicherung kulant und behandelte mich, als wäre ich eine Angestellte mit nebenberuflicher Selbständigkeit. Damit blieb es bei dem Versicherungsbeitrag, den ich bereits bezahlt hatte und die horrende Nachzahlung entfiel. Übrigens: Vorher schon entwickelte ich das unten aufgeführte Grob-Konzept, wovon jetzt (im Oktober 2018) einiges durch das GKV Entlastungsgesetz realisiert wurde”, erzählt Susanne Braun-Speck, die sich darüber freut, dass es vielen Gleichgesinnten in Zukunft deutlich leichter gemacht wird, z.B. als Mutter nebenberuflich selbständig zu sein – auch ohne Familienversicherung über einen Ehemann.

Aktuell arbeitet sie übrigens erneut an einem Artikel über Selbständige, deren sozialen Risiken und Vereinbarkeit mit der Familie. Dazu läuft eine Umfrage auf: https://tiefenschaerfe.de/umfrage-selbstaendige-vereinbarkeit/

Blogbeitrag  aus Oktober 2012 (geändert im Januar 2014 + 2016, Autor: Susanne Braun-Speck):

Autor: Susanne Braun-Speck (tiefenschaerfe.de) ist seit 1996 überwiegend selbständig und seit 2005 alleinerziehend, aber erst seit 2017/01 endlich in der Künstlersozialkasse (KSK) versichert. Das, nachdem sie sich neu positioniert hat und jetzt Kreative ist (Webdesignerin und Online-Redakteurin). Ähnlich sozialversichert zu sein – mit der SAK – wünscht sie allen Gleichgesinnten.

Kinderarmut? Rentenvorsorgelücke? Hohe Krankenkassenbeiträge? Nachwuchsmangel? Alleinerziehende und Kleinstunternehmer leben ohne Netz und doppelten Boden – ständig und bis zum Lebensende mit hohem Risiko. In Deutschland. Ganz ohne Krieg oder Hungersnöte. Einfach nur, weil die Gesellschaft deren Situation nicht erkennt, und die im Sozialsystem über Bord gehen lässt, die am Dringensten benötigt werden: Frauen, die Kinder in die Welt setzen & Kleinstunternehmer, die die Wirtschaft tragen. Helfen würden eine …

Sozialkasse für Alleinerziehende & Kleinstunternehmer (SAK) ähnlich der Künstlersozialkasse

Ziele: Soziale Absicherung & Rentenvorsorge für die Mitglieder der Gesellschaft, die die Beiträge alleine nicht leisten können.

Die zu gründende Sozialkasse für Alleinerziehende & Kleinstunternehmer (SAK) würde ihre Mitglieder, ähnlich wie die Künstlersozialkasse, in den vollumfänglichen Schutz der gesetzlichen Sozialversicherung stellen. Alleinerziehenden wird das Einkommen und die Rentenvorsorge so aufgestockt, als wären sie Vollzeit berufstätig. Sollten sie und auch andere als Kleinstunternehmer selbstständig sein, zahlen sie wie Angestellte nur prozentual Sozial-Versicherungsbeiträge anstatt hohe Pauschalen. Denn: Eine freiberufliche bzw. selbständige Tätigkeit macht es ihnen möglich, flexibel zu arbeiten – wann und wo sie wollen und wegen ihrer Kinder können!

Die bisherige aktuell soziale Ungerechtigkeit: Kleinstunternehmer können sich freiwillige Beiträge in sämtliche Sozialversicherungen meistens NICHT leisten – vor allem nicht die für gesetzliche Krankenkasse und die Rentenversicherung. Sie sind massiv von Altersarmut bedroht – es ist ein gesellschaftlicher Irrtum, dass es Selbständigkeiten grundsätzlich finanziell besser geht. Besonders unfair zur Zeit: Eine verheiratete nebenberufliche Selbständige (max 18 Std/Woche) ist kostenfrei in der Familienversicherung mit krankenversichert. Alleinerziehende haben diese Möglichkeit NICHT und müssen sich ggf voll als Selbständige krankenversichern – von Rentenvorsorge, etc. reden wir hier noch gar nicht!

Der Mindestbeitrag betrug z.B. in 2016 (auch bei TZ-selbständigen Müttern) mit Krankengeld-Anspruch 382,- EUR / Monat (link zur Quelle). –> Sinngemäß wird mit dem GKV-Versichertenentlastungsgesetz (GKV-VEG) auf die bürokratische Unterscheidung zwischen haupt- und nebenberuflicher Selbstständigkeit ab 2019 verzichten.

Die zwei Hauptaufgaben der SAK:

  1. Sozialversicherungs-Zuschuss: Die SAK übernimmt den Arbeitgeberanteil von 50% an Versicherungsbeiträgen von freiberuflichen/selbständigen Müttern und Vätern (nur Einzel-/Kleinstunternehmer ohne Mitarbeiter) für die Krankenkasse, Rentenvorsorge, Pflege-, Unfall- und Arbeitslosenversicherung – so, wie es auch die Künstlersozialkasse für ihre Mitglieder macht.
  2. Einkommens-Aufstockung: Außerdem sollen die Einkommen von Alleinerziehenden (egal ob festangestellt oder selbständig), prozentual auf einen fiktiven (berufs- und altersabhängigen) Ganztagslohn aufgestockt werden, inkl. anteiliger Rentenversicherungsleistung, sodass sie später genauso viel Rente bekommen, als wären sie Vollzeit-Arbeitnehmer gewesen.

Ziele für die Betreffenden

  • bezahlbar sozialversichert sein, vergleichbar mit einem Vollzeit-Arbeitnehmer
  • Arbeiten und Kinder versorgen ohne Nachteile oder sozialem Abstieg
  • Unabhängig schaffen, berufliche Möglichkeiten als Klein-UnternehmerInnen wahrnehmen können, um nicht arbeitslos zu sein.
  • durch die Einkommens-Aufstockung heute Lebenswert mit Kindern leben
  • und später gut versorgt im Rentenalter sein.

Ziele für Gesellschaft & Wirtschaft

  • Start-Up´s und Kleinunternehmen fördern!
  • Fachkräftemangel senken: In vielen Berufen ist Teilzeitarbeit auf selbständiger Basis sehr gut möglich (vom Rechtsanwalt bis zur Pflegefachkraft). Gäbe es ein deutlich kleineres Risiko als Unternehmer UND soziale Sicherheit, würden deutlich mehr Mütter, die eine Fachausbildung oder Studienabschluss haben, neben den Kindern selbständig dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.
  • Geburtenrate erhöhen – für mehr Nachwuchs sorgen. Eine derartige soziale Absicherung böte Frauen den Anreiz, der Wirtschaft ihre Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen UND Kinder zu bekommen.
  • Alternative zu Hartz IV; eine berufliche Chance auf selbstständiger Basis geben
  • Hilfe zur Selbsthilfe leisten (Selbständigkeit ist eine gute Alternative für Alleinerziehende -> eigene Zeiteinteilung = flexible Arbeit)
  • Kinder aus der Armutsfalle holen und eine förderliche Entwicklungsumgebung ermöglichen. Denn: Diese Kinder sind die Ingenieure UND Rentenzahler von morgen! Aber nur, wenn sie “abliefern” (gute Schullaufband und später Berufstätigkeit), was sie nicht können, wenn ihre Grundbedürfnisse nicht gestillt werden.

Finanzierung

  • Bund und Länder zahlen die Zuschüsse der SAK anstatt ALG oder Hartz IV aus selbigen Kassen. ALG I und II – Empfänger sind ja auch sozialversichert. D.h. die Mehrkosten für Bund/Länder für SAK wären gering. Langfristig erheblich geringer.
  • Wie Angestellte und Mitglieder der Künstlersozialkasse bezahlen SAK-Versicherte prozentual am Einkommen gemessene Beiträge mit dem selben Höchstbetrag. Neugründer und Teilzeitselbständige zahlen niedrigere Beiträge.
  • Spenden durch Stiftungen, etc.

Mitglieds-Voraussetzungen könnten sein:

Alleinerziehend mit mindestens einem minderjährigen Kind bei Gesetzeinführung (Übergangsfrist?) oder Gründung (wie freiwillige AL-Versicherung);  der Status erlischt, wenn alle Kinder Schulbildung und den ersten Berufsweg (Ausbildung o. Studium) abgelegt haben, spätestens jedoch im Alter von 24J.

Bei Kleinunternehmern: Nicht mehr als 2 Teilzeitmitarbeiter und max. 20% mehr Netto-Einkommen als eine vergleichbare angestellte Führungskraft in selben Beruf (entsprechend Alter und Region). Es wird das höhere Gehalt von Männern angesetzt.

Die wichtigste begleitenden Maßnahmen:

  • Gesetzesänderungen im SGB z.B. im 5. Buch gesetztl. Krankenversicherung. Hier insbesondere eine Neu-Definition von “nebenberuflicher Selbständigkeit” – diese hängt jetzt von einer “hauptberuflichen Angestelltentätigkeit” ab. Dieser könnte eine “hauptberufliche Elterntätigkeit” gleichgesetzt werden. –> sinngemäß wird mit dem GKV-Versichertenentlastungsgesetz (GKV-VEG) auf die bürokratische Unterscheidung zwischen haupt- und nebenberuflicher Selbstständigkeit ab 2019 verzichten.
  • Ausbau der Bürgschafts-Übernahme durch Bund und Länder ggü Banken und Kreditinstituten (ganz wichtig!) für Neugründer
  • Aufbau von Netzwerk-Zentren (kurz: NWZ) speziell für berufstätige Alleinerziehende und ihre Kinder zwecks Betreuung und Organisation des Alltags.
  • etc.

Gerade arbeitet Braun-Speck erneut an einem Artikel über Selbständige, deren sozialen Risiken und Vereinbarkeit mit der Familie. Dazu läuft eine Umfrage auf: tiefenschaerfe.de

Geändert im Januar 2014 + 2016, entworfen im Okober 2012 von Susanne Braun-Speck (tiefenschaerfe.de)

Kinderarmut? Rentenvorsorgelücke? Hohe Krankenkassenbeiträge? Nachwuchsmangel? Alleinerziehende und Kleinstunternehmer leben ohne Netz und doppelten Boden – ständig und bis zum Lebensende mit hohem Risiko. In Deutschland. Ganz ohne Krieg oder Hungersnöte. Einfach nur, weil die Gesellschaft deren Situation nicht erkennt, und die im Sozialsystem über Bord gehen lässt, die am Dringensten benötigt werden: Frauen, die Kinder in die Welt setzen & Kleinstunternehmer, die die Wirtschaft tragen.

Helfen würden eine

Sozialkasse für Alleinerziehende & Kleinstunternehmer (SAK) ähnlich der Künstlersozialkasse

Ziele: Soziale Absicherung & Rentenvorsorge für die Mitglieder der Gesellschaft, die die Beiträge alleine nicht leisten können.

Die zu gründende Sozialkasse für Alleinerziehende & Kleinstunternehmer (SAK) würde ihre Mitglieder, ähnlich wie die Künstlersozialkasse, in den vollumfänglichen Schutz der gesetzlichen Sozialversicherung stellen.

Alleinerziehenden wird das Einkommen und die Rentenvorsorge so aufgestockt, als wären sie Vollzeit berufstätig. Sollten sie und auch andere als Kleinstunternehmer selbstständig sein, zahlen sie wie Angestellte nur prozentual Sozial-Versicherungsbeiträge anstatt hohe Pauschalen. Denn: Eine freiberufliche bzw. selbständige Tätigkeit macht es ihnen möglich, flexibel zu arbeiten – wann und wo sie wollen und wegen ihrer Kinder können!

Die bisherige aktuell soziale Ungerechtigkeit: Kleinstunternehmer können sich freiwillige Beiträge in sämtliche Sozialversicherungen meistens NICHT leisten – vor allem nicht die für gesetzliche Krankenkasse und die Rentenversicherung. Sie sind massiv von Altersarmut bedroht – es ist ein gesellschaftlicher Irrtum, dass es Selbständigkeiten grundsätzlich finanziell besser geht.

Besonders unfair zur Zeit: Eine verheiratete nebenberufliche Selbständige (max 18 Std/Woche) ist kostenfrei in der Familienversicherung mit krankenversichert. Alleinerziehende haben diese Möglichkeit NICHT und müssen sich ggf voll als Selbständige krankenversichern – von Rentenvorsorge, etc. reden wir hier noch garnicht!

Der Mindestbeitrag betrug z.B. in 2016 (auch bei TZ-selbständigen Müttern) mit Krankengeld-Anspruch 382,- EUR / Monat (link zur Quelle). –> Sinngemäß wird mit dem GKV-Versichertenentlastungsgesetz (GKV-VEG) auf die bürokratische Unterscheidung zwischen haupt- und nebenberuflicher Selbstständigkeit ab 2019 verzichten.

Die zwei Hauptaufgaben der SAK:

  1. Sozialversicherungs-Zuschuss: Die SAK übernimmt den Arbeitgeberanteil von 50% an Versicherungsbeiträgen von freiberuflichen/selbständigen Müttern und Vätern (nur Einzel-/Kleinstunternehmer ohne Mitarbeiter) für die Krankenkasse, Rentenvorsorge, Pflege-, Unfall- und Arbeitslosenversicherung – so, wie es auch die Künstlersozialkasse für ihre Mitglieder macht.
  2. Einkommens-Aufstockung: Außerdem sollen die Einkommen von Alleinerziehenden (egal ob festangestellt oder selbständig), prozentual auf einen fiktiven (berufs- und altersabhängigen) Ganztagslohn aufgestockt werden, inkl. anteiliger Rentenversicherungsleistung, sodass sie später genauso viel Rente bekommen, als wären sie Vollzeit-Arbeitnehmer gewesen.

Ziele für die Betreffenden

  • bezahlbar sozialversichert sein, vergleichbar mit einem Vollzeit-Arbeitnehmer
  • Arbeiten und Kinder versorgen ohne Nachteile oder sozialem Abstieg
  • Unabhängig schaffen, berufliche Möglichkeiten als Klein-UnternehmerInnen wahrnehmen können, um nicht arbeitslos zu sein.
  • durch die Einkommens-Aufstockung heute Lebenswert mit Kindern leben
  • und später gut versorgt im Rentenalter sein.

Ziele für Gesellschaft & Wirtschaft

  • Start-Up´s und Kleinunternehmen fördern!
  • Fachkräftemangel senken: In vielen Berufen ist Teilzeitarbeit auf selbständiger Basis sehr gut möglich (vom Rechtsanwalt bis zur Pflegefachkraft). Gäbe es ein deutlich kleineres Risiko als Unternehmer UND soziale Sicherheit, würden deutlich mehr Mütter, die eine Fachausbildung oder Studienabschluss haben, neben den Kindern selbständig dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.
  • Geburtenrate erhöhen – für mehr Nachwuchs sorgen. Eine derartige soziale Absicherung böte Frauen den Anreiz, der Wirtschaft ihre Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen UND Kinder zu bekommen.
  • Alternative zu Hartz IV; eine berufliche Chance auf selbstständiger Basis geben
  • Hilfe zur Selbsthilfe leisten (Selbständigkeit ist eine gute Alternative für Alleinerziehende -> eigene Zeiteinteilung = flexible Arbeit)
  • Kinder aus der Armutsfalle holen und eine förderliche Entwicklungsumgebung ermöglichen. Denn: Diese Kinder sind die Ingenieure UND Rentenzahler von morgen! Aber nur, wenn sie “abliefern” (gute Schullaufband und später Berufstätigkeit), was sie nicht können, wenn ihre Grundbedürfnisse nicht gestillt werden.

Finanzierung

  • Bund und Länder zahlen die Zuschüsse der SAK anstatt ALG oder Hartz IV aus selbigen Kassen. ALG I und II – Empfänger sind ja auch sozialversichert. D.h. die Mehrkosten für Bund/Länder für SAK wären gering. Langfristig erheblich geringer.
  • Wie Angestellte und Mitglieder der Künstlersozialkasse bezahlen SAK-Versicherte prozentual am Einkommen gemessene Beiträge mit dem selben Höchstbetrag. Neugründer und Teilzeitselbständige zahlen niedrigere Beiträge.
  • Spenden durch Stiftungen, etc.

Mitglieds-Voraussetzungen könnten sein:

Alleinerziehend mit mind. einem minderjährigen Kind bei Gesetzeinführung (Übergangsfrist?) oder Gründung (wie freiwillige AL-Versicherung);  der Status erlischt, wenn alle Kinder Schulbildung und den ersten Berufsweg (Ausbildung o. Studium) abgelegt haben, spätestens jedoch im Alter von 24J.

Bei Kleinunternehmern: Nicht mehr als 2 Teilzeitmitarbeiter und max. 20% mehr Netto-Einkommen als eine vergleichbare angestellte Führungskraft in selben Beruf (entsprechend Alter und Region). Es wird das höhere Gehalt von Männern angesetzt.

Die wichtigste begleitenden Maßnahmen:

  • Gesetzesänderungen im SGB z.B. im 5. Buch gesetztl. Krankenversicherung. Hier insbesondere eine Neu-Definition von “nebenberuflicher Selbständigkeit” – diese hängt jetzt von einer “hauptberuflichen Angestelltentätigkeit” ab. Dieser könnte eine “hauptberufliche Elterntätigkeit” gleichgesetzt werden. –> sinngemäß wird mit dem GKV-Versichertenentlastungsgesetz (GKV-VEG) auf die bürokratische Unterscheidung zwischen haupt- und nebenberuflicher Selbstständigkeit ab 2019 verzichten.
  • Ausbau der Bürgschafts-Übernahme durch Bund und Länder ggü Banken und Kreditinstituten (ganz wichtig!) für Neugründer
  • Aufbau von Netzwerk-Zentren (kurz: NWZ) speziell für berufstätige Alleinerziehende und ihre Kinder zwecks Betreuung und Organisation des Alltags.
  • etc

Autor: Susanne Braun-Speck (tiefenschaerfe.de) ist seit 1996 überwiegend selbständig und seit 2005 alleinerziehend, aber erst seit 2017/01 endlich in der Künstlersozialkasse (KSK) versichert. Ähnlich sozialversichert zu sein – mit der SAK – wünscht sie allen Gleichgesinnten.