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Es kostet Kraft, unendliche Kraft, jeden Tag um die Existenz zu kämpfen. Für Recht und Gerechtigkeit, für Lebensunterhalt und saubere Wäsche, für gute Noten und zufriedene Kunden, für Kindeswohl und Haus-Erhalt, für genügend Geld zum Leben – weil sonst keiner die “Miete” zahlt. Die Waffen, die sich dir entgegenstrecken bestehen nicht aus Holster und Kugel …

Diese Waffen haben keinen Drücker, der dir innerhalb von Sekunden den Gar ausmacht. Nein, sie quälen dich auf lange Zeit. Stück für Stück zermürben sie dich. Nehmen dir die Luft zum atmen, bis du dich selbst kaum noch spüren kannst. Du trägst die Last, Tag für Tag. Deine Haltung lässt nach und der Rücken wird krumm. Der Kiefer schmerzt, weil du die Zähne zusammenbeißt. Dein Gesichtsausdruck wirkt verspannt und mürrisch.

“Hey. Guck nicht so mürrisch. Lach doch mal!” – Worüber bitte?

Diese Waffen bestehen aus Gesetzen, die dich ausbremsen und lange Zeit immer wieder quälen. Aus Beamten, die dir das Leben nur schwerer machen, anstatt zu helfen; aus Missgunst und Neid von Lästeren – privat wie beruflich; Mobbern, die schlecht über dich reden; Egoisten, die selbst noch an den Schwächsten richtig Geld verdienen wollen; Banken, die den Kopf schütteln, wenn du sagst, du bist alleinerziehend. Arbeitgebern, die sagen: Sie passen zu 95% auf den Job.

“Wir sind total begeistert von Ihnen und bewundern, was Sie in Ihrem Leben schon gemeistert haben! Sie sind so unfassbar schnell im Kopf … Aber: Sie sind ein richtiger Unternehmertyp, hier herrscht Beamtentempo – das passt nicht.”

Berufserfahren, Intelligent, Unternehmertyp – das klingt doch nach Leistungsfähigkeit, irgendwie gut, oder? Klingt ebenso nach: Zu fähig, nicht normal genug. Aber gerade diese Fähigkeiten habe ich doch entwickelt, weil ich jeden Tag allein all die vielen Kämpfen führen muss. Was hat das aus mir gemacht?

Was macht die tägliche Angst aus mir? Aus dir?

Die Angst um Geld? Die Angst ums Kind, das sehr empathisch ist und auf eine Schule mit vielen aggressiven Menschen geht? Das Kind, welches überdurchschnittlich intelligent ist, aber schlechte Noten abliefert, weil die Lernumgebung von dieser Aggressivität, Mobbern und langweiligem Frontalunterricht geprägt ist?

Am liebsten würde ich ausbrechen aus dieser Welt. Flüchten, egal wohin. Nur weg. Ein anderes Leben finden. Doch wo? Woanders herrscht auch Krieg. Nur anderer. Entscheidend sind ja die Menschen. Das Volk macht Gesetze, sorgt für seine hilfsbedürftigen Nachbarn oder auch nicht; ist für seine Kinder und Mütter da, oder auch nicht. Menschen sind diejenigen, die ausnutzen, neiden, mobben, betrügen, schlecht reden, etc.

Ein Land ohne Menschen – wie wäre das?

Ein Land ohne Menschen, eine Insel vielleicht, wo eine Strohhütte alles ist, was du neben Lebensmitteln brauchst – klingt beruhigend irgendwie und total entspannt. Aber auch langweilig. Wielange würdest du die Stille aushalten? Komplette Ruhe. Wenn du ohne Geld verdienen zu müssen, ein Dach über dem Kopf hast und genug zu Essen. Wenn dein Kind nur lernen muss, wie es Bananen vom Baum holt, anstatt 12, 13 Jahre lang die Schulbank drücken zu müssen.

Wenn alles um dich herum egal ist und du dich frei fühlst? Könntest du das? Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Auf jeden Fall nur bis der nächste Diktator kommt, oder ein Orkan, der deine Hütte und damit deine Idylle zerstört. Das Leben ist ein Kampf bis zum letzten Tag – überall?

Es bleibt die Frage: Wie überlebe ich bestmöglich? Wenn es die einsame Insel nicht ist – alternativ vielleicht Kopflosigkeit?

Gedanken machen und sich engagieren, erschwert das Leben. Wie wäre es mit Gleichgültigkeit?

Es klingt so einfach “Die Dinge sind wie sie sind. Akzeptiere sie”. Dann verloddert dein Kind und wird schlechter in der Schule – das ist dann halt. Du hörst auf zu kämpfen und zu arbeiten und beziehst halt Hartz IV – das ist dann halt so. Du lässt dich von aller Welt betrügen – das ist dann halt so.

Akzeptiere es doch einfach! Nimm es hin. Reg dich nicht auf, bleib gelassen. Du kannst doch nichts dagegen machen.

Kann ich doch! Wenigstens kämpfen kann ich – auch wenn ich ggf dabei verliere.

Aufgeben ist keine Stärke …

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Online, offline? Marketing im Real-Life und Social Web?

Was ist Social Media Marketing (Kurz: SMM) und wo hat es im Marketing-Mix eingegliedert zu werden? Keine Ahnung? Kein Wunder. Denn die Definitionen und Aussagen darüber driften weit auseinander. (Autor © S.Braun-Speck) 

Vorweg gesagt: An Ende habe ich die folgende Definition erarbeitet, welche hoffentlich für jedermann verständlich ist – auch Nicht-Fachleuten:

Social Media Marketing plant und führt “Pressearbeit”, “Werbung”, uvm. in der virtuellen Welt des Internets aus (im “Social-Web”), ergänzend zu Marketingmaßnahmen in der wirklichen Welt (im “Real-Life”)”

Von vorne … Fangen wir übergeordnet an: Marketing ist die bewußte Orientierung des Unternehmens an den Bedürfnissen des Zielmarktes, sprich an den Bedürfnissen der Kunden! Um das erste Missverständnis auszuräumen: Werbung ist nicht gleich Marketing, sondern ein Teil davon; eins von mehreren Marketingsinstrumenten.

Die klassischen 4 Marketinginstrumente sind die nach Meffert*

  • Produkt- und Sortimentspolitik
  • Distributionspolitik
  • Kommunikationspolitik („Werbung“)
  • Kontrahierungspolitik (Preispolitik)

Einige ergänzen den Marketingmix durch Personalpolitik und Standortpolitik. Diese „neuen“ Marketinginstrumente sind insbesondere in Sachen „Personalmarketing / Employer Branding“ wegen Fachkräftemangel, etc wichtig.

WO nun ist Social Media Marketing anzusiedeln?

Soziale Medien sind digitale Internet-Plattformen, wie z.B. XING, Facebook, Linkedin, etc. Sie bieten ihren Mitgliedern zahlreiche Möglichkeiten, um Informationen zu teilen und zusammen zu wirken. Kommunikation und Vernetzung stehen im Vordergrund.

Die sozialen Medien können als digitale „Werbeträger“ verstanden werden. Werbeträger sind Medien zur Übertragung von Werbebotschaften. Im Real-Life (wirklichen Leben) sind das z.B. prominente Personen, Zeitungen, Verpackungen und vieles mehr.

Social Media Marketing (SMM) beschreibt die Nutzung dieser Plattformen für Marketingzwecke auf Online-Ebene. Es ist eine KommunikationsSTARKE, GÜNSTIGE und auf die MASSE ausgerichtete Form des Marketings in der virtuellen Welt.

Die Kernfrage:

Ist SMM nun also ein Marketing- ODER Kommunikations-Instrument? Oder ist völlig davon gelöst zu betrachten?

Vielfach nutzen Unternehmen, Institutionen, etc „Social Media“ lediglich als Instrument der Kommunikationspolitik. Für:

  • Verkaufsförderung (Promotion)
  • PR / Öffentlichkeitsarbeit
  • Klassische Werbung
  • Events/Veranstaltungen
  • etc

Social Media Plattformen sind in der Kommunikations-Politik vor allem deshalb attraktiv, weil sie einen direkten Dialog mit der Zielgruppe, Meinungsbildnern u.a. Stakeholdern (Marktteilnehmern) ermöglichen. Unternehmen können u.a. in Echtzeit sehen, wie bestimmte Botschaften, Aktivitäten oder Produkte von den Nutzern wahrgenommen werden, und können diese ggf optimieren. Die Reaktion auf Wünsche und Bedürfnisse – die Anpassung aller Marketingmaßnahmen auf diese Erkenntnisse – ermöglicht somit eine nachhaltige Steigerung der Kundenbindung. Und vieles mehr.

Nutzungsmöglichkeiten

Tatsächlich können (und sollten) Social Media Maßnahmen aber auch für andere Marketinginstrumente genutzt werden:

  • Produkt- und Servicepolitik (z.B. zwecks Innovationsentwicklung, Bewertungen)
  • Preispolitik (z.B. zwecks Marktbeobachtung, Preisanpassung, Crowdfunding, etc.)
  • Distributionspolitik (als direkter Absatzweg, Bestellsystem, CRM-Tool)
  • Personalpolitik (z.B. Mitarbeiter finden, positives Arbeitgeberimage aufbauen)
  • Standortpolitik (z.B. zwecks Imagepflege)

Was können Social Media Maßnahmen, was andere Marketing-Maßnahmen weniger können?

  • Zielgruppe dort abholen, wo sie steht (wo sie sich aufhält, fragt, agiert)
  • Kontextorientiert und offen kommunizieren
  • Synergien nutzen (ggs. Unterstützen, Austauschen, etc)
  • Dramaturgien aufbauen (für PR)
  • vielzählige Multi Touchpoints (Kontaktpunkte) aufbauen
  • Reputation (den Ruf, das Image) online und offline pflegen
  • Vertrauen aufbauen (z.B. durch Transparenz der Geschäftsprozesse)
  • virales Empfehlungsmarketing durch Mundpropaganda (Word of Mouth) nutzen
  • etc

Aha – und wo nun bitte ist Social Media im Marketing-Mix einzuordnen? Immer noch die gleiche Frage …

Ist SMM ein Marketing- oder Kommunikations-Instrument ODER garkein Instrument sondern nur ein -Medium oder -Kanal? Social Media Marketing führt irgendwie ein Eigenleben und ist NICHT ausreichend differenziert! Mir persönlich fehlt 1 Satz, der Social Media Marketing so definiert, dass er jedem Bürger dieses Landes verständlich ist – auch Branchenfremden.

Also definiere ich (Susanne Braun-Speck) jetzt mal so:

Social Media Marketing plant und führt “Pressearbeit”, “Werbung”, uvm. in der virtuellen Welt des Internets aus (im “Social-Web”), ergänzend zu Marketingmaßnahmen in der wirklichen Welt (im “Real-Life”).”

Andere Definitionen:

  • http://www.uni-bamberg.de: „Unter Social Media Marketing wird generell die die zielgerichtete und marktorientierte Nutzung sozialer Medien verstanden. Dabei sollte zwischen aktivem und passivem Social Media Marketing differenziert werden.“
  • www.Wikipedia.org: „Social Media Marketing (SMM) beschreibt die strategische und operative, bzw. aktive und passive Nutzung sozialer Medien für Marketingzwecke, wobei prinzipiell alle Instrumente des 4P-Marketing-Mixes berücksichtigt werden können. Mit dieser neuen Form des Online-Marketing wird versucht, die Branding– und Marketingkommunikations-Ziele von Unternehmen durch die Beteiligung in verschiedenen Social Media-Angeboten zu erreichen.“

* Heribert Meffert (* 11. Mai 1937 in Oberlahnstein) ist ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler, bekannt insbesondere für das Marketing.




Überall und nirgends komme ich mit Menschen ins Gespräch. Gestern mit einer Frau in einer Drogerie. Sie kam gerade aus dem Krankenhaus; hatte dort eine Freundin besucht, die durch Aluminium in Deos Krebs bekommen haben soll.


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