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Was den Einen plagt, kennt der Andere garnicht: Geräuschempfindlich- und Reizbarkeit; Konzentrationsmängel und Schlaflosigkeit. Was sind die Ursachen für solche “Nervensachen”? Sind die Betroffenen vielleicht einfach “nur” Hochsensibel, stehen extrem unter Stress oder ernähren sich falsch?

Auf der Suche nach den Ursachen für meine “Krankheitsymptome” bin ich immer wieder auf die Aminosäure “Gaba” gestoßen. Könnte ein Mangel an GABA (Gamma-Amino-Buttersäure (siehe Wikipedia); der wichtigste hemmende  Botenstoff im Zentralnervensystem) die Ursache für solche Symptome sein?

  • Geräuschempfindlich- und Reizbarkeit
  • Aufmerksamkeitsstörungen (ADS), schlechte Konzentration
  • Besorgt/Angst, Impulsivität, Reizbarkeit, Nervosität
  • jagende Gedanken sowie Rastlosigkeit
  • Schlafprobleme (Einschlafschwierigkeiten, Durchschlafstörungen)
  • Depression, Burnout (Schwermut, Motivationsverlust, etc.)
  • Tinnitus / Ohrgeräusche
  • etc

 Im Thalamus wirkt GABA an der Einleitung und Aufrechterhaltung des Schlafs (Quelle)

Unter Stress und Schlafmangel stehe ich Dank meiner ruhestörenden Nachbarn. Da ich zudem kaum Fleisch esse (fast vegetarisch), nehme ich vermutlich zu wenig Eiweiß zu mir (= Aminosäuren-Lieferant).

Auch suchte ich nach der Wirkungsweise von dem Schlafmittel, dass ich in letzter Zeit ab und zu nehmen musste: Zopiclon. Diese wirkt auch über die GABA-Rezeptoren (siehe Erläuterung ganz unten).

Wodurch entsteht ein Mehrbearf an GABA?

Stress entsteht in der Regel durch äußere Reize. Durch Zeitdruck bei der Arbeit, Lärm/Ruhestörungen, Schlafmangel, Sorgen, Eheproblemen, Angst, Perfektionismus, Reizüberflutung, etc. Neurostress ist eine besondere Form, ein gesundheitlich bedingter Nervendruck oder -anspannung (durch biochemische Störungen (siehe Neurotransmitter). Vielleicht entsteht dadurch auch Hochsensibilität (eine verstärkte Feinfühligkeit / Reaktion auf Reize)?

So oder so: Es gibt erregende Neurotransmitter und hemmende Neurotransmitter. In Stress-Situationen wird vermehrt das Hormon Adrenalin ausgeschüttet. Im Zentralnervensystem kommt Adrenalin als Neurotransmitter in adrenergen Neuronen (Nervenzellen) vor.

Neurotransmitter sind die Botenstoffe im Hirn, die Informationen von einer Nervenzelle zur anderen übettragen. Ein beruhigender Neurotransmitter ist GABA. Ist unser Körper aber nunmal durch Stresssituationen mit Adrenalin “vollgepumpt”, wie Sportler gerne sagen, dann gibt es automatisch zu wenig beruhigende Neurotransmitter.

Dieses Ungleichgewicht kann auf Dauer zu allen oben genannten Krankheitssymptomen führen!

GABA soll das Nervensystem wieder beruhigen können. Als hemmender Botenstoff sorgt er dafür, dass im Nervensystem ankommende Reize langsamer oder gar nicht weitertransportiert werden. Der Nervreiz wird geschwächt und der Körper entspannt. Innere Unruhe, Verstimmungen oder Schlafstörungen – einfach gestresste bzw. gereizte Nerven werden mit GABA natürlich behoben.

Jetzt ahne ich, warum ich damals, als ich immerzu ins Fitness-Center ging und täglich “Eiweiß-Riegel” aß, immer gut drauf war …

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Aktuell befinde ich mich in einem Selbsttest:

Morgens nehme ich 5-HTP, Griffonia (vegetarisch, siehe amazon) zusammen mit B-Vitaminen und Magnesium. Es hebt meine Stimmung minimal an (vorher war ich immer grüblerisch, hatte negative Gedanken – selbst oder gerade wenn ich Freizeit und nichts zum Arbeiten hatte). Diese minimale Stimmungsverbesserung spüre ich aber deutlich – die negativen Gedanken bleiben einfach weg; ich lächle mehr.

5-HTP soll den Serotoninspiegel steigern; ist ein Stimmungsaufheller. Ein Mangel an Serotonin kann Depressionen, Angstzustände und Aggressivität auslösen. Serotonin spielt außerdem eine wichtige Rolle beim Schlafrhythmus, Appetit, Gedächtnis und Lernfähigkeit, der Schmerzkontrolle, bei Entzündungsreaktionen und der Darmperistaltik (-bewegung).

Abends nehme ich GABA (siehe Amazon) als zentral hemmenden Neurotransmitter – als Beruhigungsmittel. Die Anfangserfolge (3 Tage) sehen vielversprechend aus. Ich komme tatsächlich “runter” mit meinen Gedanken. Plötzlich drehen sie sich nicht mehr im Kreis, wenn ich das Licht im Bett ausschalte. Nein, jetzt habe ich keine “Lust” mehr zu denken – also kann ich viel besser einschlafen.

Bitte beachten Sie: Dies ist ein persönlicher Erfahrungsbericht und weder ein medizinischer Rat noch ein wissenschaftlich überprüfter Artikel. Der Autor übernimmt keine Haftung. Bitte befragen Sie ggf Ihren Arzt oder Apotheker!

Quellen-Angaben / weitere Informationen zum Thema:

Zopiclon. Dieses Schlafmittel kann als GABA-Agonist an den spezifischen Rezeptoren dieselbe Wirkung erreichen wie der Neurotransmitter. Durch die Aktivierung der GABA-Rezeptoren kommt es in der Zelle zu einem verstärkten Chlorid-Einstrom, woraus eine Hyperpolarisation (übermäßige Erhöhung der Spannung) der Zelle resultiert, die somit nicht mehr erregbar ist. Reizimpulse werden folglich nicht mehr ins ZNS weitergeleitet. Zopiclon wirkt auf diese Weise nicht nur beruhigend und angstlösend, sondern auch entkrampfend sowie muskelentspannend. (Quelle: http://flexikon.doccheck.com/de/Zopiclon)