Teil 3 von 4: Was treibt die PKV??

Druckmittel, Überzeugngskünste und plötzliche Einsichten … 23. Oktober: Da meine Geduld mit der DKV nach 5 Monaten am Ende ist und ich immer noch KEINE gültigen Versicherungskarten habe, schreibe ich eben dies meinem zuständigen Berater. Auch schreibe ich, dass ich mich gezwungen sehe, einen der zuvor genannten Wege einzuschlagen:Entweder: Hilfe holen bei der Bafin, Ombudsmann einschalten, Beschwerde einreichen bei der ERGO oder meinen (Firmen-)Rechtsanwalt um Hilfe bitten (Rechtschutzversicherung vorhanden).

Und siehe da: Keine 4 Stunden später ruft er mich endlich an!! Und erklärt mir, es tue ihm leid, er würde sich wirklich bemühen, mit der Zentrale alles in meinem Interesse zu klären.

Er hätte sich nun wirklich für mich ins Zeug gelegt und z.B. den Risikozuschlag für meine 8j. Tochter wegdiskutiert. Und BCA könne ich doch für sie abschließen; naja und alles andere eben auch. Außer: Wenn ich den Tarif AM9 ruhen lassen will (das geht auch kostenlos für mich – welch ein Service – ich müsse nur bitte die Arbeitslosenbestätigung rübersenden) kann ich währenddessen keine anderen Zusatztarife nutzen (also nicht die Tarife AZM, HMR, NHB).

Ich sage okay, er freut sich, dass wir es endlich geregtl haben; ich sage: bis ich die Versicherungskarte nicht in der Hand halte, sehe ich den Vorgang nicht als geregelt und gelungen an!

Wie richtig ich damit liege …

Während ich noch überlege, ob ich den stationären Tarif abspecke, um mir den ambultanten Tarif AM9 eher leisten zu können, sendet er mir den neuen Antrag zu. Ich erhalte ihn am 9. Nov. 2012.

Und was glauben Sie, was ich noch erhalte? Parallel am gleichen Tag?? Na, na, na??? Sie raten es nicht – ich schwöre. Es ist so unfassbar, so unglaublich, so eine Farce.

Ich erhalte eine Mahnung (Abgleich meines Beitragskontos)!!!!! Eine Mahnung für den Volltarif von Juli 2012 bis heute – über mehrere 1000Euro. Kein Witz. Sofort rufe ich in Köln an. „Ach, wie kann denn das passieren? Tut mir leid. Dieses Schreiben sollte garnicht rausgehen. Hier steht, SIE haben einen Antrag falsch ausgefüllt, weswegen die Angelegenheit mit der Tarifumstellung noch nicht erledigt ist.“

ICH? Ich habe etwas falsch ausgefüllt? Sie meint den Antrag vom 30.8.. Der Antrag, der voller Fehler und Irrtümer war (siehe Teil 1 von 4). Den ich – welch ein Glück – nicht unterschrieben habe.

Es fällt mir schwer, ich spucke es aus: „Die ganze Geschichte ist eine Farce und eigentlich müsste ich sofort bei der Bild-Zeitung anrufen. Unfassbar was hier läuft.“

Nun: Die Dame ist ganz entspannt und meint, sie würde die Mahnstufe aus dem System nehmen und sich intern informieren. So insgesamt wäre ein Ulrich (Vor- oder Zuname??) zuständig. Wer? Den habe ich noch NIE gesprochen. Sie regelt das mit der Mahnung.

Parallel unterschreibe ich den mir vorliegenden Antrag. Ich entscheide mich doch für den Tarif AM 9, da er zwar teuer aber für mich persönlich effektiv ist, da ich 1x/Woche zum Chiropraktor gehe und dieser Tarif Heilpraktiker zu 50% bezahlt. AM9 rechnet sich für mich – aber NICHT für die PKV!

Der Antrag ist auf dem Postweg. Ich sehe, dass der DKV-Berater im Anschreiben dazu eine NEUE Versicherungs-Nr. eingetragen hat. WARUM? Ich frage ihn per E-Mail (bekomme KEINE Antwort). Stiftet das nicht noch mehr Verwirrung, wenn ich einen neue Vers.Nr erhalte? Hat das System? Mein Risiko (dieses vermute ich): Neuer Antrag mit neuer Versicherungs-Nr PLUS alter Vertrag mit alter Vers. Nr. bedeutet: ich hätte 2 Versicherungen bzw. die alte nicht wirksam umgestellt?

Dieses Risiko gehe ich nach den letzten Erfahrungen nicht ein und schreibe ein Fax an die Zentrale. Auszug:„Bitte beachten Sie bei der Vertragsumstellung, dass die neue Nr .xxx die alte Vers. Nr. xxx ablöst bzw. sich auf diese alte bezieht.“

Ein ganz neuer DKV-Mitarbeiter ruft mich an; erreicht mich nicht, spricht derweil mit meinem Berater. Seiner Nachricht auf dem AB meines Handys folge ich und rufe ihn zurück. „Wegen Ihrem Fax habe ich bereits mit Ihrem Berater vor Ort gesprochen. Der neue Antrag ist ja jetzt unterwegs und wir prüfen ihn dann. Ich wollte Ihnen nur einen Zwischenbescheid geben.“

Gespannt lausche ich und antworte: „Ach so. Ja, danke.Wieso soll ich denn überhaupt eine NEUE Versicherungsnummer bekommen? Bei vorherigen Vertragsumstellungen habe ich auch die alte behalten. Da läuft doch ganz sicher bei Ihnen wieder etwas schief!“

Die spontane Antwort des Herrn K aus Köln: „Bei uns? Sie sind es doch schuld! Sie haben doch im 1. Antrag soviel durchgestrichen, dass man damit nichts anfangen konnte!“

Mir bleibt nichts anderes, als tieeeeeeeeeeeeeef Luft zu holen. „Ich bin es schuld? Soll das ein Scherz sein? Der 1. Antrag kommt nach Monaten und dann mit Fehlern und falsch gesetzten Kreuzen? Jeder Reporter würde sich über diese Story freuen!“ Er meinte noch, er könne meine Aussage nicht bestätigen; seine Kollegen sagen etwas anderes. Und vor allem hätte ich zuvor ja die Datenschutzfreigabe nicht gegeben – jetzt ja (sagte ihm mein Vor-Ort-Berater). Habe ich nicht! Das sage ich ihm aber nicht. Ich habe das Kreuz des Beraters gestrichen und es dort gesetzt wo es hingehört: Die Schweigepflicht ist von mir nicht aufgehoben. Die PKV darf sich entsprechend nur bei Ärzten, etc über mich informieren, wenn sie mich vorher informiert und gefragt hat. Halten Sie sich daran?

Übrigens hat der jeweilige vor-Ort-Berater niemals (in 0 von 3 Anträgen) für mich angekreuzt, dass Wartezeiten entfallen sollen (Wartezeiten für Leistungen gelten für Neuversicherte – ich bin aber eine „uralte“ Versicherte).

Der Antrag liegt nun vor in Köln und wird geprüft. ICH schreibe diesen Text und hole aus dem Papierkorb die alten Anträge wieder raus – vielleicht müssen sie den ganzen Sachverhalt noch beweisen?

Mal sehen, was jetzt passiert … Grundsätzlich frage ich mich: Hat das System, was die hier mit mir machen?

letzter Teil …

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