Menschen sind die Summe ihrer Erlebnisse …

So wie ich – Susanne Braun-Speck. Nachdem ich viel zulange geschwiegen, zu sehr meine Gefühle untergraben und nur „funktioniert“ habe, schrieb ich heimlich. Hier auf su-enna.de. Jetzt lasse ich es lesen. So gut gelaunt, wie auf dem Foto bin ich übrigens selten.

Die sachliche Kurzform über mich:

Ich bin eine 48j. Alleinerziehende und überwiegend Selbständige aus dem Kreis Stormarn bei Lübeck. Seit 2005 lebe ich von meinem Ex-Mann getrennt und bin fast ebenso lang geschieden. Zuvor als selbständige IT-Personalvermittlerin mit durchaus nennenswerter eigener Firma (jobhopper.de) tätig, verdiene ich heute als WebDesignerin und Texterin meinen Lebensunterhalt – so gut es eben geht (www.tiefenschaerfe.de).

Job und Kind konnte ich bisher – trotz Tinnitus, Burnout und vielen Widrigkeiten – gut unter einen Hut bringen, da ich seit jeher im Homeoffice arbeite. Mein heutiges Eigenheim habe ich mir schwer erarbeitet – Malerpinsel und Bohrhammer benutze ich mittlerweile genauso selbstverständlich wie Bleistifte … Siehe Fassaden-Bericht.

Mehr über mich:

Su-Enna ist ein Kauderwelsch-Spitzname aus meinen Vornamen, den ich als 12jährige in Dänemark von amerikanischen Kindern bekam. Dies bei einem der ersten Urlaube mit dem neuen Mann meiner Mutter, der heute der „allerbeste Opa der Welt“ für meine Tochter ist. Zum Glück hält sie mich auch für die beste Mutter der Welt und meint, ich hätte alles richtig gemacht… Das sehe ich kritischer, aber gut.

Auf su-enna.de schreibe ich über mein Leben als Alleinerziehende und Selbständige – nicht über meine Kindheit.

Nach meiner kinoreifen Ehe und dem dramatischen Ende schwieg ich lange Zeit und hegte Misstrauen gegen Jeden und Alles. Emotionen unterdrückte ich. Wie ein gefühlloser Zombie verpasste ich emotional die schönste Zeit mit meinem Kind! Nie werde ich das nachholen können – NIE. Vorbei ist die Gelegenheit, ein fröhliches zauberhaftes, lebhaftes Kleinkind offen und herzlich genießen und mit ihm entspannt die Welt entdecken zu können.

Als sie 4-5 Jahre alt war, sprudelte viel Geld durch meine in 1996 entwickelte (damals neue) Geschäftsidee in meine Firma. Ich zahlte mir ein gutes Gehalt und nahm mir die Zeit, um meine Geschichte (siehe Anfang meines Buches, das überarbeitet werden will) aufzuschreiben.

Meine Art der Therapie bei der ich ziemlich litt.

Danach ging es mir deutlich besser und ich konnte das Leben mit meiner Tochter auch ein Stück weit genießen. Geredet habe ich über meine Lebenssituation und Erfahrungen immer noch wenig. Aber ich schrieb noch mehr; vieles heimlich auf diesem Blog. Das war ein Anfang. Das war auch die Zeit in der mich Anderen gegenüber etwas öffnete und wenigstens versuchte, Vertrauen aufzubauen.

Durch das Zulassen meiner Gefühle, langjähriger harter Berufsttätigkeit als Selbständige und dem ewigen „Zähne zusammenbeißen und durch“ litt ich unter heftigem Tinnitus und bekam einen Burnout.

Entsprechend redete ich wieder mit niemanden – weil der Tinnitus so unfassbar laut und heftig war, dass mir jedes Wort von Anderen wehtat. Die fröhliche Lebhaftigkeit meiner Tochter war für mich ein Qual – ist das „Sch…“ sowas empfunden zu haben! Wir fuhren zur Mutter-Kind-Kur, kamen zurück und dann fing das nächste Drama an. Siehe Stachybotrys Chartarum (Ob ich das jetzt wohl noch richtig geschrieben habe?)

2012 war ich viele Monate lang krankgeschrieben und tatsächlich arbeitsunfähig, wobei ich dennoch jeden Tag in mein neues Gemeinschaftsbüro ging. Darauf folgte der langsame aber sichere Tod meiner Firma.

Das dauerte Jahre, aber weniger lange, als mein Kampf als Alleinerziehende.

Aus der Not heraus (siehe Artikel „WohnNot„) zog ich danach in meinen Heimatort zurück und verbrannte dort, in depressiver Phase, meine nicht wenigen Rücklagen.

Mit letzter Kraft und letzten Reserven erwarb ich 2015 ein altes, häßliches Haus in dem ich jetzt endgültig gelernt habe, was sonst meistens Männern tun: Körperlich und handwerklich Arbeiten. Siehe Fassaden-Bericht.

Im Alter von 48 Jahren lebe ich nun endlich in einem „Nest“, in dem meine Tochter und ich uns wohlfühlen. Endlich haben wir einen Rückzugsort! Aber nun sind „wir“ in der Pubertät und haben anderen Stress. Und:  keinerlei Rücklagen mehr.

Es ist Zeit für mich, aufzustehen und mein Leben und die Welt zu ändern.

Ich habe das Kämpfen lernen müssen. Jetzt nutze ich mein berufliches Knowhow, meine persönlichen Erfahrungen und den Kampfgeist, um die Welt für Gleichgesinnte vielleicht ein bisschen besser zu machen. Vielleicht gehe ich den politischen Weg. Ganz gewiss aber den Öffentlichen über die Medien.

Das Leben hat mich mit sovielen Wassern gewaschen, dass ich glaube, den Gegnern und Fieslingen aus unserer Gesellschaft, denen ich bei diesem Kampf begegnen werde, entgegentreten zu können.

Wer hilft mir dabei?

Schreib mir gerne Deine Geschichte oder einen semiprofessionellen Gast-Artikel!

0 + 2 = ?